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Geflügelpest - Hinweise und Informationen zum aktuellen Geschehen

Landkreis Oberspreewald-Lausitz, den 14.02.2017

Aktuelle Meldung:

 

Tierseuchenallgemeinverfügung

 

Aufhebungsverfügung und Anordnung weiterer Maßnahmen

 

  1. Die Tierseuchenallgemeinverfügung vom 15.11.2016 – Aufstallungsanordnung gem. § 13 Abs. 1 Geflügelpest-VO für die Stadt Vetschau mit den Ortsteilen Tornitz und Lobendorf – wird hiermit aufgehoben.

     

  2. Die Tierseuchenallgemeinverfügung vom 25.11.2016 – Aufstallungsanordnung gem. § 13 Geflügelpest-VO für den gesamten Landkreis Oberspreewald-Lausitz – wird hiermit aufgehoben.

     

  3. Alle Geflügelhalter im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, die ihrer Pflicht zur Meldung des gehaltenen Geflügels bisher noch nicht nachgekommen sind, haben die Haltung von Geflügel unverzüglich beim Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft anzuzeigen. Den verschärften Biosicherheitsmaßnahmen auf Grundlage der Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen vom 18.11.2016 ist Folge zu leisten.

     

  4. Die Durchführung von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen ähnlicher Art mit Geflügel und in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln sind weiterhin bis auf Widerruf untersagt. Veranstaltungen mit ausschließlich Tauben können unter Auflagen genehmigt werden.

     

  5. Für die in Nr. 4 benannte Anordnung wird die sofortige Vollziehung angeordnet.

     

  6. Die Allgemeinverfügung tritt am 21.03.2017 in Kraft.

 

Begründung

 

Zu 3. Jeder Tierhalter ist nach § 26 der Viehverkehrsverordnung verpflichtet, der zuständigen Behörde unter Angabe seines Namens, seiner Anschrift und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt voraussichtliche gehaltenen Tiere, ihrer Nutzungsart und ihres Standortes, bezogen auf die jeweilige Tierart, anzuzeigen. Änderungen sind unverzüglich anzuzeigen.

Sollte bisher keine Anzeige erfolgt sein, holen Sie diese bitte umgehend nach. Bitte nutzen Sie hierfür das auf der Homepage des Landkreises bereitgestellte Formblatt zur Anzeige der Tierhaltung. Für diesbezügliche Rückfragen steht Ihnen das Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft unter der Rufnummer 03573 / 870 4423 gern zur Verfügung.

 

Zu 4. Die Durchführung von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen ähnlicher Art mit Geflügel und in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln wird aufgrund des bei derartigen Veranstaltungen erhöhten Risikos der Verschleppung und damit Weiterverbreitung von Krankheitserregern weiterhin untersagt.

 

Das Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft des Landkreises Oberspreewald-Lausitz ist nach § 1 des Gesetzes zur Ausführung des Tiergesundheitsgesetzes die sachlich und örtlich zuständige Behörde und nach § 38 Abs. 11 i.V.m. § 6 des Tiergesundheitsgesetzes sowie § 5 des Gesetzes zur Ausführung des Tiergesundheitsgesetzes für den Erlass dieser Tierseuchenallgemeinverfügung zuständig.

 

Zu 5. Die sofortige Vollziehung wird gemäß § 80 Absatz 2 Nummer 4 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) i.V.m. § 37 Tiergesundheitsgesetz angeordnet.

Der nachgewiesene Erreger der Geflügelpest stellt eine große Gefahr für heimische Geflügelbestände dar und die ergriffenen Maßnahmen zielen darauf ab den Eintrag in selbige zu verhindern.

Die Anordnung der sofortigen Vollziehung ist geboten, da durch die Verschleppung von Tierseuchen eine erhebliche Gefährdung der Allgemeinheit ausgeht. Des Weiteren führen die strengen Handelsbeschränkungen, die aufgrund des Auftretens der Geflügelpest auch für noch nicht von der Krankheit betroffenen Betriebe verhängt werden, zu enormen wirtschaftlichen Verlusten für die gesamte Region.

Das Einzelinteresse, durch einen Widerspruch die Wirkung der Anordnung vorübergehend auszusetzen, ist dagegen geringer zu bewerten. Der Tierseuchenschutz muss sofort sichergestellt werden, so dass der Ausgang eines etwaigen Widerspruchs- und Klageverfahrens nicht abgewartet werden kann.

 

 

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist beim Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Dubinaweg 1, 01968 Senftenberg schriftlich oder zur Niederschrift einzulegen.

