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News-Ticker

Tingel-Tangel – eine Friedrich Hollaender Revue

20.​09.​2026 um Uhr

Der Welthit „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe ein­ge­stellt“ ist bis heute  bekannt und un­wei­ger­lich mit Marlene Dietrich verbunden, die dieses  Lied in dem Film „Blauer Engel“ welt­be­rühmt gemacht hat. Beinah vergessen ist der Mann dahinter, der Text und Musik ge­schrie­ben hat: Friedrich Hol­la­en­der. Er prägte die goldenen 1920er Jahre in Berlin. Als Ka­ba­ret­tist hatte er den Finger am Puls der Zeit, traf unter anderem auf Else Lasker Schüler, Joachim Rin­gel­natz und Kurt Tucholsky. Sein eigenes, er­folg­rei­ches Kabarett-Theater „Tingel-Tangel“ eröffnete er  1931 im Keller des berühmten Berliner „Theater des Westens“. Seine Revuen gehörten zu den Haupt­at­trak­tio­nen des Tages und waren anerkannt für ihre Jazz-musik, witzige Lyrik und freche,  po­li­ti­sche Satire. Un­ver­blümt machte er sich in seinen Pro­gram­men „An allem sind die Juden schuld“ und „Höchste Eisenbahn“ über den schwe­len­den An­ti­se­mi­tis­mus lustig. Bald gelangte er ins Visier der Nazis, was ihn fast sein Leben kostete. Nach deren Macht­er­grei­fung 1933 emi­grier­te Hol­la­en­der, der jüdischer Ab­stam­mung war, aus Deutsch­land über Paris in die USA. Dort eröffnete er die ame­ri­ka­ni­sche Version seines „Tingel-Tangel-Theaters“, konnte al­ler­dings nicht an den großen Erfolg in Deutsch­land anknüpfen. Aus fi­nan­zi­el­ler Not kehrte er wieder zum Film zurück, führte unter anderem auch Regie und begann wieder mit Ver­to­nun­gen von Filmen.
Erst in den 1950er Jahren kehrte Hol­la­en­der nach Deutsch­land zurück und lebte bis zu seinem Tod 1976 in München. Gerade die Zeit der 1920er und 1930er Jahre steht im Zentrum dieser Revue für einen jungen Schau­spie­ler und Sänger, der Chansons wie „Wenn ich mir, was wünschen dürfte“, „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ oder „Johnny, wenn du Ge­burts­tag hast“ wieder aufleben lässt. Außerdem wollen wir einen Blick auf den großen Meister der kleinen Kunst, des Chansons, werfen.   

 
 

Veranstaltungsort

Theater Neue Bühne Senftenberg

Theaterpassage 1
01968 Senftenberg

(03573) 801286
(03573) 792334

E-Mail:
www.theater-senftenberg.de

Öffnungszeiten:

Dramen, Komödien, Lesungen, Konzerte, Kabarett und Theaterkino – die neue Bühne ist weit mehr als nur ein Theater. 1946 inmitten der Trümmer des 2. Weltkrieges in einer Turnhalle als Provisorium eröffnet, prägt das Haus seit mehr als sieben Jahrzehnten das kulturelle Profil der Stadt Senftenberg. Es ist ein Ort der Begegnungen, der Aufklärung und der Experimente. Senioren- und Jugendtheaterklubs haben sich hier ebenso etabliert wie der Kinderspielclub, das Nachwuchsmusicalensemble und die Klassenzimmerproduktionen. Mit schmalem Budget und enormer Kreativität begleitet es aktuell den urbanen Umbruch Senftenbergs von der Bergarbeiter- zur Hafenstadt. Denn neben dem Stammhaus in der Theaterpassage 1 hat sich auch die weitere Spielstätte, das imposante Amphitheater am Ufer des Senftenberger Sees, längst einen Namen gemacht, der weit über die Region hinausreicht. 

 

Seit September 2017 ist die neue Bühne Senftenberg auch als Landestheater tätig und bespielt den südlichen Brandenburger Raum. Theater für alle, ganz nah an allen. 

 
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