Jubiläum würdigt dreieinhalb Jahrzehnte touristischer Entwicklung, regionaler Zusammenarbeit und den Blick auf die Zukunft des Spreewaldes.
Der Tourismusverband Spreewald blickt in diesem Jahr auf 35 Jahre erfolgreiche Arbeit für eine der bekanntesten Natur- und Kulturlandschaften Deutschlands zurück. Seit seiner Gründung begleitet der Verband die touristische Entwicklung des Spreewaldes, vernetzt Akteure der Region und trägt dazu bei, die Destination weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekannt zu machen.
Die Idee, den Spreewald gemeinsam touristisch zu entwickeln und zu vermarkten, reicht dabei weit zurück. Bereits im Jahr 1886 gründeten Vertreter verschiedener Spreewaldorte einen ersten Spreewaldverein. Die offizielle Gründung des heutigen Tourismusverbandes erfolgte im Jahr 1991 als Fremdenverkehrsverband Spreewald e. V. – in einer Zeit des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aufbruchs nach der deutschen Wiedervereinigung.
Was damals mit dem Ziel begann, den Tourismus als neuen Wirtschaftszweig zu etablieren und die Region im Wettbewerb der Reiseziele zu positionieren, entwickelte sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer professionellen Destinationsorganisation. Gemeinsam mit Kommunen, touristischen Leistungsträgern, Vereinen, Unternehmen und zahlreichen Partnern wurde der Spreewald zu einer der bedeutendsten Urlaubsregionen Ostdeutschlands entwickelt.
Zu den frühen Meilensteinen zählt die Entwicklung des Gurkenradweges, der bis heute zu den bekanntesten touristischen Angeboten der Region gehört. Mit dem Bezug des „Hauses des Tourismus“ in Raddusch erhielt der Verband im Jahr 1998 eine zentrale Anlaufstelle für seine Arbeit und die touristische Entwicklung der Region. Bereits ein Jahr später ging mit spreewald.de die erste zentrale Internetplattform der Destination online und legte den Grundstein für die digitale Vermarktung des Spreewaldes.
Heute steht der Spreewald für naturnahe Erlebnisse, regionale Kulinarik, gelebte Traditionen und Erholung. Millionen Tages- und Übernachtungsgäste besuchen die Region jedes Jahr, um die einzigartige Fließlandschaft, die sorbische/wendische Kultur und die besondere Lebensart kennenzulernen. Auch erfolgreiche Film- und Fernsehproduktionen, allen voran der „Spreewaldkrimi“, haben dazu beigetragen, die besondere Atmosphäre des Spreewaldes einem breiten Publikum näherzubringen und die Region bundesweit bekannt zu machen. Gleichzeitig tragen Veranstaltungen wie der Spreewaldmarathon und die Sagennacht dazu bei, die touristische Strahlkraft des Spreewaldes zu stärken und Gäste für den Spreewald zu begeistern.
Die hohe Bekanntheit und Attraktivität der Destination spiegeln sich auch in aktuellen Marktforschungsdaten wider. Die Studie „Destination Brand 2025“ bescheinigt dem Spreewald einen herausragenden Stellenwert im Deutschlandtourismus. Beim ungestützten Bekanntheitsgrad für Kurzurlaubsreisen belegt der Spreewald Rang 36 unter den deutschen Kurzurlaubsdestinationen und ist damit die bekannteste touristische Destination Brandenburgs. Auch bei den Sympathiewerten sowie der Besuchsbereitschaft für Kurz- und Urlaubsreisen erreicht der Spreewald jeweils den Spitzenplatz innerhalb Brandenburgs. Die Ergebnisse unterstreichen eindrucksvoll die Strahlkraft des Spreewaldes und zeigen, wie erfolgreich sich die Region in den vergangenen 35 Jahren als touristische Marke etabliert hat.
Ein besonderer Erfolg in der jüngeren Verbandsgeschichte war die Auszeichnung des Spreewaldes als erste Qualitätsregion Deutschlands im Jahr 2018. Sie steht beispielhaft für das gemeinsame Engagement von Tourismusverband, touristischen Betrieben, Kommunen und Partnern, die Qualität und Gastfreundschaft der Region kontinuierlich weiterzuentwickeln.
