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Mit Herz im Einsatz: Neustart des Rettungsdienstes im Landkreis OSL erfolgreich realisiert

Foto: Punktlandung für die Kommunalisierung des Rettungsdienstes zum 1. Januar 2024: In einem gemeinsamen Pressegespräch in der Lehrrettungswache in Senftenberg zogen Vertreter der neuen Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH, der Kreisverwaltung als Aufgabenträgerin und Vertreter des Rettungsdienstes eine Bilanz der ersten Tage unter neuer Regie des Landkreises, blickten auf die umfangreichen Vorbereitungen im Vorfeld der Kommunalisierung zurück und gaben einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben und Projekte. Sie präsentierten zudem eines der ersten Einsatzfahrzeuge, das bereits das neue RDNL-Logo trägt. (Foto: Landkreis OSL/Werner) (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Foto: Punktlandung für die Kommunalisierung des Rettungsdienstes zum 1. Januar 2024: In einem gemeinsamen Pressegespräch in der Lehrrettungswache in Senftenberg zogen Vertreter der neuen Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH, der Kreisverwaltung als Aufgabenträgerin und Vertreter des Rettungsdienstes eine Bilanz der ersten Tage unter neuer Regie des Landkreises, blickten auf die umfangreichen Vorbereitungen im Vorfeld der Kommunalisierung zurück und gaben einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben und Projekte. Sie präsentierten zudem eines der ersten Einsatzfahrzeuge, das bereits das neue RDNL-Logo trägt. (Foto: Landkreis OSL/Werner)

Punktlandung für die Kommunalisierung des Rettungsdienstes zum 1. Januar 2024: Was über mehrere Monate intensiv vorbereitet wurde, konnte mit dem Jahreswechsel erfolgreich umgesetzt werden: Ab sofort wird der bodengebundene Rettungsdienst im Landkreis OSL nicht mehr von externen Betreibern, sondern von der neu gegründeten Kreistochter Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH (RDNL) erbracht. 

 

Die Kommunalisierung war eines der umfangreichsten Projekte der Kreisverwaltung im vergangenen Jahr. Mit Unterstützung vieler Beteiligter konnte das Projekt in einer Vorlaufzeit von nur sieben Monaten seit Gründung der neuen Gesellschaft erfolgreich umgesetzt werden.

 

In einem gemeinsamen Pressegespräch (11.01.2024) in der Lehrrettungswache in Senftenberg zogen Vertreter der neuen RDNL, der Kreisverwaltung als Aufgabenträgerin und Vertreter des Rettungsdienstes eine Bilanz der ersten Tage unter neuer Regie des Landkreises, blickten auf die umfangreichen Vorbereitungen im Vorfeld der Kommunalisierung zurück und gaben einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben und Projekte. Soviel sei vorweggenommen: Die Bürgerinnen und Bürger in OSL können sich darauf verlassen, dass der Rettungsdienst auch weiterhin mit höchster Professionalität und Engagement für ihre Sicherheit und Gesundheit sorgen wird.

 

Hier eine Auswahl an Stimmen rund um den Termin: 

 

 Tom LehnertTom Lehnert, Geschäftsführer der neuen RDNL: 

„Die ersten Tage der neuen Gesellschaft sind aus meiner Sicht sehr gut angelaufen. Dies war nur möglich durch den unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten im Landkreis OSL, den bisherigen Betreibern, den Verantwortlichen in den Rettungswachen und meinem neuen Verwaltungsteam in der RDNL. Allen Beteiligten gebührt großer Respekt und Dank. Jetzt gilt es, den eingeschlagenen Weg engagiert fortzusetzen. Unser Ziel ist es, auch weiterhin die bestmögliche ambulante Versorgung aller Menschen durch den Rettungsdienst zu gewährleisten. Technisch und vor allem personell sind wir qualitativ gut aufgestellt. Unser neues Team umfasst über 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit denen wir eine tolle Mischung aus jahrzehntelanger Erfahrung und innovativer Schubkraft haben. In vielen Gesprächen, auch nach den letzten Besuchen in den Wachen Anfang des Jahres, wurde deutlich, dass alle gespannt auf die neue Struktur sind. Ebenso wurde die Bereitschaft deutlich, uns beim weiteren Aufbau der neuen Gesellschaft mit Rat und Tat zu unterstützen. Auch unser neues Logo steht für Engagement, Schnelligkeit und Zusammenhalt. Das Herz im Logo ist dabei passend gewählt - denn es zeigt, dass das gesamte Team hinter dieser Aufgabe steht. Ich bin auch davon überzeugt, dass ein großer gemeinsamer Rettungsdienst, wie wir ihn jetzt haben, für alle zukünftigen zentralen Anforderungen aus gesellschaftlichen, technologischen, organisatorischen und finanziellen Entwicklungen bestens gewappnet ist“.

