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News-Ticker

Herausfordernde Winterwitterung: Untere Jagdbehörde bittet um Rücksichtnahme auf Wildtiere

Meldung aus Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Die aktuelle Witterung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit Frost, Schnee und Eis verlangt uns allen - auch den heimischen Wildtieren derzeit vieles ab. Die untere Jagdbehörde des Landkreises appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, bei Waldspaziergängen besondere Rücksicht zu nehmen.

In den Wintermonaten fahren Wildtiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine ihren Stoffwechsel auf ein Minimum herunter, um Energie zu sparen. Nahrung ist unter der aktuellen Schnee- oder Eisschicht schwer zu finden. 
Jede Störung, sei es durch abseits der Wege laufende Personen oder stöbernde Hunde, versetzt die Tiere in Fluchtbereitschaft. Diese Fluchten verbrauchen lebenswichtige Energiereserven, die bei der derzeitigen Nahrungsknappheit nur beschwerlich wieder aufgefüllt werden können. Dazu kommt das derzeit deutlich erhöhte Verletzungsrisiko aufgrund der Witterungsbedingungen. Ja, auch Wildtiere können ausrutschen und sich Knochen brechen.

 

Appell an Waldbesuchende und Menschen mit Hund
Um das Wild in dieser kritischen Wetterphase zu entlasten, bittet die untere Jagdbehörde um Beachtung folgender Punkte:

  • Waldspaziergänge möglichst vermeiden

  • Wege nicht verlassen: Bleiben Sie bei Ihren Wanderungen und Spaziergängen auf den ausgewiesenen Waldwegen.

  • Hunde an die Leine: Frei laufende Hunde, die den Wegen fernbleiben, bedeuten für das Wild massiven Stress und akute Lebensgefahr. Bitte führen Sie Ihre Hunde im Wald und in Waldnähe unbedingt an der Leine.

  • Dämmerungszeiten meiden: Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Waldbesuche in den frühen Morgenstunden oder in der Abenddämmerung, da dies die Hauptaktivitätszeiten der Tiere sind.

 

Die untere Jagdbehörde des Landkreises (und sicherlich auch alle Wildtiere) dankt Ihnen für die Rücksichtnahme.

 

Die untere Jagdbehörde steht zudem im engen Kontakt mit der Jägerschaft im Landkreisgebiet, um gegeben falls erforderliche, besondere Unterstützungsmaßnahmen für die Wildtiere einschätzen zu können. Die Jägerschaft wurde zudem sensibilisiert, die Jagd auf ein Mindestmaß zu reduzieren und Drück- und Bewegungsjagden nach Möglichkeit zu unterlassen. Auch diese Sensibilisierungsmaßnahmen und das besonnene Arbeiten der Jägerinnen und Jäger trägt zur Reduzierung von Unfall- und Stressgefahren bei den Wildtieren bei.