Mit Wohlwollen und Freude haben die Mitglieder des aktuellen Integrationsbeirates des Landkreises Oberspreewald-Lausitz in den vergangenen Jahren seit ihrer Berufung durch den Kreistag OSL im März 2020 erlebt und erfahren, wie Kinder aus anderen Ländern, Nationen und Religionen in den Grundschulen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz aufgenommen, betreut, begleitet, gefordert und gefördert werden.
Als Zeichen der Anerkennung erhielten exemplarisch und stellvertretend vier besonders engagierte Schulen des Landkreises ein persönliches Dankeschön für ihre besonderen Integrationsleistungen von dem Vorsitzenden des Integrationsbeirates, Omar Kassab, weiteren Vertretern des Integrationsbeirates sowie der Integrationsbeauftragten des Landkreises, Kathrin Tupaj. Bei den Schulen handelte es sich um den Grundschulteil des Schulzentrums Dr. Albert Schweizer in Vetschau, die GutsMuths-Grundschule in Großräschen, die Regenbogen-Grundschule in Senftenberg und die Werner-Seelenbinder-Grundschule in Lübbenau/Spreewald. Neben einer Urkunde für hervorragende Integrationsarbeit im Landkreis Oberspreewald-Lausitz erhielten die Schulen ein Präsent in Höhe von 100 Euro, welches sie für die Arbeit in ihren Schulalltag integrieren können.
Der Vorschlag für die Würdigung der engagierten Arbeit der Schulen bei der Integration von Kindern anderer Herkunft, Nation oder Muttersprachen kam von den Mitgliedern des Integrationsbeirates des Landkreises Oberspreewald-Lausitz.
„Die Mitglieder des Integrationsbeirates wissen, dass es nicht immer einfach ist, Kinder mit einer anderen Muttersprache oder einer anderen gewohnten Lebensweise in das hiesige Schulleben zu integrieren. Die Grundschulen haben sich mit ihrem Kollegium und den bereits hier lebenden Schülerinnen und Schülern intensiv dieser Aufgabe gestellt. Nun ist es aus Sicht des Integrationsbeirates an der Zeit, mit einer kleinen Geste einmal öffentlich Danke zu sagen“, erklärt der Vorsitzende des Integrationsbeirates, Omar Kassab.
Integrationsbeauftragte Kathrin Tupaj: „Kinder sind die Zukunft einer Gesellschaft. Bildung und Fleiß öffnen Türen in der ganzen Welt. Dabei spielt es keine Rolle, woher ein Kind kommt. In Deutschland haben alle Kinder die Chance, eine Schule zu besuchen und zu lernen, egal welche Voraussetzungen sie mitbringen. Die Schulen und vor allem die Lehrerinnen und Lehrer leisten hier eine wichtige Arbeit, die oft außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung steht und nicht gesehen wird. Sie treten den Kindern mit Migrationsgeschichte aufgeschlossen gegenüber, fördern und integrieren sie und unterstützen sie so bei den ersten Schritten in unserer Gesellschaft.“
Knapp 6,26 % - derzeit ca. 6.700 Personen - der Menschen im Landkreis OSL sind ausländische Staatsangehörige, davon 1.200 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren. Etwa 4.500 der Frauen, Männer und Kinder kommen aus Staaten außerhalb der EU. Die Menschen kommen in Summe aus 113 Staaten. Die Top 10 sind derzeit die Ukraine, Polen, Syrien, Rumänien, Afghanistan, Russische Föderation, Türkei, Ungarn, Vietnam und Nordmazedonien.
Der Integrationsbeirat des Landkreises OSL vertritt die Interessen aller Menschen mit Migrationshintergrund im Landkreis. Die Mitglieder setzen sich aktiv für ein gutes Klima des gegenseitigen Respekts und der Akzeptanz ein, engagieren sich für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, setzen Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus, unterstützen die Arbeit der Integrationsbeauftragten und beraten sie in wichtigen Angelegenheiten. Der Integrationsbeirat wird alle 5 Jahre vom Kreistag des Landkreises berufen. In 2025 stehen Neuwahlen an. Dem Integrationsbeirat gehören derzeit Omar Kassab aus Syrien als Vorsitzender, Ahmed Gamal Mohammed Hunaiber aus dem Jemen, Olga Hoffmann aus Russland (stellvertretende Vorsitzende), Irina Scheunert aus Russland, Mariana Kunipatz aus Malaysia, Amilcar Antonio Cubillo-Medrano aus Nicaragua und Oksana Kolinska aus der Ukraine an.