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News-Ticker

Klausur der Jugendarbeit im Landkreis OSL: Gemeinsame Vorhaben für ein glückliches Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen

Meldung aus Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Klausur der Jugendarbeit im Landkreis OSL: Gemeinsame Vorhaben für ein glückliches Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen (Bild: Landkreis OSL/Josi Benad) (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Klausur der Jugendarbeit im Landkreis OSL: Gemeinsame Vorhaben für ein glückliches Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen (Bild: Landkreis OSL/Josi Benad)

Rund 60 Fachkräfte aus Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit des Landkreises Oberspreewald-Lausitz kamen vom 28. bis 30. September 2026 zur mittlerweile 19. Klausurtagung im Don-Bosco-Haus Neuhausen zusammen. Drei Tage lang ging es um aktuelle Herausforderungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, neue fachliche Impulse und vor allem um die Frage: Was brauchen junge Menschen heute – und wie können Fachkräfte sie dabei noch besser unterstützen?

 

Organisiert wurde die Klausurtagung vom Bereich Jugendförderung des Jugendamtes OSL. Das dreitägige Format bringt Fachkräfte aus der offenen Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und weiteren Bereichen zusammen, schafft Raum für Austausch und dient zugleich dazu, gemeinsame Projekte und Strategien weiterzuentwickeln.

 

Einen thematischen Schwerpunkt bildete in diesem Jahr die mentale Gesundheit junger Menschen. Zum Auftakt gab Ellen Sittner von InnenWohl einen Impuls zum Konzept „Schulfach Glück“ und der Frage, welchen Beitrag die Stärkung von Wohlbefinden und persönlichen Ressourcen zur Prävention leisten kann. Im Mittelpunkt des Ansatzes stehen unter anderem die eigenen Stärken, Bedürfnisse, Wünsche und Fähigkeiten sowie die Entwicklung von Selbstwirksamkeit und einem guten Miteinander.

 

Auch die Auseinandersetzung mit dem Nervensystem und Möglichkeiten zur Regulation sowie das Theaterstück „Friedenskinder“ des Theaters EUKITEA griffen Fragen auf, die für die Arbeit mit jungen Menschen relevant sind. „Friedenskinder“ verbindet historische Ereignisse mit aktuellen Fragen zu Frieden, Demokratie, Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung.

 

Eine zentrale Rolle spielte auch die Präventionsstrategie „Communities That Care“ (CTC) des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Die Fachkräfte beschäftigten sich mit dem aktuellen Stand des CTC-Prozesses im Landkreis, diskutierten Ansätze zur Wirksamkeit und arbeiteten an sogenannten smarten Konzepten. Damit wurde die Verbindung zur Jugendbefragung und zum Projekt „Glücklich aufwachsen“ deutlich: Die Perspektiven junger Menschen sollen nicht nur erhoben und ausgewertet, sondern zur Grundlage konkreten Handelns werden.

 

Im Projekt „Glücklich aufwachsen“ haben Kinder und Jugendliche mit einem Song selbst sichtbar gemacht, was sie beschäftigt und was sie für ein gutes Aufwachsen brauchen. Die dabei entstandenen Impulse fließen ebenso in die weitere Präventionsarbeit ein wie die Erkenntnisse aus dem CTC-Prozess.

Der Song „Mit Herz & Sinn“, das Musikvideo und weitere Informationen zur Präventionsstrategie sind unter www.osl-online.de/CTC zu finden. 

 

Neben fachlichen Impulsen blieb viel Raum für gemeinsames Ausprobieren und die Entwicklung eigener Ideen. So beschäftigten sich die Teilnehmenden unter anderem spielerisch mit dem Herzberger Quader, einem räumlichen Puzzle, bei dem logisches und räumliches Denken gefordert sind.

 

Weitere Programmpunkte wie die Weiterentwicklung gemeinsamer Projekte, der SpieleCup, der WasserMarsch OSL und die JuLeiCa zeigten, wie aus fachlichem Austausch konkrete Angebote entstehen können. Der WasserMarsch beispielsweise verbindet Jugendarbeit mit sozialem Engagement und macht junge Menschen auf die Lebensbedingungen von Kindern im Tschad aufmerksam. Die Jugendleiter und Jugendleiterin-Card (JuLeiCa) wiederum steht für die Qualifizierung und Unterstützung ehrenamtlicher Jugendleiterinnen und Jugendleiter.

 

Mit einem Workshop des Mobilen Beratungsteams vom Brandenburgischen Institut für Gemeinwesenberatung (demos) zum Thema „Demokratiebildung“ ging es am dritten Tag weiter und schließlich mit gemeinsamen Projektvereinbarungen ganz konkret darum, wie die gewonnenen Impulse in der Arbeit vor Ort weitergeführt werden können.