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Zensus 2022 im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Zensus 2022 startet am 16. Mai 2022

 

Das müssen Sie wissen.


Der eine oder die andere hatte die Post schon im Briefkasten: Die ersten Hausbesuch-Termine sind angekündigt worden.

Der Zensus ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Die Europäische Union schreibt vor, dass ihre Mitgliedstaaten alle zehn Jahre eine Volkszählung durchführen sollen.

Der bisher letzte Zensus fand 2011 statt, der neue wurde aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. Das Statistische Bundesamt schreibt, dass das Einwohnermelderegister allein nicht ausreiche, um die benötigten Daten zu liefern – deshalb die Extra-Befragung.

 

Wer wird beim Zensus befragt?

 

Es gibt sozusagen vier verschiedene Zählungen.

Erstens die Haushaltsbefragung, die alle Bürgerinnen und Bürger betrifft. Anhand von Adressen werden stichprobenartig Menschen für die Befragungen der Haushalte ausgewählt. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sind davon ca. 23.000 Personen betroffen. Diese werden dann durch sogenannte Erhebungsbeauftragte - das sind geschulte, ehrenamtliche Interviewerinnen und Interviewer - kurz zu Hause befragt. Etwa die Hälfte der Ausgewählten müssen mehr Fragen beantworten.

Nach der Haupterhebung (ab Mitte Juni 2022 bis Nov. 2022) erfolgt eine Befragung, die der Qualitätssicherung dient: Sehr wenige Menschen (vier Prozent) müssen dann nochmals die gleichen Fragen in einer Wiederholungsbefragung mit einem anderen Interviewer beantworten.

Drittens die Gebäude- und Wohnungszählung, die alle Eigentümer von Wohnungen betrifft. Im Rahmen dieser Befragungen werden alle Eigentümer vom Statistischen Landesamt angeschrieben und erhalten Zugangsdaten für einen Online-Fragebogen, in dem Daten wie die Heizungsart, die Wohnungsgröße u.s.w. abgefragt werden.

Viertens findet auch in Wohnheimen und Gesamtunterkünften ein Zensus statt. Dort werden alle Bewohnerinnen und Bewohner ebenfalls durch Interviewer befragt, in Altenheimen oder Einrichtungen für Menschen mit einer psychischen Erkrankung übernimmt das die Heimleitung stellvertretend für alle.

 

Wie läuft die Befragung für mich ab?

 

Ist der Termin durch ein Ankündigungsschreiben vereinbart, klingelt der Interviewer an der Tür und zeigt unaufgefordert den Erhebungsbeauftragtenausweis vor. Das persönliche Gespräch, in dem im Prinzip der Personalausweis abgefragt wird, dauert circa fünf bis zehn Minuten. Das sind beispielsweise Fragen zum Namen, Geburtsdatum, Geschlecht sowie der Anzahl der Personen die im Haushalt leben.

Gehören Sie zu der Hälfte der Stichprobe, die für den weiteren, längeren Fragebogen ausgewählt ist, erhalten Sie von dem Interviewer die individuellen Online-Zugangsdaten oder bei Bedarf in Ausnahmefälle einen Papierfragebogen überreicht.

Der lange Fragebogen geht über demographische Fragen hinaus, es geht etwa um den Schulabschluss und Fragen zur Berufstätigkeit.

 

Was wird beim Zensus 2022 definitiv nicht gefragt?

 

Niemand muss Angaben zum Einkommen, Passwörtern, Impfstatus oder Bankverbindungen machen, und es wird auch kein Geld verlangt – wenn doch, handelt es sich bei den angeblichen Interviewern um Betrüger.

 

Wann klingeln die Interviewer bei mir?

 

Zurzeit starten die Interviewerinnen und Interviewer mit ihrer Arbeit und überprüfen, ob an allen ihnen zugeteilten Adressen wirklich wer wohnt. Dann werfen sie die Briefe mit Terminvorschlägen in den Briefkasten. Ab dem 16. Mai 2022 starten die ersten Befragungen. Diese sollen nach etwa drei Monaten abgeschlossen sein. In diesem Zeitraum werden also die Hausbefragungen durchgeführt. Erst nach der Haupterhebung kann die Wiederholungsbefragung starten. Diese wird voraussichtlich bis November 2022 andauern.

Kann ich die Auskunft verweigern?

Es besteht eine Auskunftspflicht laut dem Zensusgesetz. Wer zum Beispiel am angekündigten Termin unentschuldigt nicht anzutreffen ist, bekommt eine Erinnerung per Post.

 

Kontaktdaten, Ansprechpartner und Öffnungszeiten

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.zensus2022.de.