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Frauenpower im Landkreis und die Frage nach der Gleichstellung



Wie sieht die Arbeit des Landkreises zum Thema Gleichberechtigung aus? Welche Aufgaben hat die Behinderten- und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises? Und was hat es mit FRAUEN.MACHEN.LAUSITZ. auf sich?

 

Vieles hat sich bereits getan, geändert und verbessert – aber auch im Jahr 2022 ist der Prozess zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern nicht abgeschlossen.


Um diesen Prozess weiter voran zu bringen ist im Landkreis die Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte Johanna Zabka tätig. Aber nicht nur Belange innerhalb der Verwaltung fallen in ihren Aufgabenbereich, sondern ebenso auch Anfragen von Unternehmen und aus der Bevölkerung.

 

Im Büro der Behinderten- und Gleichstellungsbeauftragten erhalten Betroffene und Interessierte Informationen zu Beratungsangeboten, Hinweise zu behördlichen Zuständigkeiten und, Antragsmöglichkeiten, hilfreiche Praxistipps sowie Kontakte zu Verbänden, Selbsthilfegruppen und Organisationen.

 

Im Jahr 2021 wurden insgesamt 693 Beratungsanfragen an Frau Zabka gestellt. Darunter waren direkte Anfragen von Bürger*innen, Einrichtungen/ Vereinen/ Verbänden/ Trägern/ Fachkräften sowie Anfragen, die auf dem Verwaltungsweg bzw. verwaltungsintern eingebracht wurden. Im Ergebnis von Anfragen mehrerer Beteiligter fanden auch Fallgespräche statt.

 

Teilweise ist ein einmaliger Kontakt zur Beantwortung einer Anfrage ausreichend. In vielen Fällen sind jedoch mehrere Kontakte zur Unterstützung notwendig. So sind aus den 693 Anfragen insgesamt 1081 Beratungskontakte entstanden. In 791 Beratungskontakten wurde dabei das Themenfeld „Behinderung“ behandelt und die „Gleichstellung der Geschlechter“ wurde in 290 Beratungen thematisiert. In 73 Fällen wurden in einem Beratungskontakt beide Themenbereiche besprochen.

 

Beratungen können telefonisch, persönlich im Büro, schriftlich, als Hausbesuche oder in sonstiger Form z.B. als Gespräche in örtlichen Beratungsstellen durchgeführt werden. Dazu wenden sich Interessierte/Betroffene an:

 

Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte des Landkreises Oberspreewald-Lausitz
Frau Johanna Zabka
Dubinaweg 1, Haus 2
01968 Senftenberg
Tel.: 03573 / 870 – 4104

 

Zu den Aufgaben von Frau Zabka gehören neben der Unterstützung bei internen Vorstellungsgesprächen der Kreisverwaltung und der Beratung zum barrierefreien Bauen unter anderem auch Tätigkeiten im Bereich Öffentlichkeits- und Projektarbeit. Die Beauftragte bringt durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen im öffentlichen und kulturellen Bereich Menschen zueinander und zielt darauf ab, Hemmschwellen im gemeinsamen Umgang miteinander abzubauen. In den Themenfeldern „Menschen mit Behinderungen“ und „Gleichstellung der Geschlechter“ wurde auch im Jahr 2021 die bestehende Netzwerk- und Projektarbeit fortgesetzt. Durch Mitarbeit in und Leitung von Arbeitsgruppen, Teilnahme an Veranstaltungen, fachlichen Austausch u.v.m. konnten Bedarfe ermittelt, neue Projekte angeregt und Themenschwerpunkte gesetzt werden, um die Arbeits- und Lebensbedingungen im Landkreis OSL barrierefrei und geschlechtergerecht zu gestalten.

 

Im Zusammenhang mit dem Thema Gleichstellung wurde im Jahr 2021 unter anderem das folgende Projekt vom Landkreis unterstützt:
Durch eine Kooperation der Mädchenbude in Lauchhammer, des Kinder- und Jugendfreizeithauses in Vetschau und der Jugendbegegnungsstätte „Schalom“ in Großräschen entstand mit Unterstützung der Jugendförderung des Landkreises und mit der Kontakt- und Koordinierungsstelle für Mädchen*arbeit (KuKMA) ein Mädchenprojekt zur ganzjährig erweiterten Frauenwoche. In verschiedenen Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten konnten junge OSL’er*innen im Sommer 2021 echtes Superheldinnen-Potential in sich erkennen.

 


Video: Grußwort der Mädchenbude Lauchhammer anlässlich der Auftaktveranstaltung der 32. Brandenburgischen Frauenwochen am 03.03.2022 (Video: Mädchenbude Lauchhammer\Bärbel Nier)

 

 

Auch die jährlich stattfindenden Brandenburgischen Frauenwochen werden vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz unterstützt und über Frau Zabka koordiniert. In diesem Jahr fand die landesweite Auftaktveranstaltung der Brandenburgischen Frauenwochen 2022 am 03. März im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, in der neuen Bühne Senftenberg, statt. „Gehen oder Bleiben“ ist die zentrale Fragestellung, der sich die 32. Brandenburgischen Frauenwochen 2022 widmen.
Unter dem Motto „Gehen oder Bleiben“ orientierten sich die Programmpunkte der Auftaktveranstaltung auch an den regionalen Gegebenheiten in Brandenburg und in der Lausitz. So gab es unter anderem einen Beitrag über Projekte für Mädchen im Landkreis OSL. Die Diskussionen um die Chancen und Möglichkeiten von Frauen in der Lausitz brachte in der Auftaktveranstaltung zahlreiche Themen hervor, die unter dem Gesichtspunkt des Strukturwandels eine gesamtgesellschaftliche Fragestellung bilden.



Video: Auftaktveranstaltung der 32. Brandenburgischen Frauenwochen im Landkreis OSL am 03.03.2022 in der neuen Bühne Senftenberg (Video: Seenluft24 im Auftrag des Landkreises Oberspreewald-Lausitz)

 

 

Im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwochen 2022 wird am 07. Mai 2022 eine Veranstaltung des Landkreises stattfinden: FRAUEN.MACHEN.LAUSITZ.
In dieser Veranstaltung werden Frauen aus der Region zusammenkommen können, um sich kennenzulernen und über die Fragen „Was macht die Lausitz so besonders? Warum wollen viele junge Menschen weg? Warum lohnt es sich hier zu bleiben“ auszutauschen. Ziel ist es zudem die Ansichten von Frauen unterschiedlicher Generationen zu verbinden. Weitere Informationen zu der Veranstaltung werden folgen.

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