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Kreissozialamt - Landkreis Oberspreewald - Lausitz

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Aktuelle Meldungen

Kurz vor Ostern: Antworten auf häufige Fragen zur Brandenburger Eindämmungsverordnung

(06. 04. 2020)

Joggen, Motorradfahren, Kanu oder Hausboot, Sitzen auf einer öffentlichen Bank – was ist während der Corona-Pandemie noch erlaubt, auf was müssen wir leider verzichten? Zur richtigen Anwendung der Eindämmungsverordnung stellen Bürgerinnen und Bürgern gerade vor Ostern viele Fragen an die Landesregierung und die Kreise und kreisfreien Städte. Insbesondere geht es um konkrete Verhaltensregeln im täglichen Leben. In Brandenburg besteht keine Ausgangssperre. Deshalb darf man sich den Regeln entsprechend bewegen. Verstöße gegen die in der Eindämmungsverordnung enthaltenen Gebote und Verbote stellen eine Ordnungswidrigkeit dar. Sie können je nach Schwere des Verstoßes mit einer Geldbuße von 50 bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Auf der Internetseite corona.brandenburg.de werden über den Link FAQ wesentliche Fragen beantwortet. Auch das Bürgertelefon steht weiter für Anfragen zur Verfügung. Es ist montags bis freitags von 09.00 bis 19.00 Uhr unter der Nummer 0331 – 866 5050 erreichbar.

Grundsätzlich gilt jetzt: Alle sind angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands weiter auf ein absolut nötiges Minimum reduziert zu halten. Es ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Zum Schutz vor dem Coronavirus sind direkte Kontakte zu anderen Menschen dringend zu vermeiden. Besonders persönlichen Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen müssen zu deren Schutz deutlich eingeschränkt sein.

Generell verboten sind in Brandenburg mindestens bis zum 19. April: Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit. Davon ausgenommen: gemeinsam in einem Haushalt lebende Personen, der Aufenthalt am Arbeitsplatz und die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Besuche und Ausflüge: Auch Menschen, die nicht in einem Haushalt zusammenleben, können sich noch besuchen. Diese Ausnahme gilt für Besuche von Lebenspartnern, älterer oder kranker Personen, zur Wahrnehmung des Sorgerechts, zur Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, zur Begleitung Sterbender sowie zur Teilnahme an Bestattungen im engsten Familienkreis. Aber auch hier gilt: direkte soziale Kontakte sollen so gut es geht vermieden werden. Auch zum Osterfest gilt: Familientreffen oder Familienfeiern sind auf die Mitglieder des eigenen Hausstands zu beschränken! Das Ostereiersuchen im großen Freundes- und Bekanntenkreis muss in diesem Jahr leider ausfallen. Ausflüge sollten vermieden werden. Sie sind unter Einhaltung der Vorgaben jedoch nicht untersagt.

Das Betreten öffentlicher Orte – dazu zählen insbesondere Wege, Straßen, Plätze, Grünanlagen und Parks – ist derzeit ebenfalls bis zum 19. April untersagt. Ausgenommen von diesem Verbot sind Wege, für die ein triftiger Grund besteht. Zum Beispiel, um zum Arbeitsplatz zu kommen, der Weg zum Supermarkt, notwendige Arztbesuche oder eine Blutspende.

Individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft: Spazieren gehen, Joggen, Fahrrad fahren. Sport und Bewegung ist für die Gesundheit gut und wichtig – und sind deshalb auch in Corona-Zeiten auch an öffentlichen Orten erlaubt. Aber auch hier gilt das Gebot des Mindestabstands zu allen Menschen, die nicht in einem Haushalt leben. Also vermeiden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit am besten beliebte Ausflugsziele und stark frequentierte Wege. Infektionsketten können kaum wirksam unterbrochen werden, wenn hunderte Menschen bei herrlichem Wetter zur gleichen Zeit an der Seepromenade spazieren gehen. Dann lieber abgelegene Wege nutzen oder im Wald laufen.

