Auf der Suche nach ein bisschen Glück und in der Hoffnung auf ein besseres Leben geht man so manches Risiko ein. Krabat, ein junger mittelloser Bursche, erhält ein verlockendes Angebot. Der geheimnisvolle Meister der Mühle am Schwarzen Wasser im Koselbruch sucht einen neuen Lehrlingsjungen. Doch Krabat lernt hier nicht nur das Müllerhandwerk, sondern auch die schwarzen Künste. Er muss er kennen, dass dieser Ort seine eigenen finsteren Gesetze hat. Gegen Ende eines jeden Jahres wird die Stimmung der Gesellen trüber und gereizter. Voller Angst erwarten sie den Jahreswechsel. Nach Krabats erstem Lehrjahr ist es sein bester Freund Tonda, den das Los ereilt, in jener Nacht sterben zu müssen. Denn alle Burschen haben einen Pakt mit dem Meister geschlossen. Ihm verfallen, beugen sie sich unter das Joch der geheimen Bruderschaft, das ihnen zwar die Arbeit erleichtert, sie aber auch auf die Mühle bannt. Als Krabat sich in die Kantorka, ein junges Mädchen, verliebt, unterbreitet der Meister ihm ein weiteres Angebot. Wird er der dunklen Verlockung nachgeben oder führt Kantorka ihn zurück in die Welt fernab der Mühle? Fest steht: Der Weg zurück in die Freiheit kann Krabat nicht allein gelingen.
Die sorbische Sage inszeniert Markolf Naujoks als eine große Erzählung mit Live-Musik, Gesang und vielen Bildern. Aus der unheilvollen Wirklichkeit des 30-jährigen Krieges fliehend, erscheint die Welt des Meisters als Sehnsuchtsort und Verhängnis zugleich.
Dramen, Komödien, Lesungen, Konzerte, Kabarett und Theaterkino – die neue Bühne ist weit mehr als nur ein Theater. 1946 inmitten der Trümmer des 2. Weltkrieges in einer Turnhalle als Provisorium eröffnet, prägt das Haus seit mehr als sieben Jahrzehnten das kulturelle Profil der Stadt Senftenberg. Es ist ein Ort der Begegnungen, der Aufklärung und der Experimente. Senioren- und Jugendtheaterklubs haben sich hier ebenso etabliert wie der Kinderspielclub, das Nachwuchsmusicalensemble und die Klassenzimmerproduktionen. Mit schmalem Budget und enormer Kreativität begleitet es aktuell den urbanen Umbruch Senftenbergs von der Bergarbeiter- zur Hafenstadt. Denn neben dem Stammhaus in der Theaterpassage 1 hat sich auch die weitere Spielstätte, das imposante Amphitheater am Ufer des Senftenberger Sees, längst einen Namen gemacht, der weit über die Region hinausreicht.
Seit September 2017 ist die neue Bühne Senftenberg auch als Landestheater tätig und bespielt den südlichen Brandenburger Raum. Theater für alle, ganz nah an allen.