Margit, gespielt von Jutta Hoffmann, fühlt sich bei der Diakonissenausbildung nicht wohl. Ihre Ansprüche reichen weiter. So wird sie mit Fleiß und Engagement eine erfolgreiche Mathematikerin. Doch allein damit wird sie nicht wirklich glücklich. Sie sehnt sich nach Liebe. Um diesbezüglich Erfüllung zu finden, braucht es allerdings mehrere Anläufe.
Die Filmhandlung wird getragen von einer subtilen Mischung aus ernsten Momenten und hintergründiger Heiterkeit. Dabei zeigt sich eine bemerkenswerte Offenheit, der nichts Menschliches fremd bleibt. In der Geschichte wird über Fragen der weiblichen Emanzipation nicht als abstraktes Konstrukt verhandelt, sondern mit Blick auf komplexe Persönlichkeitsstrukturen.
Über die DEFA-Filmreihe Die DEFA-Filmreihe 2026/27 steht unter dem Titel „Persönliches Glück – gesellschaftliche Herausforderungen”. Die nun schon traditionelle filmische Zeitreise mit Klassikern aus dem DEFA-Studio in Babelsberg stellt in der kommenden Spielzeit in diesem Sinne Fragen nach dem Spannungsverhältnis zwischen beruflicher Herausforderung und subjektivem Glücksanspruch in den Mittelpunkt. Wenn die Filmhandlungen auch in eine vergangene Welt führen, so erweisen sich die verhandelten Konflikte überraschend zeitlos und damit oftmals sehr heutig. Immer wieder ist in diesen Filmen zu erleben, dass einerseits sehr genau und sinnlich erfahrbar Lebensumgebungen und damit Lebensverhältnisse der DDR-Gesellschaft aufgezeigt werden. Darüber hinaus aber sprechen die Filme allgemeinmenschliche Fragen an, deren Wurzeln in die Antike, bis zu den Geschichten der Bibel oder der Philosophie der Aufklärung zurückreichen. Mithin geht es um Formen und Inhalte von Leben schlechthin. Diesen Aspekten werden alle Filme der aktuellen Reihe gerecht.
Dramen, Komödien, Lesungen, Konzerte, Kabarett und Theaterkino – die neue Bühne ist weit mehr als nur ein Theater. 1946 inmitten der Trümmer des 2. Weltkrieges in einer Turnhalle als Provisorium eröffnet, prägt das Haus seit mehr als sieben Jahrzehnten das kulturelle Profil der Stadt Senftenberg. Es ist ein Ort der Begegnungen, der Aufklärung und der Experimente. Senioren- und Jugendtheaterklubs haben sich hier ebenso etabliert wie der Kinderspielclub, das Nachwuchsmusicalensemble und die Klassenzimmerproduktionen. Mit schmalem Budget und enormer Kreativität begleitet es aktuell den urbanen Umbruch Senftenbergs von der Bergarbeiter- zur Hafenstadt. Denn neben dem Stammhaus in der Theaterpassage 1 hat sich auch die weitere Spielstätte, das imposante Amphitheater am Ufer des Senftenberger Sees, längst einen Namen gemacht, der weit über die Region hinausreicht.
Seit September 2017 ist die neue Bühne Senftenberg auch als Landestheater tätig und bespielt den südlichen Brandenburger Raum. Theater für alle, ganz nah an allen.