Sitzen auf der Parkbank: Grundsätzlich dürfen Menschen in Brandenburg nicht auf einer Sitzgelegenheit im öffentlichen Raum Platz nehmen und dort verweilen. „Sitzen“ zählt nicht zur Ausnahme „Sport oder Bewegung an der frischen Luft“. Aber: Wenn ein Mensch bei seinem Spaziergang ganz offensichtlich nur eine kurze „Verschnaufpause“ (in der Regel fünf Minuten) auf der Parkbank braucht, weil ihm zum Beispiel das Gehen aus Altersgründen schwerfällt oder man keine Puste mehr hat, muss man nicht gleich ein Bußgeld befürchten. Was aber ganz klar nicht geht: Auf einer Bank lange und ausgiebig verweilen oder gar mit anderen dort „nett plaudern“. Darauf müssen wir jetzt leider verzichten. Denn anders kann der notwendige Abstand nicht eingehalten werden.

Öffentlich zugängliche Spielplätze: Diese dürfen leider nicht besucht und genutzt werden. Trotzdem brauchen Kinder Bewegung an der frischen Luft. Eltern dürfen mit ihren Kindern spazieren gehen, Fußball oder Fange spielen. Aber bitte: Dabei immer auf genügend Abstand zu anderen achten! Kinder, die nicht im gleichen Hausstand wohnen, dürfen im Augenblick leider nicht miteinander spielen.

Motorrad- und Fahrradfahren: Beides ist weiterhin möglich. Jedoch nicht Ausflüge in einer Gruppe, denn dabei sind die Regeln – spätestens bei einem Zwischenstopp oder einer Rast – nicht mehr einzuhalten.

Boot und Kanu: Paddeln und Rudern sind als „Sport und Bewegung an der frischen Luft“ nicht untersagt – aber nicht in einer Gruppe. Grundsätzlich schließen die Einschränkungen beim Betreten öffentlicher Orte auch die Wasserstraßen und anderen Gewässer des Landes ein. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten sind. Also: Das Bootfahren ist nicht grundsätzlich verboten, solange Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes vermieden werden. Vermeiden sie beliebte Ausflugsorte. Wenn viele Paddelboote auf einer kleinen Wasserfläche warten müssen, ist das eine Ansammlung von Menschen im öffentlichen Raum, die verboten ist.

Gassigehen und Stallbesuche: Haus- und Nutztiere müssen natürlich auch in Zeiten der Corona-Pandemie weiter versorgt, betreut und bei Bedarf bewegt werden. Dies ist ohne Gefährdung möglich, wenn Kontakte zwischen Mensch und Tier nicht mit zwischenmenschlichen Kontaktaufnahmen verbunden sind. Das Ausführen von Hunden, das Bewegen von Pferden, das Versorgen von Tieren auf der Weide ebenso wie die Betreuung von Taubenschlägen sind notwendig und sollen weiterhin stattfinden. Dabei ist aber auf Hygiene, Reinigung, evtl. Desinfektion der Hände und Gegenstände zu achten. Auch Tierheime können weiterhin ehrenamtliche Helfer Hunde ausführen lassen, wenn dies nach exakten zeitlichen und personellen Absprachen durch Einzelpersonen durchführbar ist und Kontakte der Helfer untereinander vermieden werden können. Die Betreiber von Pferdepensionen müssen entscheiden, ob weiterhin die Besitzer der Pferde in den Stall kommen dürfen oder aber andere Personen zur Sicherstellung der Versorgung und Bewegung ausreichend zur Verfügung stehen. Achtung: Personen, die ärztlich unter Quarantäne gestellt sind, dürfen unter keinen Umständen ihre Wohnung verlassen und müssen geeignete Personen mit der Versorgung ihrer Tiere beauftragen!

Angeln und Jagd: Beides ist sowohl zur Berufsausübung als auch im privaten Bereich weiterhin grundsätzlich möglich. Die Jagd erfolgt aktuell unter anderem mit dem Ziel, zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest beizutragen, insbesondere in den grenznahen Kreisen zu Polen. Auch hier gilt: Kontakte zu höchstens einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes. Auch beim Jagen und Angeln gilt: Mindestens 1,5 Meter Abstand!

Übernachtungsangebote – egal ob Hotel oder Campingplatz – dürfen strikt nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Die touristische Nutzung von Ferienwohnungen und Campingplätzen ist untersagt. Eine Vermietung an Berufstätige, zum Beispiel an Handwerker, Monteure oder Pendler aus Polen, ist jedoch möglich. Aber auch dabei sind die Hygieneregeln unbedingt zu beachten.

