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News-Ticker

Vier weitere Projekte für die Strukturentwicklung in der Lausitz

Meldung aus Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Pressemitteilung

Staatskanzlei Brandenburg

10.12.2025

 

Strukturentwicklung Lausitz
Vier weitere Projekte für die Strukturentwicklung in der Lausitz
Attraktive Freizeit- und Betreuungsangebote: Die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) der Landesregierung zur Lausitzer Strukturentwicklung hat vier weitere Projekte mit einer Gesamtinvestitionssumme von mehr als 21 Millionen Euro bestätigt. Jetzt können die Förderanträge dafür bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gestellt werden. Damit steigt die Zahl der durch die IMAG bestätigten Strukturstärkungsprojekte auf 90.


Die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, betonte: „Die vier Projekte, die heute beschlossen wurden, steigern die Attraktivität der Lausitz durch neue Betreuungs- und Freizeitangebote. Diese Investitionen sind wichtig. Wir schaffen momentan mehr Arbeitsplätze, als durch das Ende der Kohleverstromung verloren gehen. Das Jahr 2025 schließen wir mit 90 erfolgreichen Projekten im Rahmen des Strukturwandels ab. Mein Dank gilt all den Menschen in der Region, die mit viel Engagement dazu beigetragen haben, diese Projekte zu entwickeln, umzusetzen und schließlich zu realisieren. Der Strukturwandel wird so immer sichtbarer. Ich blicke daher mit Zuversicht auf 2026, das Jahr, in dem die erste Förderperiode endet.“


Der Lausitz-Beauftragte des Ministerpräsidenten und IMAG-Vorsitzende, Dr. Klaus Freytag, sagte: „Vor knapp 5 Jahren sind wir mit den zwei Startprojekten, Campus IBA-Terrassen und Neue Bühne Senftenberg, ins Rennen gegangen. Heute blicken wir auf eine enorme Vielfalt an Vorhaben, von der wirtschaftsnahen Infrastruktur bis hin zur öffentlichen Fürsorge. Unser Imagefilm spricht von einer Gewinnerregion, das würde ich mit den bisherigen Ergebnissen klar unterstreichen. Ich hoffe, dass die Lausitzerinnen und Lausitzer den Strukturwandel mehr und mehr als Chance begreifen. Wir dürfen nun nicht müde werden und uns auf den Ergebnissen ausruhen. Klar ist, dass Strukturwandel nicht nach 5 Jahren abgeschlossen sein kann. Die einschneidenden Veränderungen in der Braunkohleindustrie stehen uns noch bevor.“

 

Die Projekte im Einzelnen:
Modernisierung der Ganzkuppelprojektion im Planetarium Cottbus
Mit neuer Technik soll Brandenburgs größtes Planetarium zu einem der modernsten Europas werden. Dort wird nicht nur Wissen über Astronomie und Naturwissenschaften vermittelt. Das Planetarium ist auch ein kultureller Erlebnisort. Wie in den Planetarien weltweit spielt auch in Cottbus die sogenannte immersive Kunst eine besondere Rolle. Dabei tauchen die Gäste mittels digitaler Technik in neue Welten ein. Dank Digitalprojektoren und Audiosystemen werden 360-Grad-Erlebnisse geschaffen. Die ganze Kuppel wird zum Erlebnisraum. In Cottbus ist die Technik dafür nicht mehr auf dem neuesten Stand und muss in großen Teilen ausgetauscht werden.


Kapazitätserweiterung durch Kita-Neubau in Guben (Spree-Neiße)
Die Stadt Guben schafft attraktive Rahmenbedingungen für den Zuzug und will Arbeits- und Fachkräfte langfristig binden. Dazu gehören attraktive Angebote für Familien und die Betreuung von Kindern. Hinter der historischen Villa „Lehmann“ in der Alten Poststraße 63 will die Stadt eine Kita mit 95 Plätzen errichten. Geplant ist dort unter anderem eine bilinguale Gruppe, in der Kinder deutsch und polnisch sprechen. 


Neubau eines Hortes in Schönewalde (Elbe-Elster)
Schönewalde baut einen neuen Hort mit Platz für 150 Kinder. Inhaltlich wird das Betreuungsangebot auf die MINT-Bildung ausgerichtet. Das Vorhaben steht in Zusammenhang mit dem Ausbau des Bundeswehrstandortes Fliegerhorst Holzdorf, infolgedessen Hunderte Soldatinnen und Soldaten mit ihren Familien in die Region ziehen werden. 


Beschaffung eines Fahrgastschiffes im Gewässerverbund Lausitzer Seenland
Mit einem Ausflugsschiff will der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg künftig einen touristischen Linienverkehr und Charterfahrten anbieten und den nachhaltigen Tourismus stärken. Heimathafen des Fahrgastschiffes soll der Stadthafen Senftenberg sein.

 

Siegurd Heinze, Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz: „Die Entscheidung der Interministeriellen Arbeitsgruppe (IMAG) ist ein starkes Signal für das Lausitzer Seenland. Mit der Bestätigung unseres Vorhabens rückt ein Fahrgastschiff für die Restlochkette endlich in greifbare Nähe. Das gibt uns Rückenwind, um die touristische Entwicklung konsequent weiterzudenken. Jetzt haben wir die Chance, das Seenland über alle fünf Seen hinweg auch per Schiff erlebbar zu machen. Mit der Finalisierung des Seenverbundes im kommenden Jahr wird das Schiff ein Baustein dafür sein, dass das Lausitzer Seenland zu einem echten, zusammenhängenden Wasserrevier wachsen kann. Danke an alle Unterstützer, auch und vor allem auf Landesebene, die eine Bewilligung des Fahrgastschiffes durch die Wirtschaftsregion Lausitz und die IMAG ermöglicht haben.“

 

Detlev Wurzler, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg: „Der Zweckverband LSB begrüßt die Entscheidung der IMAG, das beantragte Fahrgastschiff fördern zu wollen. Sie drückt in besonderer Weise die Unterstützung des Landes Brandenburg für die touristische Entwicklung des Lausitzer Seenlandes und das große Vertrauen in die Arbeit des Zweckverbands aus. Dafür bedanken wir uns. Unmittelbar vor der für das Jahr 2026 erwarteten Freigabe des Sedlitzer Sees und damit dem Verbund von fünf Seen wird mit dem Fahrgastschiff ein deutliches Zeichen zum weiteren Ausbau der touristischen Infrastruktur des Seenlandes gesetzt. Mit dem positiven Votum beginnt zugleich die herausfordernde Arbeit der Umsetzung des Projekts. Dieser wird sich der Zweckverband mit aller Kraft widmen.“