 

Der Widerspruch hat gemäß § 80 Absatz 2 Nr. 4 Verwaltungsgerichtsordnung keine aufschiebende Wirkung. Daher sind die in der Allgemeinverfügung benannten Verpflichtungen unverzüglich zu befolgen, auch wenn der Widerspruch frist- und formgerecht eingelegt wurde.

 

Auf Ihren Antrag hin kann das Verwaltungsgericht in 03050 Cottbus, Vom Stein-Straße 27, die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs auf der Grundlage des § 80 Abs. 5 VwGO ganz oder teilweise anordnen.

Im Auftrag

 

gez. DVM Jörg Wachtel

Amtstierarzt Senftenberg, den 21.03.2017

 

 

 

 

Aufhebung der Tierseuchenallgemeinverfügung vom 13.02.2017

 

zum Schutz gegen die Geflügelpest

 

 

  1. Die am 13.02.2017 erlassene Tierseuchenallgemeinverfügung – Bekanntmachung des Sperrbezirks und Beobachtungsgebietsverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest- wird aufgehoben.

  2. Diese Verfügung tritt am 12.03.2017 in Kraft.

Die Aufstallungsanordnung, verfügt am 25.11.2016, bleibt hiervon unberührt und gilt weiterhin im gesamten Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

 

Hinweis

Das Beobachtungsgebiet umfasste den Ortsteil Sedlitz, die Ortslage Lieske und den Gemeindeteil Kleinkoschen.

 

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen die Aufhebung der Tierseuchenallgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist beim Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Dubinaweg 1, 01968 Senftenberg schriftlich oder zur Niederschrift einzulegen.

 

Senftenberg, den 10.03.2017

Im Auftrag

 

gez. Laura Schuster

Amtliche Tierärztin

 

 

Aufhebung der Tierseuchenallgemeinverfügung vom 18.01.2017

 

zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel

 

 

  1. Die am 18.01.2017 erlassene Tierseuchenallgemeinverfügung – Beobachtungsgebietsverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel - wird aufgehoben.

  2. Diese Verfügung tritt am Tag nach Ihrer Bekanntgabe in Kraft.

Die Aufstallungsanordnung, verfügt am 25.11.2016, bleibt hiervon unberührt und gilt weiterhin im gesamten Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

 

Hinweis

Das Beobachtungsgebiet umfasste die gesamte Stadt Lübbenau mit den Ortsteilen Leipe, Lehde, Boblitz, Klein Klessow, Klein Beuchow, Zerkwitz, Krimnitz, Ragow.

 

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen die Aufhebung der Tierseuchenallgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist beim Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Dubinaweg 1, 01968 Senftenberg schriftlich oder zur Niederschrift einzulegen.

 

Senftenberg, den 24.02.2017

Im Auftrag

 

gez. Laura Schuster

Amtliche Tierärztin

 

 

Tierseuchenallgemeinverfügung

 

Bekanntmachung des Sperrbezirks und

Beobachtungsgebietsverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest

 

 

Am Sedlitzer See (Stadt Senftenberg) ist bei einem Wildvogel am 10.02.2017 der Verdacht des Ausbruchs der Aviären Influenza (Geflügelpest) amtlich festgestellt worden.

 

Das Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft (Veterinärbehörde) des Landkreises Oberspreewald-Lausitz macht wegen des Verdachtes des Ausbruches der Wildvogel-Geflügelpest folgenden Sperrbezirk und folgendes Beobachtungsgebiet bekannt:

 

Der Sperrbezirk, auf nachfolgender Karte rot dargestellt, verläuft im Norden entlang des Ufers des Sedlitzer Sees über den Verbindungskanal zum Partwitzer See und von dort am Ufer des Partwitzer Sees entlang bis zum Verbindungskanal zwischen Partwitzer und Geierswalder See. Das Gebiet verläuft des Weiteren entlang des Ufers des Geierswalder Sees bis zum Sornoer Kanal. Von dort am Ufer des Sedlitzer Sees entlang bis Norden.

 

Das Beobachtungsgebiet, nachfolgend blau dargestellt, verläuft im Norden entlang der Bundesstraße 169 bis zum Abzweig zur B156. Dieser Bundesstraße folgend bis zur Grenze zum Landkreis Bautzen, Sachsen. Der Landesgrenze von Osten nach Süden folgend, verläuft das Gebiet anschließend über die Schwarze Elster nach Westen und von dort weiter entlang der Rainitza bis zur B169.

 

Das Beobachtungsgebiet umfasst den Ortsteil Sedlitz, die Ortslage Lieske und den Gemeindeteil Kleinkoschen.