Eigenes Ferienhaus, Ferienwohnung oder Datschen: Im eigenen Besitz befindliche Ferienhäuser oder -wohnungen dürfen privat und ausschließlich zur Eigennutzung bewohnt werden. Auch dabei sind die bekannten Regeln strikt einzuhalten.

Es wird dringend gebeten, auf die jeweils örtliche Situation Rücksicht zu nehmen. Lokal oder auf Kreisebene können aus besonderem Anlass weitergehende Festlegungen getroffen werden.

Der Brandenburger Bußgeldkatalog ist am 2. April in Kraft getreten. Wer zum Beispiel trotz Verbots öffentliche oder nichtöffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen durchführt, dem droht ein Bußgeld zwischen 500 bis 2.500 Euro. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen kann mit 50 bis 500 Euro geahndet werden. Wer eine Verkaufsstelle des Einzelhandels, für die keine Ausnahmeregelung vorgesehen ist, für den Publikumsverkehr öffnet, muss mit einem Bußgeld zwischen 1.000 bis 10.000 Euro rechnen. In besonderen Wiederholungsfällen kann eine Geldbuße bis zu 25.000 Euro betragen.

Der Bußgeldkatalog ist landesweit von den Landkreisen und kreisfreien Städten bei Verstößen anzuwenden. Die Höhe des jeweiligen Bußgeldes wird von den Landkreisen und kreisfreien Städte festgelegt. Der Bußgeldkatalog ist im Internet als Download eingestellt: https://bravors.brandenburg.de/br2/sixcms/media.php/76/Amtsblatt%2013S_20.pdf

(Quelle: PM MSGIV 05.04.2020)

Mehr Corona-Informationen: https://corona.brandenburg.de

Bombenfund Ruhland +++ Sperrkreis ist aktiv, 17.10., 8 Uhr +++

(17. 10. 2019)

 

Bombenfund in der Stadt Ruhland / Kontrollierte Sprengung erfolgt am Donnerstag / Evakuierung im Sperrkreis von 1000 Metern rund um den Bahnhof

 

+++ Sperrkreis ist aktiv, 17.10., 8 Uhr +++

 

Der Sperrkreis ist in Kraft. Etwa 2.300 Ruhlander waren aufgefordert, ihre Häuser und Wohnungen bis spätestens 8 Uhr zu verlassen. Zahlreiche Menschen kamen dem nach. Weit über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Verwaltung, Katastrophenschutz, der Kreis- und Landesstraßenmeisterei sind derzeit unterwegs, um den Sperrkreis zu sichern und zu kontrollieren. Sobald alle unbefugten Personen den Sperrkreis verlassen haben, startet das Team vom Kampfmittelbeseitigungsteam mit seiner Arbeit.

Die Sperrung ist planmäßig angelaufen, schätzt der stellvertretende Amtsleiter Christian Konzack.

Rückblick auf das Internationale Fußballturnier von Refugees Welcome

(10. 07. 2016)

Text: Kathrin Tupaj, Integrationsbeauftragte der Kreisverwaltung OSL

 

Am Sonnabend (9. Juli 2016) hatten die Mitglieder der Senftenberger Flüchtlings-Initiativgruppe „Refugees Welcome“ zum großen internationalen Fußballturnier auf den Sportplatz in Senftenberg (Briesker Straße) eingeladen.

 

Bis eine Stunde vor Beginn wurde die Anmeldung von Mannschaften zugelassen. Insgesamt haben sich 16 Mannschaften angemeldet. Eröffnet wurde vom Initiator Jan Unglaube, der auch die Moderation übernahm und durch den Tag führte. Die Begrüßung erfolgte durch Bürgermeister Andreas Friedrich (zur Überraschung für alle auf dem Platz in Englisch).

 

Gespielt wurde 10 Minuten auf dem Kleinfeld, mit jeweils 6 Spielern und einem Torwart. Die 16 Mannschaften wurden in 4 Gruppen, die gegeneinander gespielt haben, eingeteilt. Anschließend spielten die jeweils Platzierten um den Sieg.

 

Auch eine Bastelstraße und Kuchen für Frauen und Kinder durften nicht fehlen. Dies hatte der Verein „Unsere Welt, Eine Welt e.V.“ organisiert.

