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Landratsamt in Senftenberg
Senftenberger See - Luftaufnahme
 

Internationaler Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“


Bild zur Meldung: Zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ zeigt der Landkreis Oberspreewald-Lausitz Flagge - vom 25. November bis 2. Dezember wehen an den Standorten der Kreisverwaltung in Senftenberg (Dubinaweg) und in Calau die Fahnen mit der Aufschrift „Wir sagen NEIN! zu Gewalt gegen Frauen!“. (Foto Landkreis/Weser)



Hilfe und Unterstützung für schutzsuchende Frauen und Kinder in OSL

 

Zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ zeigt der Landkreis Oberspreewald-Lausitz Flagge. Ab Donnerstag, 25. November bis zum 2. Dezember werden an den Standorten der Kreisverwaltung in Senftenberg (Dubinaweg) und in Calau die Fahnen mit der Aufschrift „Wir sagen NEIN! zu Gewalt gegen Frauen!“ wehen. Der Internationale Gedenk- und Aktionstag fordert die Öffentlichkeit dazu auf, hinzusehen und zu handeln und diesen Tag zum Anlass zu nehmen, häusliche Gewalt in den Fokus zu rücken, das Schweigen zu brechen und Betroffenen, Opfern, Tätern, Angehörigen, Freund*innen und anderen, Lösungen anzubieten.

 

Seit 1999 ist der 25. November offiziell als internationaler Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen in den Vereinten Nationen anerkannt. Weltweit wehen um den 25. November die Fahnen im öffentlichen Raum und setzen somit ein Zeichen gegen jegliche Art von Gewalt. Auch die Kreisverwaltung des Landkreises beteiligt sich seit 21 Jahren an der Fahnenaktion.

 

Gewalt gegen Frauen findet in unterschiedlichen Formen täglich und mitten unter uns statt. Häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung, Frauenhandel, Gewalt auf der Flucht oder Prostitution. Die häufigste Ursache von Verletzung bei Frauen ist insbesondere die häusliche Gewalt. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden im Jahr 2020 im Land Brandenburg insgesamt 5.235 Straftaten in Zusammenhang mit häuslicher Gewalt registriert. 864 Fälle bzw. 19,8 Prozent mehr als im Jahr 2019. Wie in den vergangenen Jahren auch, waren weibliche Opfer am häufigsten von häuslicher Gewalt betroffen (70,9 Prozent). Die Gefährdung bei weiblichen Personen ist besonders hoch im Alter zwischen 21 und 40 Jahren. In Deutschland ist oder war schon jede vierte Frau Opfer von häuslicher Gewalt. Das eigene Zuhause ist dabei der gefährlichste Ort für eine Frau.

 

Frauen- und Kinderschutzhaus in Lauchhammer

In Oberspreewald-Lausitz bietet das Frauen- und Kinderschutzhaus in Lauchhammer Hilfe, Beratung und Zuflucht. Betroffene können sich nach telefonischer Terminvereinbarung unter 03574 2693 auch mit den Mitarbeiterinnen in den mobilen Beratungsstellen im Landkreis treffen. Diese gibt es in Lauchhammer (Mehrgenerationenhaus), Senftenberg (Erziehungs- und Beratungsstelle des Fröbel e.V.), Großräschen (Mehrgenerationshaus), Calau (Kontakt- und Beratungsstelle „Die Brücke“ e.V., Lübbenau/Spreewald (Kulturzentrum), Ortrand (Seniorenclub), Vetschau/Spreewald (Arbeitslosentreff im Haus der Musik), Schwarzheide (Kindertagesstätte) und Ruhland (Stadtbibliothek).

 

Telefon Frauenhaus: 03574 2693 (Mo-Fr 8-17 Uhr) und 03574 7650 (wochentags ab 18 Uhr) oder über die Polizei (110).

 

Büro für Behinderten- und Gleichstellungsfragen des Landkreises

Auch Johanna Zabka, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises OSL, steht als Ansprechpartnerin bereit und vermittelt Kontakte und Unterstützungsangebote: Büro für Behinderten- und Gleichstellungsfragen, Telefon 03573 870-4104, E-Mail: .

 

Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen

Zudem berät das Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen (08000 116 016) an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden am Tag deutschlandweit betroffene Frauen, informiert zu Möglichkeiten und vermittelt bei Bedarf an geeignete Unterstützungseinrichtungen vor Ort. Über die Internetseite www.hilfetelefon.de können sich gewaltbetroffene Frauen und unterstützende Personen auch über die Onlineberatung per E-Mail oder Chat an das Hilfetelefon wenden. Die Gespräche sind vertraulich und auf Wunsch auch anonym. Auch der Weiße Ring hilft Opfern von Kriminalität und Gewalt. Ratsuchende können sich täglich von 7-22 Uhr unter der 116 006 kostenfrei und anonym telefonisch Hilfe und Unterstützung einholen.

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