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Landratsamt in Senftenberg
Senftenberger See - Luftaufnahme
 

Die Frauen in der Lausitz organisieren sich / Lausitzer Gleichstellungsbeauftragte und Landesgleichstellungsbeauftragte treffen sich in Senftenberg



Zum zweiten Bündnistreffen der Lausitzer Gleichstellungsbeauftragten kommen am Montag, 7. Juni die Beauftragte für die Gleichstellung von Frauen und Männern des Landes Brandenburg Manuela Dörnenburg und die sächsische Staatssekretärin Dr. Gesine Märtens nach Senftenberg. Dies unterstreicht die grenzüberschreitende Bedeutung der Geschlechterperspektive im Strukturwandel, welche das Bündnis herausstellen möchte. Frau Dörnenburg begleitet anschließend Johanna Zabka, Gleichstellungsbeauftragte von Oberspreewald-Lausitz, zu verschiedenen Frauen- und Mädchenprojekten im Landkreis.

 

In diesem zweiten Treffen der Lausitzer Beauftragten sollen gleichstellungspolitische Positionen zum Strukturwandel der Lausitz abgestimmt und eine Strategie für das gemeinsame Vorgehen entwickelt werden. Als Unterstützerinnen für einen geschlechtergerechten Strukturwandel auf landespolitischer Seite werden Manuela Dörnenburg, Landesbeauftragte für die Gleichstellung von Frauen und Männern des Landes Brandenburg, und Dr. Gesine Märtens, Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung anwesend sein. Von den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der sächsischen und brandenburgischen Lausitz Sabine Hiekel (Cottbus), Elke Voigt (Landkreis Dahme-Spreewald), Ute Miething (Landkreis Elbe-Elster), Lisa Temesvari-Alamer (Landkreis Spree-Neiße), Fränzi Straßberger (Stadt Bautzen), Katja Knauthe (Stadt Görlitz), Petra Laksar-Modrok (Zittau), Ina Körner (Landkreis Bautzen), Ines Fabisch (Landkreis Görlitz) und Johanna Zabka (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) kam die Idee zu diesem Bündnistreffen, an dem auch einige von ihnen teilnehmen.

 

In einem ersten Treffen der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten aus der Nieder- und der Oberlausitz am 3. März hat sich gezeigt, dass dieses Format für alle Beteiligten einen Mehrwert darstellt und der Zeitpunkt sehr günstig ist, die gleichstellungspolitischen Positionen zu vereinen, um für die und mit den Frauen im Strukturwandel deutlich sichtbarer und strukturgestaltender zu werden. Im derzeitigen Prozess zeigt sich unmissverständlich eine mangelnde Relevanz zu geschlechterspezifischen Kriterien, wie beispielsweise Arbeitsplätze, die nur sekundär vom Strukturwandel betroffen, aber mehrheitlich von Frauen besetzt sind.

 

Das TRAWOS Institut der Hochschule Zittau Görlitz und der Landkreis Görlitz entwickelten die Plattform „F wie Kraft“, die vernetzt, unterstützt, initiiert und forscht zum Thema Frauen in der Lausitz. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist das Bündnis der Gleichstellungsbeauftragten in der Region.

 

Die Plattform F wie Kraft (www.fwiekraft.de) wird durch Dr. Julia Gabler vom TRAWOS Institut der Hochschule Zittau/Görlitz vertreten.

 

Am Nachmittag unternimmt die Landesgleichstellungsbeauftragte ausgehend von Senftenberg eine gleichstellungspolitische Tour durch den Landkreis Oberspreewald-Lausitz

 

Das erste Projekt, das sie gemeinsam mit ihrer Kollegin, der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Johanna Zabka, besuchen wird, ist „Frau schafft das! Perspektive Wiedereinstieg“ der WEQUA GmbH in Lauchhammer. Das Projekt zielt darauf ab, den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen zu erleichtern, die aus Gründen der Kindererziehung oder Angehörigenpflege vorübergehend aus dem Beruf bzw. dem Erwerbsleben ausgestiegen sind.

 

Die zweite Station ist die „Mädchenbude“ der evangelischen Kirchengemeinde im Mehrgenerationenhaus Lauchhammer. Es handelt sich um einen offenen Treffpunkt, der bereits seit 25 Jahren Kommunikationszentrum und Unterstützungsstelle für Mädchen und junge Frauen ist.

 

Zuletzt besuchen die Landes- und kommunale Gleichstellungsbeauftragte das Kulturzentrum „GLEIS 3“ in Lübbenau/Spreewald. Dieser Ort bietet ein buntes Programm für alle Menschen, sowie viele Freiräume für die Verwirklichung von eigenen Ideen an und lädt ausdrücklich zum Mitmachen und Mitmischen ein.

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