 

Die Spieler kamen aus Lauchhammer, Sedlitz, Schwarzheide, Schipkau, Senftenberg, Ortrand und Altdöbern. Im Laufe des Tages nutzten über 300 Zuschauer die Gelegenheit, vom Spielfeldrand aus Fußballluft zu schnuppern.

 

Über den 1.Platz freute sich am Ende ein Team, welches aus Migranten besteht, die am OSZ Lausitz einen Deutschkurs absolvieren. Die Spieler stammen aus Schwarzheide, Lauchhammer und Altdöbern.

 

Den 2. Platz belegte ein Team aus Migranten aus Lauchhammer

 

Das Besondere: Den 3. Platz konnten unbegleitete minderjährige Ausländer aus der Clearingstelle des DRK Lausitz mit vollem Elan und Einsatz für sich entscheiden. Der Jubel über den sportlichen Erfolg war groß.

 

Jede Mannschaft erhielt am Ende eine Urkunde mit ihrer Platzierung. Den „Fair Play – Pokal“ übergaben die Organisatoren an Schiedsrichterin Kati Grau aus Ortrand, die in fast allen Runden je ein Spiel gepfiffen hatte.

 

Für alle Teilnehmer und Zuschauer war es ein sehr gelungener Tag, der in den Abendstunden um 20:30 Uhr endete.

 

Ein herzliches Dankeschön allen Organisatoren:

 

Refugees Welcome Senftenberg

SV Senftenberg

Senftenberg FC

Landessportbund – Herr Maintock

REWE

Unsere Welt, Eine Welt e.V.

Stiftung SPI

Johanniter – Babett Brendel als Ersthelfer

 

Hier die Ergebnisse im Einzelnen:

 

Mannschaften aus Mitgliedern Asylbewerber/Flüchtlinge, Unbegleitete Minderjährige

Ausländer:

 

Praktiker 1 (7 Personen)14.Platz        

Lauchhammer (8 Personen) 2.Platz                

DFB Sedlitz (7 Personen) 9.Platz                              

OSZ Lausitz (7 Personen) 1.Platz                              

Palästina (7 Personen) 15.Platz                      

Sedlitz BLAU (7 Personen) 10.Platz

Syrien Stars (12 Personen) 13.Platz

Eritel (7 Personen) 5.Platz

Team Family (10 Personen) 3.Platz

Praktiker 2 ( 7 Personen) 16.Platz

BSW Sedlitz (7 Personen) 8.Platz

 

 

 

Mannschaften aus ausschließlich deutschen Spielern:

 

Sedlitzer Bergfreunde (12 Personen) 6.Platz

BTU SFB (8 Personen) 7.Platz

FC Wadenkampf (8 Personen) 11.Platz

SFB Kickers (10 Personen) 12.Platz

Roter Stern Konsuum (7 Personen), 4.Platz

 

Foto zur Meldung: Rückblick auf das Internationale Fußballturnier von Refugees Welcome
Foto: So schön war das Internationale Fußballturnier!

Interkulturelle Woche endete mit „Zeitreise in die Vergangenheit“

(12. 11. 2014)

 

 

„Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern“ lautete das Motto der diesjährigen bundesweiten Interkulturellen Woche 2014. Auch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz brachten sich erneut Institutionen und Kommunen mit verschiedensten Veranstaltungen rund um die Themenwoche ein. Den Abschluss bildete eine „Zeitreise in die Vergangenheit“, zu der die Migrationsberatungsstelle für Erwachsene, Frakima e.V., gemeinsam mit der Frauengruppe Lübbenau und dem Verein „Unsere Welt, Eine Welt“ geladen hatte.

 

Insgesamt 49 Personen aus dem gesamten Landkreis – darunter viele Migrantinnen und Migranten- nutzten die Gelegenheit, am 18. Oktober an der Ganztagesfahrt teilzunehmen. Das erste Ziel des Ausflugs bildete das Museumsdorf Baruther Glashütte, in dem man sich über die traditionelle Handwerkskunst informieren und das Entstehen der Kunstwerke sogar selbst mitverfolgen konnte. Im Anschluss führte der Weg weiter zur Gedenkstätte nach Sachsenhausen. Ein für alle Beteiligten bewegender Programmpunkt, denn auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers und in den vielen Nebenlagern waren einst bis zu 200.000 Häftlinge untergebracht; mehrere zehntausend Inhaftierte fanden durch unmenschliche Bedingungen auf unvorstellbar grausame Art und Weise den Tod.

