Die neue Bühne feiert zum fünften Mal das FestSpiel Senftenberg und in diesem Jahr wird es besonders festlich. Am 21.10.2026 wird das Theater 80 Jahre alt! Dies nehmen wir zum Anlass für unsere Einladung zu acht Vorstellungen FestSpiel „Jubiläum“ bei dem wir uns treu bleiben – und wieder alles anders machen! Mit „zeitgenössischem Theater an außergewöhnlichen Orten“ haben wir in den vergangenen Jahren in Brieske, in Großkoschen, in unserem neuen Werkstattgebäude und zuletzt in der Niederlausitzhalle jeweils die neue Spielzeit spektakulär eröffnet. Der „außergewöhnliche Ort“ ist diesmal unsere Hauptbühne, denn das Senftenberger Theater und seine Geschichte sind wirklich außergewöhnlich! 1946 wurde die Turnhalle der von Bruno und Max Taut entworfenen damaligen Walther-Rathenau-Schule zum „Stadttheater Senftenberg“ und mit „Das Land des Lächelns“ eröffnet. Als „Theater der Bergarbeiter“ erlebte es mit seinen Schauspiel-, Opern- und Ballettensembles und einem Orchester eine Blütezeit. Aber auch heute ist es noch immer einzigartig. Denn welche Stadt von der Größe Senftenbergs hat ein eigenes Theater mit über 100 Mitarbeitenden und vier Spielstätten, das regelmäßig Besucherrekorde feiern kann? Ein perfekter Anlass also für unsere acht Vorstellungen FestSpiel „Jubiläum“ bei der wir auf der Hauptbühne zu zwei Uraufführungen einladen:
Für mich bitte Wasser Das Auftragswerk „Für mich bitte Wasser“ von Oliver Bukowski zeigt eine Theatertruppe, die ein Jubiläum begehen soll und keinen Plan hat, wie man das am besten anstellt. Sie proben, diskutieren, streiten, trösten und helfen sich. Die böse Komödie verhandelt in rasantem Tempo die großen gesellschaftspolitischen Fragen, die Kunstfreiheit und die ganz persönlichen zwischenmenschlichen Themen. Hauptsache der 80-jährigen treuesten Abonnentin gefällt es.
Im Mondschein. Prolog/Feier /Epilog Die Uraufführung „Im Mondschein. Prolog/Feier /Epilog“ von Florian Hein umrahmt und umspannt die Theater-Nabelschau auf poetische Weise. Mit der Hauptfigur Quincy reisen wir durch die Zeit: vom antiken Chor über die Gründung des Senftenberger Theaters 1946 bis in eine utopische Zukunft. Im Schein des Vollmonds versammeln sich geheimnisvolle Figuren, Chöre und Musizierende zu einer großen theatralen Feier.
Der Ablauf: Auch der Ablauf 2026 wird besonders. Weil man Feste immer zusammen feiert, sehen diesmal alle alles gemeinsam zur gleichen Zeit. Und wir feiern unser Theater nicht nur auf der Bühne, sondern auch mit einer Ausstellung, multimedial und interaktiv in allen Foyers, im Studio und auf unserer größten Probebühne. Jeden Abend wird gemeinsam eine Geburtstagstorte angeschnitten und es darf gefeiert werden: am Premierenabend mit „Weltmusikgroovejazz“ zum Tanzen mit der Dresdner Band KRAMBAMBULI im Studio, an Mittwochs- und Donnerstagsterminen mit „Smooth Instrumental Lounge Jazz“ des SLEEK NOTION TRIO in der neuen Bar sowie an Freitags- und Samstagsvorstellungen im FestSpiel-Club im Studio mit DJ K.Audissey (bekannt vom Dresdner SemperOpernball und der nB ClubNacht)
Dramen, Komödien, Lesungen, Konzerte, Kabarett und Theaterkino – die neue Bühne ist weit mehr als nur ein Theater. 1946 inmitten der Trümmer des 2. Weltkrieges in einer Turnhalle als Provisorium eröffnet, prägt das Haus seit mehr als sieben Jahrzehnten das kulturelle Profil der Stadt Senftenberg. Es ist ein Ort der Begegnungen, der Aufklärung und der Experimente. Senioren- und Jugendtheaterklubs haben sich hier ebenso etabliert wie der Kinderspielclub, das Nachwuchsmusicalensemble und die Klassenzimmerproduktionen. Mit schmalem Budget und enormer Kreativität begleitet es aktuell den urbanen Umbruch Senftenbergs von der Bergarbeiter- zur Hafenstadt. Denn neben dem Stammhaus in der Theaterpassage 1 hat sich auch die weitere Spielstätte, das imposante Amphitheater am Ufer des Senftenberger Sees, längst einen Namen gemacht, der weit über die Region hinausreicht.
Seit September 2017 ist die neue Bühne Senftenberg auch als Landestheater tätig und bespielt den südlichen Brandenburger Raum. Theater für alle, ganz nah an allen.