Pünktlich zum 1. Juli 2026 hat die neue Rettungswache in Lauchhammer-Ost planmäßig ihren Betrieb aufgenommen.
OSL-Landrat Alexander Erbert, der Erste Beigeordnete Robert Weidner sowie Tom Lehnert, Geschäftsführer der Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH (RDNL), nutzten den ersten Betriebstag für einen Besuch vor Ort.
Sie wünschten Wachleiterin Kathrin Feike, ihrer Stellvertreterin Daniela Scholz und dem Team einen erfolgreichen Start und informierten sich bei einem Rundgang über die nun bezogenen Räumlichkeiten sowie den in den vergangenen Tagen abgeschlossenen Umzug. Als kleine Aufmerksamkeit für die Mitarbeitenden überreichten sie Kaffee sowie Pfannkuchen und Spritzringe, die den Start am neuen Standort symbolisch versüßen sollten.
Begleitet wurde der Besuch auch von Steffen Maibaum vom Team der Katastrophenschutz-Schnelleinsatzeinheit Sanität (SEE Sanität). Zu den ersten Gratulanten vor Ort gehörten später auch die Mitarbeitenden des Sachgebietes Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz sowie Zivilschutz des Landkreises OSL unter Leitung von Sachgebietsleiterin Claudia Noack.
Intensiver Umzug parallel zum Einsatzdienst
Hinter Wachleiterin Kathrin Feike und ihrem Team liegen arbeitsreiche Tage. Parallel zum laufenden Rettungsdienst galt es, die bisherige Rettungswache in der Friedensstraße in das neue Gebäude in der Lindenstraße 5 umzuziehen.
Nachdem bereits in den vergangenen Tagen und Wochen Material und Ausstattung an den neuen Standort gebracht worden waren, folgte am 30. Juni die entscheidende Umzugsphase. Dabei wurden unter anderem die Leitstellen- und Informationstechnik, die Einsatzfahrzeuge sowie die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden an den neuen Standort verlegt. Gleichzeitig erfolgten die Abmeldung des bisherigen und die Anmeldung des neuen Standortes – eine wesentliche Voraussetzung für den nahtlosen Übergang der Alarmierungsabläufe und des Einsatzbetriebs. In den kommenden Tagen werden noch letzte Umzugskartons ausgepackt und Restarbeiten abgeschlossen.
Dass der Umzug erfolgreich verlief, zeigte sich unmittelbar: Bereits am Dienstagabend, 30. Juni, rückte um 18.30 Uhr der erste Einsatz aus der neuen Fahrzeughalle aus. Seitdem hat das Team bereits mehrere Einsätze erfolgreich absolviert. Wachleiterin Kathrin Feike bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitarbeitenden sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die den reibungslosen Umzug und den nahtlosen Übergang in den Dienstbetrieb ermöglicht haben.
Investition in die Zukunft des Rettungsdienstes
Die bisherige Rettungswache war seit 1982 in Betrieb und entsprach den heutigen Anforderungen an einen modernen Rettungsdienst schon seit längerer Zeit nicht mehr. Nach einer umfassenden Standortanalyse hatte der Kreistag bereits 2019 den Grundsatzbeschluss für einen Neubau am heutigen Standort gefasst.
Mit einer Gesamtinvestition von rund 9,2 Millionen Euro hat der Landkreis Oberspreewald-Lausitz eine zukunftsfähige Infrastruktur geschaffen, die den Anforderungen des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes gleichermaßen gerecht wird. Unter einem Dach werden künftig die Rettungswache der Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH sowie die Schnelleinsatzeinheit Sanität (SEE Sanität) des DRK-Kreisverbandes Lausitz e. V. untergebracht sein.
Herzstück des Neubaus ist eine Fahrzeughalle für den Rettungsdienst mit sechs Stellplätzen sowie einer separaten Waschhalle. Ergänzt wird das Gebäude durch moderne Aufenthalts-, Ruhe- und Diensträume, einen Notarztraum, Umkleide- und Sanitärräume, großzügige Lagerflächen sowie technische Betriebsräume. Insgesamt bietet der Standort Platz für bis zu 45 Mitarbeitende im Schichtdienst.
„Mit der neuen Rettungswache verbessern sich unsere Arbeitsbedingungen in vielerlei Hinsicht. Die funktional geplanten Räumlichkeiten, kurze Wege sowie die moderne Ausstattung erleichtern unseren Arbeitsalltag spürbar. Besonders freuen wir uns über das neue Lehrkabinett für die Ausbildung, moderne Fahrzeuggaragen mit direktem Anschluss an die Umkleide- und Lagerräume sowie den Waschplatz, moderne Aufenthaltsräume, PC-Arbeitsplätze als auch die enge Nachbarschaft zur Schnelleinsatzeinheit Sanität.“ sagt Wachleiterin Kathrin Feike.
Zweitgrößte Rettungswache im Landkreis
Die Rettungswache Lauchhammer ist die zweitgrößte Rettungswache im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und zugleich eine von drei Lehrrettungswachen. Derzeit sind hier 40 Mitarbeitende beschäftigt, darunter fünf Auszubildende. Zudem erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen vom Standort Jannowitz.
Jährlich absolvieren die Einsatzkräfte rund 4.530 Einsätze. Zum Fuhrpark gehören ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), zwei Rettungswagen (RTW), ein Reserve-Rettungswagen sowie ein Krankentransportwagen (KTW) einschließlich Reservefahrzeug. Sämtliche Fahrzeuge verfügen über moderne Medizintechnik, digitale Einsatzunterstützung und eine zeitgemäße Ausstattung, um eine bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen.
Rettungsdienst und Katastrophenschutz unter einem Dach
Eine besondere Stärke des Neubaus ist die enge Verzahnung von Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Neben der Rettungswache wird künftig auch die für den südlichen Landkreis zuständige Schnelleinsatzeinheit Sanität (SEE Sanität) des DRK-Kreisverbandes Lausitz e. V. ihren Standort in dem Gebäudekomplex haben.
Für die Einsatzkräfte stehen moderne Aufenthalts-, Umkleide- und Sanitärräume sowie Lagerflächen zur Verfügung. Eine separate Fahrzeughalle bietet Platz für sechs Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes. Der Umzug der SEE Sanität wird in den kommenden Wochen erfolgen.