 

Die vollständige Tierseuchenallgemeinverfügung finden Sie im Anhang.

 

Tierseuchenallgemeinverfügung

 

Beobachtungsgebietsverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel

 

 

In der Gemeinde Bernsdorf ist in einem Tiergehege am 08.02.2017 der Ausbruch der Aviären Influenza (Geflügelpest) amtlich festgestellt worden.

 

Das Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft (Veterinärbehörde) des Landkreises Oberspreewald-Lausitz macht wegen des Ausbruches der Geflügelpest folgendes Beobachtungsgebiet bekannt:

 

Das Beobachtungsgebiet umfasst den Ortsteil Hosena, die Gemeinde Hohenbocka, die Gemeinde Grünewald und den Gemeindeteil Sella.

 

Für das Beobachtungsgebiet gilt Folgendes:

 

  1. Das Beobachtungsgebiet wird an den Hauptzufahrtswegen durch Hinweisschilder mit der Aufschrift „Geflügelpest – Beobachtungsgebiet“ kenntlich gemacht.

  2. Tierhalter im Beobachtungsgebiet haben entsprechend der Tierseuchenallgemeinverfügung vom 25.11.2016 weiterhin sämtliches Geflügel in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung zu halten.

  3. Tierhalter haben dem Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Land-wirtschaft unverzüglich die Anzahl des gehaltenen Geflügels unter Angabe ihrer Nutzungsart und ihres Standortes bis zum 15.02.2017 aktualisiert anzuzeigen.

  4. Verendetes Geflügel ist der Veterinärbehörde unverzüglich zu melden.

  5. Gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie von Geflügel und Federwild stammende sonstige Erzeugnisse sowie tierische Nebenprodukte von Geflügel dürfen weder in einen noch aus einem Bestand verbracht werden.

  6. Der Tierhalter hat unabhängig von der Größe seines Bestandes oder sonstigen Vogelhaltung sicher zu stellen, dass

    1. die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden und diese Personen die Schutz- oder Einwegkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standortes des Geflügels unverzüglich ablegen,

    2. Schutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert bzw. Einwegkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird.

  7. Gehaltene Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestandes dürfen nicht frei gelassen werden.

  8. Die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art ist weiterhin verboten.

  9. Transportfahrzeuge und Behälter, mit denen gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel, tierische Nebenprodukte von Geflügel, Futtermittel oder sonstige Materialien, die Träger des hochpathogenen aviären Influenzavirus sein können, befördert worden sind, sowie Fahrzeuge, mit denen ein Bestand mit gehaltenen Vögeln befahren worden ist, sind unverzüglich nach jeder Beförderung nach näherer Anweisung der Veterinärbehörde zu reinigen und zu desinfizieren.

  10. Für die in Nr. 1. bis 8. benannten Anordnungen wird die sofortige Vollziehung angeordnet.

  11. Diese Allgemeinverfügung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

 

Begründung

Auf Grund der Geflügelpest-Verordnung ist das oben bezeichnete Gebiet des Landkreises Oberspreewald-Lausitz nach der Feststellung des Ausbruches der Geflügelpest in der Gemeinde Bernsdorf in das zu bildende Beobachtungsgebiet einzubeziehen.

 

Die sofortige Vollziehung wird gemäß § 80 Absatz 2 Nummer 4 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) i.V.m. § 37 Tiergesundheitsgesetz angeordnet.

Der aktuell nachgewiesene Erreger der Geflügelpest stellt eine große Gefahr für heimische Geflügelbestände dar und die ergriffenen Maßnahmen zielen darauf ab den Eintrag in selbige zu verhindern.

Die Anordnung der sofortigen Vollziehung ist geboten, da durch die Verschleppung von Tierseuchen eine erhebliche Gefährdung der Allgemeinheit ausgeht.

Das Einzelinteresse, durch einen Widerspruch die Wirkung der Anordnung vorübergehend auszusetzen, ist dagegen geringer zu bewerten. Vor diesem Hintergrund müssen private sowie wirtschaftliche Interessen der einzelnen Geflügelhalter und somit auch das Interesse an der aufschiebenden Wirkung eines erhobenen Widerspruchs vor dem öffentlichen Interesse an einer wirksamen und unmittelbar greifenden Seuchenbekämpfung zurückstehen.

Die sofortige Vollziehung der angeordneten Maßnahmen ist gerechtfertigt und zwingend notwendig, da ein mögliches Rechtsmittelverfahren einen zu langen Zeitraum in Anspruch nimmt. Die angeordneten Maßnahmen dienen dazu und sind geeignet, eine weitere Verbreitung der Geflügelpest zu verhindern.

