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Senftenberger See - Luftaufnahme
 

"Sprache bedeutet extrem viel Arbeit"


Bild zur Meldung: Die Sorben/Wendenbeauftragte der Kreisverwaltung OSL, Hanka Rjelka, mit Bürgermeister Andreas Fredrich (links) und Falk Peschel, dem ebenfalls neu bestellten Sorben- und Wendenbeauftragten der Stadt Senftenberg. (Foto: Stadt Senftenberg)



Hanka Rjelka, seit Februar neue und gleichzeitig erste hauptamtliche Sorben/Wendenbeauftragte des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, auf Antrittsbesuch im Senftenberger Rathaus

 

Bei ihrem Antrittsbesuch im Senftenberger Rathaus am Mittwochmorgen (15. Juli) betonte Hanka Rjelka, die neue Beauftragte für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, dass für sie Zweisprachigkeit eine Chance ist. Beispielsweise bei der Öffnung des Wirtschaftsraums nach Osten. Sorbisch-wendisches Leben sei für sie in jedem Fall "mehr als Tourismus und Kultur". 

 

Im Gespräch mit Bürgermeister Andreas Fredrich und Falk Peschel,  dem neuen Sorben/ Wendenbeauftragten der Stadt Senftenberg, beschrieb Hanka Rjelka  die Sprache als Schlüssel  zur Kultur.  Die Vermittlung von Sprache sei  indes sehr zeitintensiv und erfordere Begeisterung. "Sprache bedeutet extrem viel Arbeit." Letztlich fehle es oft an "Manpower" für Kurse und Unterricht. Kinder in einer Kita beispielsweise hätten ein sehr gutes Gespür dafür, ob ihre Erzieherin die Sprache mit Leidenschaft lehrt. 

 

Bürgermeister Andreas Fredrich betonte, es müsse darum gehen, das Bewusstsein zu schärfen, dass die Sorben und Wenden " ein Stück unserer Geschichte sind". 

 

Hanka Rjelka war im Februar im Kreistag zur hauptamtlichen Beauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ernannt worden. Ihr Büro befindet sich im Landratsamt in Senftenberg. Zusammenarbeit und Vernetzung sieht sie als Kernaufgaben an. Sorben und Wenden seien "der gemeinsame Nenner der Lausitz".

 

Falk Peschel berichtete über Angebote in Senftenberg, die der Vermittlung sorbisch-wendischer Sprache und Kultur dienen. So existiert beispielsweise an der Dr.-Otto-Rindt-Oberschule ein fakultatives Kursangebot zu eben diesen Inhalten. Im Bereich der Kindertagesstätten sieht auch er die größte Hürde für die Erzieherinnen und Erzieher in der Sprache selbst.

 

 

Henry Doll

Persönlicher Referent des Bürgermeisters/Pressesprecher

 

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