Die Gemeinde Schipkau hat am 11. Januar 2026 einen neuen Bürgermeister gewählt. Mit 68,4 % der Stimmen setzte sich der parteilose Kandidat Thomas Nützsche nach dem aktuellen vorläufigen Wahlergebnis klar durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,8 %. Nützsche folgt auf Klaus Prietzel, der nach 16 Jahren im Amt nicht erneut kandidierte.
OSL-Landrat Siegurd Heinze gratuliert dem Wahlsieger: "Wir gratulieren Thomas Nützsche zu seiner Wahl und wünschen ihm viel Erfolg bei der Leitung der Gemeinde Schipkau. Ich bin zuversichtlich, dass er die erfolgreiche Arbeit des Vorgängers fortführen und die Gemeinde im wahrsten Sinne des Wortes energievoll weiterentwickeln wird."
Thomas Nützsche, 51 Jahre alt, in Annahütte geboren, in Schipkau aufgewachsen und heute in Hörlitz wohnhaft, ist seit 2019 Ortsvorsteher von Hörlitz und bringt über 20 Jahre Berufserfahrung in einem führenden Halbleiterunternehmen mit, aktuell als Schichtleiter bei der Werkfeuerwehr. Er setzt sich für eine Politik auf Augenhöhe, Transparenz und die Stärkung aller Ortsteile ein.
Gemeinde Schipkau
Die Gemeinde Schipkau mit rund 6.700 Einwohnerinnen und Einwohnern ist eingebettet zwischen Senftenberg, Schwarzheide und der Autobahn A13. Auf einer Fläche von etwa 69 km² umfasst die Gemeinde die sechs Ortsteile Annahütte, Drochow, Hörlitz, Klettwitz, Meuro und Schipkau.
Das der Schipkauer Gemeinde-Slogan „Gemeinde Schipkau – voller Energie!“ nicht nur auf dem Papier steht, ist inzwischen weithin bekannt. Historisch durch die Braunkohle geprägt, steht Schipkau heute für den Wandel zur Energie- und Technologieregion. Hierfür stehen unter anderem der Energiepark Lausitz, der Windpark Klettwitz mit der derzeit entstehenden größten Windkraftanlage der Welt sowie das erst kürzlich eröffnete Batterie Test Center an der Test- und Rennstrecke DEKRA Lausitzring.
Wenige Stunden nach dem Start des Projektes „Net Zero Valley Lausitz“ im Dezember 2025 unterzeichneten die Wirtschaftsförderung Cottbus und die Gemeinde Schipkau eine Vereinbarung über eine gemeinsame Kooperation bei der Entwicklung von Gewerbe – und Industriebauflächen. Damit findet das geplante Industriegebiet Schipkau – Schwarzheide Aufnahme in das von der Europäischen Union unterstütze Projekt grünstromversorgter Industriebauflächen der Zukunft. Gemäß des „Net Zero Industry Acts“ der Europäischen Union sollen solche nachhaltigen Standorte schneller ausgebaut und besser finanziert werden. Ziel der Kooperation ist unter anderem eine gegenseitige Vermittlung jeweils passender Investoren sowie eine gemeinsame Standortwerbung.