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News-Ticker

„Teens vs. Wild“: Jugendliche aus dem Landkreis meistern Survival-Abenteuer – neue Runde für 2026 geplant

Meldung aus Senftenberg
Intro „Teens vs. Wild“ 2025 (Bild: Schlupfwinkel & Lausitzer Bildungsgesellschaft e. V. mit dem Projektbüro für Kinder und Jugendarbeit in OSL) (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Intro „Teens vs. Wild“ 2025 (Bild: Schlupfwinkel & Lausitzer Bildungsgesellschaft e. V. mit dem Projektbüro für Kinder und Jugendarbeit in OSL)

Wie fühlt es sich an, mehrere Tage nur mit dem auszukommen, was man selbst organisiert? Wie baut man einen sicheren Schlafplatz im Wald, entfacht ein Feuer oder sorgt für sauberes Trinkwasser? Acht Jugendliche aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz haben genau das ausprobiert – beim Projekt „Teens vs. Wild“. Eine mehrteilige Videoreihe zu ihrem Abenteuer wird nun auf dem YouTube-Kanal des Projekts veröffentlicht. Seit dem 1. März können Interessierte auf YouTube in insgesamt 5 Folgen miterleben, wie die Teams das Abenteuer gemeistert haben.

 

Für fünf Tage wurden die Jugendlichen im September 2025 in der Natur Schwedens ausgesetzt – in vier Zweier-Teams, ausgestattet nur mit einer begrenzten Grundausstattung und dem Wissen aus mehreren Vorbereitungscamps. Ihre Aufgabe: in der Wildnis zurechtkommen, gemeinsam Lösungen finden und Verantwortung füreinander übernehmen. Die Jugendlichen bauten eigene Unterschlüpfe, machten Feuer, bereiteten Mahlzeiten zu und organisierten ihr Leben fernab von Komfort und Alltag. Das Ergebnis des Projektes: Jugendliche, die über sich hinausgewachsen sind, gemeinsam fürs Leben gelernt haben und sich selbst kennengelernt haben – und das alles abseits vom schulischen Unterricht.

Gleichzeitig dokumentierten sie ihre Erfahrungen selbst mit Kameras. Aus dem Videomaterial entstand eine mehrteilige Videoreihe, die als Abschluss des Projektes am 15. Februar 2026 in einer Filmpremiere gemeinsam mit den Jugendlichen, Freunden, Erziehungsberechtigten und Bekannten gezeigt wurde.

 

Idee von Jugendlichen – entwickelt über mehrere Jahre

Das Projekt „Teens vs. Wild“ ist Bestandteil der Jugendarbeit des Schlupfwinkel & Lausitzer Bildungsgesellschaft e. V. und wird durch das Jugendamt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, den Lausitzer Wege e. V., den AWO Bezirksverband Brandenburg Süd e.V. – Makerkutsche und einzelne Privatpersonen gefördert und unterstützt.

Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie Jugendarbeit im Landkreis funktioniert: Ideen kommen von jungen Menschen selbst. Inspiriert von bekannten Survival-Formaten im Internet äußerten Jugendliche aus der Region bereits vor einigen Jahren den Wunsch, ein ähnliches Abenteuer selbst zu erleben. Gemeinsam mit Fachkräften der Jugendarbeit wurde aus dieser Idee ein konkretes Konzept entwickelt.

Rund drei Jahre lang wurde geplant, diskutiert und vorbereitet. Dabei standen viele Fragen im Raum: Wo kann ein solches Projekt überhaupt stattfinden? Wie lässt sich Sicherheit gewährleisten? Und welche Fähigkeiten brauchen Jugendliche, um mehrere Tage allein in der Natur zu bestehen?

Die Suche nach einem geeigneten Ort führte schließlich nach Südschweden. Anders als in bekannten Online-Formaten lag der Fokus nicht auf spektakulären Orten, sondern auf Orten, die den Jugendlichen ein sicheres Erleben dieses Survival-Projektes ermöglichen.

Die Planung und Durchführung des Projektes liegen in den Händen von Projektleiter Marc Räder vom Schlupfwinkel & Lausitzer Bildungsgesellschaft e. V.. Zusammen mit einem mehrköpfigen Team aus Jugendsozialarbeitenden und freiwilligen Unterstützenden betreut und begleitet er die Jugendlichen, führt die Absprachen mit Erziehungsberechtigten und kümmert sich um Transport und Logistik.

 

Intensive Vorbereitung

Bevor das Abenteuer beginnen konnte, mussten sich die Jugendlichen zunächst bewerben: Zehn Interessierte reichten Bewerbungsvideos ein, neun nahmen anschließend an mehreren Vorbereitungscamps teil, und acht stellten sich schließlich der Herausforderung in der schwedischen Wildnis. In intensiven Wochenendcamps bereiteten sich die Teilnehmenden umfassend auf das Projekt vor und trainierten zentrale Survival-Fähigkeiten wie Feuer machen, den Bau von Unterschlüpfen, Orientierung im Wald, das Beschaffen von Trinkwasser, Erste Hilfe sowie den Umgang mit Wetter und unvorhersehbaren Situationen. Gleichzeitig standen Selbstreflexion, Teamarbeit und das Einschätzen der eigenen Grenzen im Mittelpunkt. Durch praktische Aufgaben, kleine Prüfungen, Tagebücher und Hausaufgaben konnten die Jugendlichen ihre Fähigkeiten erproben und gemeinsam mit den Betreuenden beurteilen, ob sie der Herausforderung gewachsen sind. Zugleich gestalteten sie das Projekt aktiv mit: „Wir haben von Anfang an offen kommuniziert, dass dieses Projekt auf Basis ihrer Ideen umgesetzt wird“, erklärt Projektleiter Marc Räder. So wurden zentrale Punkte – von der Teamgröße über die Grundausstattung bis hin zu den Kameras – gemeinsam geplant, während das Projektteam die pädagogische Begleitung übernahm. 

