Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, haben der Landkreis Oberspreewald-Lausitz und der Industriepark Lausitz am Ehrenmal in Schwarzheide gemeinsam der Opfer des Holocaust gedacht. Die Veranstaltung erinnerte an das Außenlager des KZ Sachsenhausen in unmittelbarer Nähe des damaligen Hydrierwerks Brabag, in dem viele deportierte Häftlinge als Zwangsarbeiter untergebracht waren.
Ein besonderer Moment war der Beitrag der 13 Auszubildenden zum Chemikanten des Jahrgangs 2025 aus dem Industriepark Lausitz. Sie stellten das Einzelschicksal von Alfred Kantor vor und zeigten damit, wie wichtig die Pflege der Erinnerungskultur am Standort Schwarzheide ist.
An der Gedenkveranstaltung nahmen Landrat Siegurd Heinze, Kreistagsvorsitzende Martina Gregor-Ness sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teil. Musikalisch wurde die Veranstaltung von den Schwarzheider Musikanten begleitet.
Gemeinsam legten die Teilnehmenden Kränze nieder, hörten bewegende Musikbeiträge und Erinnerungsreden – ein stilles, aber eindrucksvolles Zeichen gegen das Vergessen.
Auch in zahlreichen Kommunen des Landkreises haben am 27. Januar Gedenk- und Erinnerungsveranstaltungen stattgefunden. Es ist unser aller Pflicht, die Erinnerung an das Grauen wach zu halten und an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Ein Vergessen darf es nie geben, einen Missbrauch der Erinnerungen ebenso wenig.