„35 Jahre Tourismusverband Spreewald stehen für 35 Jahre Zusammenarbeit, Engagement und Leidenschaft für unsere Region. Dieser Erfolg ist das Ergebnis des gemeinsamen Wirkens vieler Menschen, Unternehmen und Institutionen, die den Spreewald mitgestaltet und weiterentwickelt haben“, sagt Harald Altekrüger, langjähriger Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Spreewald.
Der Blick richtet sich dabei nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn. Mit Projekten zur naturverträglichen Besucherlenkung, der digitalen Weiterentwicklung touristischer Angebote, der Stärkung regionaler Wertschöpfung sowie der strategischen Ausrichtung auf einen zukunftsfähigen Tourismus stellt sich die Region den Herausforderungen der kommenden Jahre. Grundlage dafür ist die enge Zusammenarbeit mit Kommunen, touristischen Leistungsträgern, Unternehmen und weiteren Partnern, die den Spreewald gemeinsam stärken und zukunftsfähig gestalten.
Ein bedeutender Impuls für die Zukunft wurde Ende 2025 gesetzt: Mit dem STARK-Förderprojekt des Bundes werden die Weichen für die Weiterentwicklung der Destination und eine zukunftsfähige Tourismusorganisation gestellt.
„Mit dem STARK-Projekt schaffen wir bereits heute die Grundlagen für den Tourismus von morgen. Unser Ziel ist es, den Spreewald als lebenswerte Heimat und attraktive Reiseregion nachhaltig weiterzuentwickeln und den Tourismusverband organisatorisch, strategisch und digital zukunftsfähig aufzustellen. Nur wenn wir uns frühzeitig den Veränderungen im Markt stellen, können wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Destination langfristig sichern und die Chancen für die gesamte Region nutzen“, betont Helmut Wenzel, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Spreewald.
Gleichzeitig setzt der Verband mit Projekten wie „Green Boat“ und innovativen Augmented-Reality-Anwendungen neue Impulse für einen verantwortungsvollen Tourismus. Maßnahmen zur Besucherlenkung und digitale Angebote tragen dazu bei, Naturerlebnis und Naturschutz im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald nachhaltig miteinander zu verbinden.
Das 35-jährige Jubiläum ist daher nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch ein Moment des Dankes und des Übergangs. Der Tourismusverband Spreewald bedankt sich bei allen Mitgliedern, Partnern, Gastgebern, Mitarbeitenden und Unterstützern, die die Entwicklung der Region in den vergangenen Jahrzehnten begleitet und geprägt haben.
Im Rahmen des Jubiläums werden zudem langjährige und prägende Persönlichkeiten des Verbandes verabschiedet. Der bisherige Landrat des Landkreises Spree-Neiße, Harald Altekrüger, übergibt nach vielen Jahren engagierter Arbeit den Vorsitz des Tourismusverbandes an Helmut Wenzel. Gleichzeitig übernimmt der neu gewählte Landrat des Landkreises Spree-Neiße, Martin Heusler, dessen Platz im Vorstand.
Auch das langjährige Vorstandsmitglied Siegurd Heinze, bisheriger Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, wird aus dem Vorstand verabschiedet. Seine Nachfolge tritt der neu gewählte Landrat Alexander Erbert an.
Der Tourismusverband Spreewald bedankt sich bei Harald Altekrüger und Siegurd Heinze für ihr langjähriges Engagement, ihre Unterstützung und ihren wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Reiseregion Spreewald. Gleichzeitig freut sich der Verband auf die Zusammenarbeit mit den neuen Vorstandsmitgliedern Martin Heusler und Alexander Erbert und auf die gemeinsame Gestaltung der Zukunft des Spreewaldes.
Zusammen soll die Erfolgsgeschichte des Spreewaldes auch künftig fortgeschrieben werden – als lebenswerte Heimat für die Menschen der Region, als starker Wirtschafts- und Tourismusstandort und als authentisches Reiseziel für Gäste aus dem In- und Ausland.
Quelle: Pressemitteilung Tourismusverband Spreewald