 

Die vollständige Tierseuchenallgemeinverfügung finden Sie im Anhang.

 

Tierseuchenallgemeinverfügung

 

Beobachtungsgebietsverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest bei Nutzgeflügel

 

 

In der Gemeinde Alt-Zauche-Wußwerk ist in einem Putenbestand am 17.01.2017 der Ausbruch der Aviären Influenza (Geflügelpest) amtlich festgestellt worden.

 

Das Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft (Veterinärbehörde) des Landkreises Oberspreewald-Lausitz macht wegen des Ausbruches der Geflügelpest folgendes Beobachtungsgebiet bekannt:

 

Die Grenze des Beobachtungsgebietes im Landkreis Oberspreewald-Lausitz verläuft im Norden entlang der Kreisgrenze zum Landkreis Dahme-Spreewald und führt über die östliche Kreisgrenze zum Landkreis Spree-Neiße. Des Weiteren entlang des Südumfluters bis zum Ackerweg, der die L 49 kreuzt und anschließend als Groß Lübbenauer Poststraße bis zur A 15 führt. Die Grenze verläuft von dort entlang der Autobahn A 13 über das Spreewalddreieck bis einschließlich der A 15 und endet mit der Kreisgrenze zum Landkreis Dahme-Spreewald.

Das Gesamtgebiet erstreckt sich über weitere Teile der Landkreise Dahme-Spreewald und Spree-Neiße.

 

Das Beobachtungsgebiet umfasst die gesamte Stadt Lübbenau mit den Ortsteilen Leipe, Lehde, Boblitz, Klein Klessow, Klein Beuchow, Zerkwitz, Krimnitz, Ragow.

 

Für das Beobachtungsgebiet gilt Folgendes:

 

  1. Tierhalter im Beobachtungsgebiet haben entsprechend der Tierseuchenallgemeinverfügung vom 25.11.2016 weiterhin sämtliches Geflügel in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung zu halten.

  2. Tierhalter haben dem Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Land-wirtschaft unverzüglich die Anzahl des gehaltenen Geflügels unter Angabe ihrer Nutzungsart und ihres Standortes bis zum 25.01.2017 aktualisiert anzuzeigen.

  3. Verendetes Geflügel ist der Veterinärbehörde unverzüglich zu melden.

  4. Gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie von Geflügel und Federwild stammende sonstige Erzeugnisse sowie tierische Nebenprodukte von Geflügel dürfen weder in einen noch aus einem Bestand verbracht werden.

  5. Der Tierhalter hat unabhängig von der Größe seines Bestandes oder sonstigen Vogelhaltung sicher zu stellen, dass

    1. die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden und diese Personen die Schutz- oder Einwegkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standortes des Geflügels unverzüglich ablegen,

    2. Schutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert bzw. Einwegkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird.

  6. Gehaltene Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestandes dürfen nicht frei gelassen werden.

  7. Die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art ist weiterhin verboten.

  8. Transportfahrzeuge und Behälter, mit denen gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel, tierische Nebenprodukte von Geflügel, Futtermittel oder sonstige Materialien, die Träger des hochpathogenen aviären Influenzavirus sein können, befördert worden sind, sowie Fahrzeuge, mit denen ein Bestand mit gehaltenen Vögeln befahren worden ist, sind unverzüglich nach jeder Beförderung nach näherer Anweisung der Veterinärbehörde zu reinigen und zu desinfizieren.

  9. Für die in Nr. 1. bis 8. benannten Anordnungen wird die sofortige Vollziehung angeordnet.

  10. Diese Allgemeinverfügung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

 

Begründung

Auf Grund der Geflügelpest-Verordnung ist das oben bezeichnete Gebiet des Landkreises Oberspreewald-Lausitz nach der Feststellung des Ausbruches der Geflügelpest in der Gemeinde Alt Zauche-Wußwerk in das zu bildende Beobachtungsgebiet einzubeziehen.

 

Die sofortige Vollziehung wird gemäß § 80 Absatz 2 Nummer 4 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) i.V.m. § 37 Tiergesundheitsgesetz angeordnet.

Der aktuell nachgewiesene Erreger der Geflügelpest stellt eine große Gefahr für heimische Geflügelbestände dar und die ergriffenen Maßnahmen zielen darauf ab den Eintrag in selbige zu verhindern.

Die Anordnung der sofortigen Vollziehung ist geboten, da durch die Verschleppung von Tierseuchen eine erhebliche Gefährdung der Allgemeinheit ausgeht.