 

Fünf Tage auf sich gestellt

Am 18. September 2025 startete schließlich das eigentliche Abenteuer. Erst kurz zuvor erfuhren die Jugendlichen, in welches Land die Reise gehen würde. Von Brandenburg aus ging es mit dem mehrköpfigen Organisationsteam per Auto über mehr als zehn Stunden nach Südschweden. Dort wurden die Teams per Boot an verschiedene Plätze im Wald gebracht. Jedes Team erhielt einen klar abgegrenzten Bereich, in dem es sich bewegen durfte.

Die Teilnehmenden waren grundsätzlich auf sich gestellt – jedoch nie ohne Sicherheitskonzept. Jedes Team verfügte über ein Kommunikationsgerät, über das täglich eine kurze Statusmeldung gesendet werden musste. Zusätzlich gab es einen Notfallknopf für den Ernstfall sowie eine Rettungskette vor Ort. Betreuerinnen und Betreuer hielten sich in der Umgebung auf und hätten im Notfall schnell eingreifen können.

Die Jugendlichen mussten in dieser Zeit viele Entscheidungen selbst treffen: Wo bauen wir unseren Shelter? Wie teilen wir unsere Nahrung ein? Wie gehen wir mit Kälte, Müdigkeit oder Unsicherheit um?

„Die Jugendlichen wachsen in dieser Woche enorm. Sie lernen, für sich selbst und für ihr Team Verantwortung zu übernehmen“, sagt Projektleiter Marc Räder „Sie haben gelernt, sich selbst zu beobachten und einzuschätzen, für sich zu sorgen und zu planen. Das ist es wert, ein solch aufwendiges Projekt in der Jugendarbeit zu machen. So einen Erfahrungszugewinn und persönliches Wachstum schafft man in der gleichen Zeit hier vor Ort nicht. Es ist toll, dass die Kids – auch in den heutigen Zeiten - noch Lust und Mut haben, rauszufahren und die Welt zu erkunden. Gerade als Jugendlicher hat man die Zeit, so etwas auszuprobieren. Beeindruckt hat mich aber auch, wie dankbar und wertschätzend die Jugendlichen auf das Projekt und unser Team reagiert haben, die das Abenteuer unter pädagogischen und Aufsichtsmaßnahmen begleitet haben. Sie haben uns als wertvolles Backup im Hintergrund geschätzt, dass sie unterstützt, auf dass sie sich verlassen können und das mit ihnen gemeinsam daran arbeitet, dass sie diese persönliche Herausforderung schaffen können.“

 

 

Fortsetzung im Jahr 2026 geplant: Teilnehmende und Unterstützer gesucht

Nach dem erfolgreichen ersten Durchgang soll das Projekt auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Für die nächste Survival-Tour für den Zeitraum vom 17. bis 23. September 2026 werden bereits neue Teilnehmende gesucht.

Jugendliche ab 14 Jahren aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz können sich bis zum 17. April 2026 mit einem kurzen Video bewerben. Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei und für Mädchen, Jungen und Jugendliche mit Einschränkungen – kurzum: für alle Jugendlichen – möglich. 

Neben neuen Teilnehmenden sucht das Projekt auch weiterhin Unterstützung. Ehrenamtliche Hilfe, aber auch finanzielle Förderer werden gesucht, um das Projekt langfristig fortzuführen.

Alle Informationen zum Projekt, zur Bewerbung sowie zur Videoreihe sind online auf der Projektwebseite verfügbar. Wer sich noch unsicher ist oder Fragen hat, kann sich an Projektleiter Marc Räder wenden. 

 

 

Weitere Informationen:

YouTube: www.youtube.com/@TeensvsWild

Instagram: www.instagram.com/teensvswild

Projektseite: https://schlupfwinkel-weisswasser.de/projektbuero-osl/teensvswild/

 

Kontakt:

Schlupfwinkel & Lausitzer Bildungsgesellschaft e. V.

Projektbüro für Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis OSL

Chransdorfer Straße 2a

01983 Großräschen

 

 

Über die Jugendförderung des Landkreises OSL

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ermöglicht mit mehreren Richtlinien die Förderung der Jugendhilfe. Das Projekt „Teens vs. Wild“ wird gefördert über die „Richtlinie 5: Förderung von Angeboten der sozialpädagogisch orientierten Gruppenarbeit“. Ziel ist es, junge Menschen im Alter von 10 bis unter 21 Jahren durch gemeinschaftliche Aktivitäten in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung zu stärken. Gefördert werden entsprechende Projekte von öffentlichen sowie anerkannten freien Trägern der Jugendhilfe im Landkreis. Die finanzielle Unterstützung umfasst unter anderem Mittel für Ausstattung, Programmkosten pro Teilnehmer sowie – sofern erforderlich – Honorare für externe Fachkräfte. Alternativ kann eine Förderung auch als Fehlbedarfsfinanzierung erfolgen. Voraussetzung ist eine vorherige Antragstellung mit einer inhaltlichen Konzeption der geplanten Maßnahme.

Informationen dazu unter www.osl-online.de