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Afrikanische Schweinepest: Landkreis Oberspreewald-Lausitz intensiviert Fallwildsuche in Restriktionszonen / noch kein ASP-Fall in OSL


Bild zur Meldung: Die Fallwildsuche im Landkreis Oberspreewald-Lausitz erfolgt mit Suchtruppen, dem Einsatz von Drohnen und Hundestaffeln – hier per Drohne in der Gemarkung Kroppen. (Foto Landkreis)



Aufgrund der bestätigten ASP-Fälle im sächsischen Nachbarlandkreis Meißen galt es für den Landkreis Oberspreewald-Lausitz, innerhalb der festgelegten Pufferzone verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, unter anderem auch die verstärkte Fallwildsuche.

 

Amtstierarzt Jörg Wachtel: „Uns ist es gelungen, die Fallwildsuche unter Einbeziehung von ehrenamtlichen Helfern, Mitarbeitern der Kreisverwaltung, Jägern und Vertretern aus den betroffenen Kommunen zu intensivieren. Das Absuchen auf das Vorhandensein von Schwarzwildkadavern oder Teilen davon erfolgt klassisch mit Suchtruppen, mit dem Einsatz von Drohnen und mit Hundestaffeln, die speziell für die Fallwildsuche ausgebildet sind.“ 

 

Auftakt der Suche bildete ein Waldgebiet von knapp 150 Hektar südlich und südwestlich von Kroppen in der vergangenen Woche. Etwa 18 Personen und zwei Suchhundgespanne waren beteiligt. Eine weitere Suche per Drohne in der Gemarkung Kroppen ergab gestern (16.11.) keine Auffälligkeiten. Bisher gesichtet wurde lebendes Rehwild und Schwarzwild. Am kommenden Samstag (20.11.) setzt der Landkreis die Fallwildsuche mit lokalen Hundeführern im Waldgebiet Kroppen in Richtung Jannowitz nahe der Stromtrasse fort, weitere Einsätze sind für die nächste Woche geplant. 

 

Hintergrund

Aufgrund der amtlichen Feststellung der Afrikanischen Schweinepest im sächsischen Landkreis Meißen wurde am 15. Oktober im südlichen Teil des Landkreises Oberspreewald-Lausitz eine Sperrzone I (früher Pufferzone) eingerichtet. Konkret betroffen sind die Gemeinden Grünewald, Hermsdorf, Kroppen, Ortrand, Großkmehlen und Lindenau. Die Pufferzone ist ca. 9.414 ha groß.

 

Innerhalb der seuchenfreien Pufferzone gelten besondere Maßnahmen. Unter anderem sind Schweinehalter verpflichtet, den Veterinärämtern unverzüglich die Anzahl der gehaltenen Schweine anzuzeigen und die Biosicherheitsmaßnahmen in den Tierhaltungen zu verstärken. Weiterhin ist eine verstärkte Fallwildsuche in der Pufferzone durchzuführen. Das Gebiet besteht vorwiegend aus Nadelwald, teilweise auch Mischwald und umfasst neben Hochwaldflächen auch Niederwaldteile und Dickungen. Eingeschlossen sind in diesem Gebiet auch sumpfige Flächen, Gräben, Teiche, ebenso wie landwirtschaftliche Nutzflächen.

 

Info-Telefone zur Afrikanischen Schweinepest

 

Landkreis Oberspreewald-Lausitz:

Bei Totfunden von Schwarzwild wenden Sie sich bitte an das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt.

Diese ist täglich unter der Rufnummer 03573 870-4400 erreichbar.

Land Brandenburg: 0331 866-5666 (Mo-Fr: 9-13 Uhr)

Weitere Informationen