 

 Siegurd HeinzeSiegurd Heinze, Landrat Landkreis Oberspreewald-Lausitz: „Die Kommunalisierung des Rettungsdienstes wurde in Rekordzeit umgesetzt - und das neben dem normalen Tagesgeschäft der Kreisverwaltung. Es gab eine hohe Transparenz unserer Ziele und Vorstellungen gegenüber allen Beteiligten. Mit der Überführung des Rettungsdienstes in unsere Landkreistochter wollen wir etwas schaffen, das auf Dauer belastbar ist und Bestand hat. Die Kommunalisierung gibt den Mitarbeitern Sicherheit über ihren Arbeitsplatz und Arbeitgeber. Wir stehen in der Verantwortung und in der Pflicht gegenüber den Menschen im Landkreis, gegenüber den Krankenhäusern und vor allem gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir stehen hinter der Sache und werden die Gesellschaft aktiv unterstützen. Der Rettungsdienst wird sich perspektivisch weiterentwickeln müssen, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Dafür haben wir die Weichen gestellt und sind mit der Kommunalisierung gut vorbereitet. Zukünftig wollen wir auch im Bereich der Modellregion Gesundheit ein guter und starker Partner sein - auch dafür ist die Kommunalisierung ein wichtiger Mosaikstein“.

 

 Grit KlugGrit Klug, Erste Beigeordnete und zuständige Dezernentin für den Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis, Leiterin der „Arbeitsgruppe Kommunalisierung des Rettungsdienstes“: „Erstmals wird die Aufgabe des Rettungsdienstes nicht von Dritten für uns erbracht, sondern von unserer Landkreistochter selbst. Die Vorarbeiten für die neue Struktur waren umfangreich und herausfordernd. Aber wir haben diesen Sprint in wenigen Monaten geschafft. Dabei war es uns stets wichtig, den Prozess für alle Beteiligten so transparent wie möglich zu gestalten. Diese Mammutaufgabe konnte nur mit der Unterstützung vieler gelingen, wofür wir sehr dankbar sind. Auch die Bestandsbetreiber haben uns, nachdem die Absicht der Kommunalisierung klar war, aktiv im Prozess unterstützt. Gleiches gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes selbst. Von ihnen haben wir in zahlreichen Gesprächen wichtige und richtige Hinweise erhalten, die wir in die Arbeit der Arbeitsgruppe und der Projektgruppen einfließen lassen konnten. Um kommenden Herausforderungen gerecht zu werden, werden wir auch in Zukunft weitere Anpassungen in der rettungsdienstlichen Vorhaltung vornehmen. Um ein strukturiertes und koordiniertes Vorgehen zu gewährleisten, streben wir dazu eine Überarbeitung des Rettungsdienstbereichsplanes als wichtiges Planungsinstrument an.“

 

 René MärtenRené Märten, Leiter der Lehrrettungswache in Senftenberg: „Wir als Team der Rettungswachen Senftenberg und Klettwitz haben uns während des gesamten Umstrukturierungsprozesses der Kommunalisierung sehr gut informiert und mitgenommen gefühlt. Wir konnten mit klaren Perspektiven ins neue Jahr starten. Wir sind alle gespannt auf die neue Situation und den neuen Arbeitgeber und unterstützen gerne die weitere Arbeit der Gesellschaft. Einen großen Vorteil sehen wir in der Sicherheit unseres Arbeitgebers, denn mit der Kommunalisierung entfällt die gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung des Rettungsdienstes aller fünf Jahre. Auch der Haustarifvertrag wird positiv aufgenommen, da endlich für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die gleiche Berechnungsgrundlage gilt. Außerdem profitieren wir von den zentralen Ausschreibungs- und Bewerbungsverfahren bei der Stellenbesetzung“.

