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Corona-Impfungen starten am Klinikum Niederlausitz


Bild zur Meldung: Anne Stiller, Stellvertretende Pflegefachleitung auf der Intensivstation des Klinikums Niederlausitz, erhält als eine der ersten Mitarbeiter des Klinikums die Impfung gegen SARS-CoV-2. Bildunterschrift. (Foto: KNL / Kristin Dolk)



Senftenberg. Am 29. Dezember 2020 starten die Corona-Impfungen am Klinikum Niederlausitz. Noch in diesem Jahr erhalten über 240 Mitarbeiter die erste Impfung, weitere Impfungen sind im Januar geplant. Zu den ersten geimpften Mitarbeitern gehören Pfleger, Ärzte, Mitarbeiter des Krankenhausservice und des Funktionsdienstes.

Innerhalb kürzester Zeit wurde im Klinikum Niederlausitz eigens für die Corona-Impfung der Mitarbeiter ein internes Impfzentrum in Senftenberg eingerichtet. Hier werden am 29. und 30. Dezember auf zwei Impfstraßen an zehn Stunden pro Tag insgesamt über 240 Mitarbeiter mit dem mRNA-basierten Impfstoff gegen SARS-CoV-2 von Biontech/Pfizer geimpft, um sie vor Covid-19 zu schützen und so die Gesundheitsversorgung in der Region zu sichern. An der Impfstrecke sind fünf Ärzte zeitgleich im Einsatz, fünf weitere Mitarbeiter unterstützen bei Assistenz und Administration, neun Zimmer stehen für Aufnahme, Aufklärung, Impfung, Beobachtung und bei Bedarf zur medizinischen Notfallversorgung zur Verfügung. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer traf pünktlich am frühen Nachmittag des 28. Dezember in Senftenberg ein, der Impftstart ist reibungslos gelungen. Die Impfung ist freiwillig und kann von Klinikums-Mitarbeitern aller Bereiche in Anspruch genommen werden. Alle Termine der ersten beiden Impftage waren innerhalb kürzester Zeit vergeben. Anfang Januar sind weitere Impftage für Klinikums-Mitarbeiter geplant. Ein Großteil der impfwilligen Mitarbeiter des Klinikums Niederlausitz wird so bis Ende Januar beide Impfungen erhalten haben.

Lage im Klinikum bleibt angespannt
„Mit den Impfungen können wir unsere Mitarbeiter endlich über die Hygienemaßnahmen hinaus vor einer Covid-19-Erkrankung schützen. Wir erhoffen uns davon weniger Ausfälle beim Personal, das für die Sicherung der Krankenversorgung in der Region so dringend benötigt wird“, freut sich Tobias Vaasen, Geschäftsführer des Klinikums Niederlausitz, über den Impfstart. Im Klinikum Niederlausitz wurden im Dezember 123 Mitarbeiter positiv auf SARS-CoV-2 getestet, 51 davon in den vergangenen beiden Wochen. „Aufgrund des hohen Personalausfalls auch – aber nicht nur – wegen SARS-CoV-2-Infektionen und Quarantäneanordnungen befinden wir uns seit Anfang Dezember permanent an der Grenze unserer Aufnahmekapazität. Die Akut- und Notfallversorgung können wir weiterhin nur durch Verlegungen von Patienten in weit entfernte Krankenhäuser sichern. Allein gestern waren es fünf Patienten. In den kommenden Wochen rechne ich nicht mit einer Entspannung dieser Lage“, prognostiziert Tobias Vaasen.

Trotz Impfung: Schutzmaßnahmen weiter einhalten
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz war zeitweilig der Landkreis in Brandenburg mit der höchsten Inzidenz an SARS-CoV-2-Neuinfektionen. Hier wurden landesweit die ersten Impfdosen gegen Covid-19 in einem Pflegeheim verabreicht. „Der über 90prozentige Schutz vor einer Erkrankung mit Covid-19 ist nach der zweiten Impfung gegeben, die etwa drei Wochen nach der ersten erfolgt. Da noch nicht bekannt ist, ob die Impfung auch vor Ansteckung und Weitergabe des Virus schützt, gelten auch für die geimpften Klinikums-Mitarbeiter weiterhin alle Maßnahmen zum Infektionsschutz“, informiert Dr. Thomas Buthut, der als Leiter des Instituts für Krankenhaushygiene im Klinikum Niederlausitz die Impfungen koordiniert und das Team der impfenden Ärzte leitet.

Die Corona-Lage im Klinikum bleibt angespannt: Am 29. Dezember waren 16 Intensivplätze belegt, davon 14 mit Covid-19-Patienten. Insgesamt sind zum aktuellen Zeitpunkt 38 Covid-19-Patienten im Klinikum Niederlausitz in Behandlung. Regulär hält die Intensivstation des Krankenhauses in Senftenberg acht Betten vor. Seit Oktober wurden insgesamt 369 Männer und Frauen mit SARS-CoV-2 im Klinikum Niederlausitz behandelt. Aufgrund der unverändert angespannten Personalsituation sowohl im Pflegedienst als auch im Ärztlichen Dienst können aktuell nicht alle zur Verfügung stehenden Pandemiebetten und Beatmungsplätze mit Patienten belegt werden. Noch immer gilt eine bedingte Urlaubssperre, um Dienste besetzen und die Notfallversorgung sicherstellen zu können.        

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