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Historie

Ein Blick in die Vergangenheit

Das Territorium des Landkreises Oberspreewald-Lausitz gehört größtenteils zum historischen Gebiet der Niederlausitz, deren geschichtliche Zuordnung sehr wechselvoll war. So erfuhr die Region besonders seit dem 14. Jahrhundert einen ständigen Wechsel der Landesherren, die zugleich auch die Herren des Markgrafentums Niederlausitz waren.

 

Die Geschichte lässt sich von der brandenburgischen Herrschaft über teilweise böhmischen Besitz bis hin zum Wettiner Haus verfolgen, aus dem die sächsischen Herrscher hervorgingen. Diese wiederum verloren mit dem Wiener Frieden den Herrschaftsbereich der Niederlausitz an Preußen.

 

Beziehungen von Ober- und Niederlausitz entwickelten sich im 15. Jahrhundert im südlichen Raum des Landkreises, im Gebiet um Ruhland, das in grauer Vorzeit zum sorbischen Gau Milska, dem späteren Bautzener Herrschaftsbereich zählte. Das Gebiet um Ortrand gehörte zum Feudalstaat Meißen, was sich noch heute im Stadtwappen nachweisen lässt.

 

Zusammensetzung des Landkreises ab 1945

Bis 1945 existierten auf dem Boden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz die preußischen Landkreise Hoyerswerda, Calau und Liebenwerda. 1950 beschloss der Kreistag des Landkreises Calau die Umbenennung in Kreis Senftenberg. Im Zuge der Verwaltungsreform 1952 entstanden aus dem nunmehr im Bezirk Cottbus liegenden Kreis Senftenberg die neuen Kreise Senftenberg und Calau.

 

Der neue Kreis Senftenberg setze sich aus dem südlichen Teil des Landkreises Calau, dem östlichen Teil des Landkreises Liebenwerda und einem Teil des Landkreises Luckau zusammen. Der nördliche Teil des neuen Kreises Senftenberg entsprach in etwa der ehemaligen Herrschaft Senftenberg und dem sogenannten Mückenberger Ländchen (das Gebiet um Lauchhammer) als Teil des Landkreises Liebenwerda. Der Südteil umfasste die Gegend um Ortrand und Ruhland. Vom Landkreis Luckau wurde das Dorf Drochow in das Kreisgebiet eingegliedert. Der neue Kreis Calau entstand aus Teilen der Landkreise Lübben, Luckau und des ehemaligen Landkreises Calau (zu diesem Zeitpunkt Landkreis Senftenberg). Der Kreis zählte zum sorbischen Siedlungsgebiet.

 

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz in seiner heutigen Form wurde 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform aus den Landkreisen Calau, Senftenberg und kleineren Teilen des Landkreises Bad Liebenwerda gegründet. Zuvor gab es 1990 im Kreistag eine knappe Mehrheit im damaligen Kreis Senftenberg für den Verbleib in Brandenburg und gegen eine Angliederung an Sachsen.

 

Wappen

Die historischen Wurzeln des Landkreises Oberspreewald-Lausitz spiegeln sich im Wappen des Landkreises wider. Die amtliche Wappenbeschreibung lautet:

„Geteilt von Silber und Blau, oben ein unbewehrter schreitender roter Stier mit über den Rücken geschlagenem Schweif, unten eine dreigezinnte goldene Mauer, belegt mit einem goldenen Schild, darin ein aufrechter schwarzer Löwe.“

 

Jeder der einstigen Kreise ist im Wappen verankert. Der Kreis Calau als Bestandteil der Niederlausitz hat im oberen Teil des Wappens den Stier. Den Kreis Hoyerswerda zeigt die Zinnenmauer der Oberlausitz und für den Kreis Bad Liebenwerda steht das Herzschild mit dem schwarzen Löwen der Mark Meißen.

 

Landkreiswappen