 

 Tobias WagnerTobias Wagner, Leiter des Bereiches Technik in der neuen RDNL: „Mit der erfolgreichen Kommunalisierung zum 1. Januar ist die Arbeit für die Gesellschaft natürlich nicht beendet. Meine Aufgabe ist es, alle notwendigen Arbeitsmittel, Ausrüstungen und sonstigen Ressourcen bereitzustellen, damit der Rettungsdienst mittel- und langfristig reibungslos funktionieren kann. Einige Aufgaben waren direkt im Zusammenhang mit dem Start der neuen gGmbH zu erledigen. So erhielten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue, einheitliche Mailzugänge. Zahlreiche Dienstleistungsverträge mit Fachfirmen mussten übernommen werden. Unter Einbeziehung der Wachleiter und der Mitarbeitenden wurde die neue Berufskleidung ausgewählt und bestellt. Diese umfasst T-Shirts und Sweatjacken mit Logostickerei sowie Softshell- und Hardshell-Einsatzjacken. Ziel ist es, im Laufe des ersten Quartals alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einheitlicher, langlebiger und qualitativ hochwertiger Bekleidung mit bestmöglichem Schutz auszustatten. Auch die Beklebung der Fahrzeuge mit dem neuen Logo soll bis dahin abgeschlossen sein. Ebenfalls in Arbeit ist die Einführung einer neuen Software für die Dienstplanung. Arbeitsgruppen - z.B. für die Bereiche Hygiene, Medizinprodukte, Material - werden gebildet. Ziel ist es, mit digitalen Standards Arbeitsabläufe zu beschleunigen und so den Fokus auf die Qualität der Versorgung mit voller Energie lenken zu können.“

 

 Bill SeifertBill Seifert, operativer Leiter Rettungsdienst: „Mit dem Beginn der Kommunalisierung des Rettungsdienstes hier im Landkreis OSL steht eine große Veränderung bevor. Als operativer Leiter des Rettungsdienstes ist es mir ein besonderes Anliegen, eine effiziente und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, aber auch die Qualität und Effizienz dieser lebenswichtigen Aufgabe weiter zu stärken. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht die Optimierung der Einsatzplanung, um schnelle und zuverlässige Hilfe in Notfällen, aber auch bei möglichen Großschadensereignissen zu gewährleisten. Darüber hinaus streben wir eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Feuerwehren, Krankenhäusern und weiteren Gesundheitseinrichtungen sowie möglichen infrastrukturellen Gefahrenpunkten an, um Synergien zu nutzen und die Versorgungskette zu stärken. Durch optimierte Ressourcenallokation sowie Aus- und Weiterbildungsprogramme wollen wir die Notfallversorgung im Landkreis OSL auf höchstem Niveau gewährleisten. Mit gezielten Schulungen und Fortbildungen wollen wir sicherstellen, dass unser Team immer auf dem neuesten Stand der medizinischen Standards und Technologien ist. Generell wollen wir als Arbeitgeber eine Atmosphäre schaffen, in der sich jeder Mitarbeitende geschätzt und unterstützt fühlt.“

 

 Dr. Petra Prignitz

Dr. Petra Prignitz, Ärztliche Leiterin Rettungsdienst (nicht anwesend):

Dr. Petra Prignitz, seit 2010 Ärztliche Leiterin Rettungsdienst im Landkreis OSL, äußerte sich anlässlich der Begrüßungsveranstaltung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 4. Januar 2023 auf dem FamilienCampus Lausitz in Klettwitz, dem Sitz der Gesellschaft, zum Start der neuen RDNL: „Wir haben im Landkreis Oberspreewald-Lausitz einen Rettungsdienst, der sowohl medizinisch als auch von der Ausstattung und Technik her gut aufgestellt ist. Das Personal ist gut ausgebildet, die Ausrüstung wird regelmäßig dem Stand der Wissenschaft angepasst. Wir pflegen gute Kontakte zur Leitstelle Lausitz in Cottbus, zu den Krankenhäusern, den Nachbarlandkreisen, der Luftrettung und anderen wichtigen Partnern. In der Vergangenheit ist es uns gelungen, jede Wache im Landkreis an jedem Tag mit einem Notarzt zu besetzen - das ist nicht selbstverständlich und macht mich stolz. Die Menschen im Landkreis sind medizinisch gut versorgt. Wir werden in den nächsten Jahren eine veränderte Krankenhauslandschaft erleben und damit auch Veränderungen für den Rettungsdienst. Der Rettungsdienst wird in Zukunft noch mehr Aufgaben in der Versorgung der Bevölkerung übernehmen müssen. Mit der neuen zentralen Struktur des Rettungsdienstes sind wir darauf gut vorbereitet. Ich freue mich auf die Arbeit in der neuen Struktur des Rettungsdienstes in unserem Landkreis.“

 

 

Factsheet: Der „neue“ Rettungsdienst im Landkreis OSL

 

  • Das landkreiseigene Unternehmen Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH übernahm zum 01.01.2024, 0.00 Uhr, die Aufgabe der Erbringung des Rettungsdienstes von den vier bisherigen Betreibern DRK KV Lausitz e.V., DRK KV Calau, ASB OV Vetschau e.V. und SANA Klinikum Niederlausitz gGmbH.

