Sonnenblumen
Hintergrund Foto erstellt von natanaelginting - de.freepik.com
(c)spreewald.de/Lena Tschuikow
 

Erfolgreiche 1. Senftenberger Senioren- und AnbieterWerkstatt


Bild zur Meldung: Erfolgreiche 1. Senftenberger Senioren- und AnbieterWerkstatt



PRESSEMITTEILUNG des Gerontopsychiatrisch-Geriatrischen Verbunds Oberspreewald-Lausitz e.V. (GPGV OSL e.V.)

 

Senftenberg Am 22. August 2022 fand in den Räumlichkeiten der Begegnungsstätte „Lausitzer Seenland“ in der Kormoranstraße 1 von 10 bis 12 Uhr eine SeniorenWerkstatt und von 14 bis 16 Uhr eine AnbieterWerkstatt im Rahmen des GPGV OSL-Projektes „Seniorenkompass(e) für OSL“ statt. Ziel war das Kennenlernen des Projektes sowie das Erstellen von Bedarfsanalysen. Diesen Veranstaltungen vorausgegangen war die öffentlichkeitswirksame Übergabe von 20 kostenfreien Senftenberger Seniorenkompassen in Ringordnerform mit allen nützlichen Kontakten von A wie Apotheke über P wie Pflegedienst sowie R wie Reha-Sport bis Z wie Zahnarzt.

 

15 Senioren und 21 Anbieter nutzen die Einladung des Gerontopsychiatrisch-Geriatrischen Verbundes Oberspreewald-Lausitz e.V., kurz GPGV OSL e. V., um sich einerseits über das Konzept sowie den bisherigen Erfolg des kreisweiten Projektes zu informieren und andererseits ihre Wünsche und Anregungen in die erstellte Bedarfsanalyse einfließen zu lassen. „Hauptziel ist der stete Ausbau eines kooperativen Netzwerkes im Landkreis, um ab heute und für die Zukunft ein würdevolles Altern in jeder Kommune abzusichern“, beschreibt Ringo Jünigk, Projektleiter seit 2018, das Ansinnen der Veranstaltungen.

So notierte die neue Projektmitarbeiterin, Sabine Beck, in der SeniorenWerkstatt beispielsweise, dass es derzeit keinen einzigen freien Pflegplatz im Landkreis OSL gibt und die hausärztliche bzw. fachärztliche Betreuung unzureichend gesichert ist. Daraus resultierend haben die Bürger teilweise mit sehr langen Wartezeiten zu rechnen.  Zudem ist ein „Tante-Emma-Laden“ in den strukturschwachen Ortsteilen wünschenswert, um auch für Senioren ohne in der Nähe wohnende Angehörige, Freunde und Bekannte, die Lebensmittelversorgung abzusichern.

Die Anbieter wünschen sich mehr kooperative Netzwerkarbeit - mehr thematische Schulungen, Austausch und Informationen, ähnlich dem des Netzwerkes Gesunde Kinder. Besorgniserregend empfinden sie den Fachkräftemangel in der Pflege und plädieren für eine unbürokratischere Lösung im Bereich der Alltagsbegleitung und Nachbarschaftspflege. Darüber hinaus bat ein engagierter Zahnarzt die Teilnehmenden um mehr Aufmerksamkeit im Bereich der Seniorenzahnpflege – auch und insbesondere dann, wenn eine demenzielle Erkrankung vorliegt. Ebenso wünscht sich eine Vertreterin eines regional bekannten Optikers mehr Kooperation und Austausch mit Pflegeeinrichtungen. Ein positives Praxisbeispiel lieferte ein Vertreter einer kommunalen Wohnungsgesellschaft, der neben der Bereitstellung von altersgerechtem, barrierefreiem Wohnen auch die Beratungs- und Unterstützungskomponente mit Partner für Bewohner absichert. 

Sowohl Senioren als auch Anbieter waren am Ende der Werkstätten sichtlich vom Seniorenkompasskonzept und der bisherigen Umsetzung beeindruckt und hoffen auf einen öffentlichkeitswirksameren wie ausfinanzierten Fortbestand des in dieser Form bislang einzigartigen Projektes – sowohl offline als Ringordner oder zum Ausdrucken auf www.gpgv-osl.de/seniorenkompasse als auch online als im Aufbau befindliches Internetangebot unter www.seniorenkompass-osl.de.

 

Bildmaterial >>>

Seniorenwerkstatt

Bild: In der Begegnungsstätte „Lausitzer Seenland“ fand die 1. Senftenberger SeniorenWerkstatt des GPGV OSL e. V. im Rahmen des Projektes „Seniorenkompass(e) für OSL“ mit Projektleiter Ringo Jünigk (l.) und Projektleiterin Sabine Beck (r.) statt

 

Seniorenwerkstatt2

Bild: Intensiver Austausch der Teilnehmenden an der 1. Senftenberger AnbieterWerkstatt des GPGV OSL e. V. im Rahmen des Projektes „Seniorenkompass(e) für OSL“ in der Begegnungsstätte „Lausitzer Seenland“

 

Weitere Informationen