 

„Die Fahrt diente nicht nur dazu, eine Reise in die deutsche Geschichte zu unternehmen, sondern sollte vorrangig auch das Miteinander und sich Kennenlernen von Migranten und Einheimischen fördern. Dies ist sehr gut gelungen, es fanden viele Gespräche und ein reger Austausch zwischen den Teilnehmenden statt“, zieht Sylvia Leisner von der Migrationsberatungsstelle für Erwachsene Frakima e.V. in Lauchhammer ein positives Fazit. Möglich gemacht wurde der Ausflug durch Spenden, welche durch das Diakonische Werk des Kirchkreises Lübben zur Verfügung gestellt wurden. „Alles in allem eine sehr schöne Veranstaltung als Abschluss der Interkulturellen Woche und ein weiterer Schritt, um Integration und den Austausch zwischen Migranten und Deutschen hier in unserem Landkreis weiter zu fördern“, erklärt die Integrationsbeauftragte der Kreisverwaltung, Kathrin Tupaj, welche die Fahrt ebenfalls begleitet hat.   

 

 

Foto zur Meldung: Interkulturelle Woche endete mit „Zeitreise in die Vergangenheit“
Foto: Interkulturelle Woche endete mit „Zeitreise in die Vergangenheit“

Zusammenleben mit Fledermäusen/Quartierplätze werden benötigt

(13. 06. 2014)

Vielleicht werden einige sie in diesem Frühjahr schon bemerkt  haben, die tierischen Mitbewohner auf unseren Dachböden, in Scheunen oder in Baumhöhlen im Garten. Fledermäuse haben ihre Sommerquartiere bezogen und fliegen nach Einbruch der Dunkelheit aus. Sie  jagen nach Mücken, Käfern und Nachtfaltern, die es in der Dunkelheit in unserem Wohnumfeld bei dieser warmen Witterung reichlich gibt.

 

Dabei sind die Quartieransprüche der Fledermäuse an ihre Hangplätze gering.

Dachspalten, Fensterläden, Verschalungen oder Asthöhlen reichen ihnen aus, um den Tag sicher zu verbringen. Lediglich die sogenannten Wochenstuben, in denen die Fledermausweibchen gemeinsam ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen, können eine größere Anzahl von Fledermäusen beherbergen.

Dann verraten meist die dem Mäusekot ähnelnden und nun einmal anfallenden Hinterlassenschaften die Anwesenheit der Tiere.

 

Das Quartierangebot ist dennoch nicht so optimal, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Akkurat gestaltete Fassaden und spaltenlose Dächer minimieren dieses ebenso wie ausgebaute Dachböden und kaum noch vorhandene Altbauten.

Deshalb kommt der Rücksichtnahme auf unsere Sommergäste aber auch der Schaffung von neuen Quartiermöglichkeiten eine immer größer werdende  Bedeutung zu.

 

Nur durch die Kenntnis von Quartieren und Hangplätzen der Fledermäuse, die Nachts den Garten bevölkern, kann man besser zu ihrem Schutz beitragen. Notwendige Reparaturarbeiten am Haus lassen sich dann mit den Fledermausquartieren meist in Einklang bringen und müssen nur in den seltensten Fällen verschoben werden.

Wer als Hausbesitzer aktiv für den Quartierschutz werden möchte, kann dies mit dem Anbringen von Fledermauskästen oder dem Einbau von Fledermaussteinen tun.

Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz kann dabei beratend unterstützen.

 

Wer Fledermausquartiere in seinem Wohnumfeld vermutet, kann sich in diesem Sommer Expertenrat direkt vor Ort holen. In Calau findet in diesem Sommer an einem Wochenende  im Juli die Jahrestagung des Landesfachausschusses für Säugetierkunde statt.

Hier treffen sich Experten aus ganz Brandenburg, die sich unter anderem mit dem Thema Fledermäuse befassen und gern ihre Erfahrungen zum Thema Fledermaussommerquartier bis hin zur Artbestimmung zur Verfügung stellen.

Insbesonders für den Raum Calau sind Auskünfte auch vor Ort möglich. Interessierte Hausbesitzer sollten sich an die untere Naturschutzbehörde, Jürgen Jentsch (03541 8703485) wenden.