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News-Ticker

„NEIN zu Gewalt an Frauen“ – OSL setzt zum Gedenktag erneut sichtbares Zeichen

Meldung aus Landkreis Oberspreewald-Lausitz
OSL-Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte Kerstin Lange (Bild: Landkreis OSL/Nora Bielitz) (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: OSL-Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte Kerstin Lange (Bild: Landkreis OSL/Nora Bielitz)

Jährlich rund um den 25. November wehen anlässlich des Aktions- und Gedenktages „NEIN zu Gewalt an Frauen“ weltweit Fahnen mit den Botschaften „Frei leben ohne Gewalt“ und „Wir sagen NEIN zu Gewalt an Frauen!“. Sie setzen ein sichtbares Zeichen gegen jede Form von Gewalt. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz beteiligt sich seit inzwischen 23 Jahren an der bundesweiten Fahnenaktion, die von der gemeinnützigen Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes ins Leben gerufen wurde.

Vom 25. bis 28. November 2025 werden an den Verwaltungsstandorten der Kreisverwaltung in Senftenberg (Dubinaweg) sowie Calau (Gottschalk-Straße) erneut die Fahnen mit der Aufschrift „Wir sagen NEIN zu Gewalt gegen Frauen!“ gehisst. Neben der Kreisverwaltung setzen weitere Einrichtungen im Landkreis ein Zeichen – darunter das Mehrgenerationenhaus „ILSE“ in Großräschen sowie das Frauen- und Kinderschutzhaus Lauchhammer zusammen mit dem Mehrgenerationenhaus Lauchhammer. Auch Kommunen im Landkreis unterstützen den Gedenk- und Aktionstag.

OSL-Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte Kerstin Lange: „Jede Frau hat das Recht, frei und ohne Angst zu leben. Der Gedenktag erinnert uns daran, hinzusehen, zuzuhören und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Gewalt gegen Frauen darf niemals toleriert oder verschwiegen werden.“

 

Kostenloser Selbstverteidigungskurs und Ausstellung in Lauchhammer

Anlässlich des Gedenktages laden die Mitarbeiterinnen des Frauen- und Kinderschutzhauses Lauchhammer zu einem kostenlosen Selbstverteidigungskurs für Mädchen und Frauen ein. Dieser findet am Dienstag, dem 25. November 2025, um 16 Uhr im Mehrgenerationenhaus Lauchhammer, Alte Gartenstraße 24, statt. Darüber hinaus wird im Mehrgenerationenhaus Lauchhammer die Ausstellung „Spuren häuslicher Gewalt“ präsentiert. Sie ist vom 25. November bis 15. Dezember 2025 für Besucherinnen und Besucher geöffnet und macht die oft unsichtbaren Folgen häuslicher Gewalt eindrücklich erfahrbar.

 

Der Internationale Gedenk- und Aktionstag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ 

Der Gedenktag geht auf die Ermordung der drei Mirabal-Schwestern in der Dominikanischen Republik zurück. Wegen ihres politischen Widerstandes gegen den Diktator Trujillo wurden sie am 25. November 1960 vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter ermordet. Das Engagement der drei Schwestern und ihre Aktivitäten gegen Gewalt gelten inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als Internationaler Gedenktag anerkannt. Der Verein „Terre des Femmes - Menschenrechte für die Frau e.V.“ initiierte 2001 anlässlich dieses Tages erstmals eine bundesweite Fahnenaktion, um ein einheitliches Symbol als Signalkraft über die Landesgrenzen hinaus zu schaffen. Veranstaltungen und Rahmenprogramme klären ergänzend über strukturelle Zusammenhänge auf.