  • Der Kreistag hat dafür am 29. September die letzten Weichen gestellt und den Auftrag für die Durchführung an die kreiseigene Tochtergesellschaft erteilt.

  • Kommunalisierung ist Grundlage für einen effektiven und bürgernahen Rettungsdienst.

  • Der Rettungsdienst im Landkreis OSL fuhr im Jahr 2023 rund 22.000 Einsätze.

  • Eine Arbeitsgruppe unter Leitung der Kreisverwaltung bereitete die Kommunalisierung vor. Ihr gehörten Vertreter der Kreistagsfraktionen, verschiedener Fachbereiche der Kreisverwaltung, der Personalrat, die Ärztliche Leiterin des Rettungsdienstes, Vertreter aus den Rettungswachen, die Krankenkassen und weitere Akteure an.  

  • Umfangreiche Vorbereitungen notwendig: Neben der Einstellung des gesamten neuen Verwaltungsteams im Hintergrund waren alle Umstellungen auf die neue Gesellschaft sowie die Übernahme der 162 Mitarbeitenden im Rettungsdienst zu organisieren. 

  • Es galt zudem, notwendige Beschlussfassungen für die Kreistage vorzubereiten und zu begleiten. 

  • Auch ein neuer Haustarifvertrag wurde in kürzester Zeit mit ver.di verhandelt. Dieser bringt für die Beschäftigten im Rettungsdienst gleiche Verhältnisse und Gehaltsverbesserungen mit sich.

  • Die Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und Auszubildenden arbeiten damit nunmehr erstmals unter dem Dach eines gemeinsamen und kommunalen Arbeitgebers.

  • Um das reibungslose Zusammenspiel zwischen der Verwaltung und den Rettungswachen zu gewährleisten, fanden Kennenlernrunden und regelmäßige Abstimmungsgespräche in allen Rettungswachen statt.

  • In den 8 Rettungswachen im Landkreis in Vetschau, Lübbenau, Calau, Großräschen über Klettwitz, Lauchhammer, Senftenberg bis nach Jannowitz waren zudem einige technische Anpassungen im Rahmen des Übergangs zu koordinieren. Alle Wachen im Landkreis bleiben bestehen.

  • Für die Bürgerinnen und Bürger ergeben sich keine wahrnehmbaren Unterschiede – sie erhalten auch weiterhin und in hoher Qualität schnelle Hilfe im Ernstfall.

  • Sitz der Verwaltung der neuen Gesellschaft ist der FamilienCampus Lausitz in Klettwitz.

  • Dort fand am 4. Januar am FamilienCampus LAUSITZ ein Startevent für die neuen Kolleginnen und Kollegen statt.

  • Die Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH tritt auch mit einem eigenen Firmen-Logo auf. Dieses steht mit einem gedrehten Herz für Hingabe, Schnelligkeit und Zusammenhalt. Die Mitarbeitenden durften zuvor darüber abstimmen.

  • Perspektivisch werden alle Rettungswachen nach außen hin mit dem RDNL-Logo gekennzeichnet. Auch die Einsatzfahrzeuge werden das Logo tragen. Insgesamt erhalten derzeit schrittweise alle Fahrzeuge - 16 Rettungswagen, 2 Krankentransportwagen, 4 Notarzteinsatzfahrzeuge – die neue Beklebung.

  • Die RDNL will als attraktiver, moderner und lebenswichtiger Arbeitgeber in der Region präsent sein.

  • Alle Infos unter www.rettungsdienst-niederlausitz.de

  • Geschäftsführer Tom Lehnert berichtet zudem regelmäßig auf LinkedIn zum Alltag des FamilienCampus und Rettungsdienstes. 

 

Videobeitrag zum Pressetermin: bitte klicken. (Landkreis OSL/Seenluft24)

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