Das Einzelinteresse, durch einen Widerspruch die Wirkung der Anordnung vorübergehend auszusetzen, ist dagegen geringer zu bewerten. Vor diesem Hintergrund müssen private sowie wirtschaftliche Interessen der einzelnen Geflügelhalter und somit auch das Interesse an der aufschiebenden Wirkung eines erhobenen Widerspruchs vor dem öffentlichen Interesse an einer wirksamen und unmittelbar greifenden Seuchenbekämpfung zurückstehen.

Die sofortige Vollziehung der angeordneten Maßnahmen ist gerechtfertigt und zwingend notwendig, da ein mögliches Rechtsmittelverfahren einen zu langen Zeitraum in Anspruch nimmt. Die angeordneten Maßnahmen dienen dazu und sind geeignet, eine weitere Verbreitung der Geflügelpest zu verhindern.

 

Die vollständige Tierseuchenallgemeinverfügung finden Sie im Anhang.

 

 

Tierseuchenallgemeinverfügung

Aufstallungsanordnung

gem. § 13 Abs. 1 der Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest

(Geflügelpest-Verordnung)

 

1. Im gesamten Gebiet des Landkreises Oberspreewald-Lausitz wird ab 27.11.2016 die Aufstallung von Geflügel (Hühner, Truthühner (Puten), Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänsen) gemäß § 13 Abs. 1 der Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest (Geflügelpest-Verordnung) in der aktuellen Fassung angeordnet. Geflügel darf nur entweder

A: in geschlossenen Ställen oder

B: unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss (Schutzvorrichtung) gehalten werden.

 

2. Die Genehmigung von Ausnahmen von der in Nr. 1 benannten Aufstallungspflicht ist schriftlich beim Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft des Landkreises Oberspreewald-Lausitz zu beantragen.

 

3. Alle Geflügelhalter im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, die ihrer Pflicht zur Meldung des gehaltenen Geflügels bisher noch nicht nachgekommen sind, haben die Haltung von Geflügel unverzüglich beim Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft anzuzeigen. Den verschärften Biosicherheitsmaßnahmen auf Grundlage der Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen vom 18.11.2016 ist Folge zu leisten.

 

4. Geflügelbörsen und Märkte sowie Veranstaltungen anderer Art, bei denen Geflügel verkauft oder zur Schau gestellt wird, sind im gesamten Gebiet des Landkreises Oberspreewald- Lausitz verboten.

 

5. Für die in Nr. 1 bis 4 benannten Anordnungen wird die sofortige Vollziehung angeordnet.

 

6. Die Allgemeinverfügung tritt am 27.11.2016 in Kraft und gilt bis auf Widerruf.

 

Die vollständige Tierseuchenallgemeinverfügung finden Sie im Anhang.

 

 

Eilverordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen

 

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat mit Wirkung vom 21. November 2016 eine Eilverordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen erlassen.

Die Vorschriften gelten bundesweit für alle Geflügelhalter (auch Kleinsthaltungen)!

Nach § 3 der Verordnung haben Geflügelhalter eines Bestandes

- bis 100 Stück Geflügel im Bestandsregister je Werktag die Anzahl der verendeten Tiere

- mit 100 bis 1.000 Stück Geflügel je Werktag die Gesamtzahl der gelegten Eier des Bestandes

zu erfassen.

Der Tierhalter eines Bestandes bis einschließlich 1.000 Stück Geflügel hat nach § 4 sicherzustellen, dass

1. die Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder sonstigen Standorte des Geflügels gegen unbefugten Zutritt oder unbefugtes Befahren gesichert sind,

2. die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden und dass diese Personen die Schutz- und Einwegkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich ablegen,

3. Schutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird,

4. eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zur Desinfektion der Schuhe vorgehalten wird.

Die Verordnung gilt vorläufig bis zum 20.05.2017.

Das Amt für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft fordert alle Geflügelhalter des Landkreises dazu auf, die Maßnahmen entsprechend umzusetzen. In begründeten Härtefällen kann eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden.

Eine Orientierungshilfe kann die Empfehlung zur Hygieneschleusen für Hausgeflügel-Kleinhaltungen des Schweizer Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sein:

 

https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/tiere/tierkrankheiten-und-arzneimittel/hygieneschleuse-hausgefluegel.pdf.download.pdf/Hygieneschleusen_f%C3%BCr_Hausgefl%C3%BCgel-Kleinhaltungen_DE.pdf

 

Für Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Amtes für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft gern zur Verfügung.

 

Tierseuchenallgemeinverfügung