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Happy Birthday, 112! – Europäischer Lebensretter wird am 29. Juli 30 Jahre alt


Bild zur Meldung: Foto: Am Stuttgarter Fernsehturm wird für den Euronotruf 112 geworben. (Foto: „Europe Direct“)



Wie wichtig eine lebensrettende Notrufnummer werden kann, mussten in diesen Tagen viele Menschen erleben. Der Kreisbrandmeister des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Tobias Pelzer, weist deshalb aus Anlass des morgigen 30. Geburtstags des Euronotrufes 112 darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger in allen EU-Mitgliedstaaten und vielen weiteren Ländern Europas über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr, die Rettung und die Polizei erreichen können.

 

„Es ist vielen Menschen nicht bekannt, dass in Deutschland die 112 schon 1948 in Nürnberg, 1952 in Hamburg und 1954 in Berlin und Stuttgart eingeführt und seit Mitte der 70er Jahren flächendeckend als Notruf verwendet wurde“, erklärt Pelzer.

 

Es war dann kein Zufall, dass die deutsche Notrufnummer 112 zum Euronotruf wurde, so Pelzer. Die dreistellige Notrufnummer 112 hatte technische Vorteile gegenüber kürzeren Notrufnummern. Und als die Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Fernmeldewesen CEPT sich Mitte der 70er Jahre für eine Nummer entscheiden musste, war die 112 die Nummer mit der größten Bevölkerungszahl. Auf der Basis dieser Vorauswahl haben am 29. Juli 1991 die EG-Mitgliedstaaten beschlossen, die 112 als gemeinsame Notrufnummer einzuführen. Die Vorteile einer einheitlichen Nummer sind so groß, dass Großbritannien die 112 trotz des Brexits beibehalten hat. Für alle 112-Staaten gilt, dass Anrufende automatisch mit der nächstgelegenen 112-Notrufzentrale verbunden werden.

 

Hätten Sie es gewusst?

Die 112 im Sternenkranz der europäischen Flagge ist ein gutes Symbol für den Euronotruf. Und so ganz nebenbei, fügt Pelzer mit einem Zwinkern hinzu, sieht man, dass es bei der EU-Flagge ein „oben“ und „unten“ gibt: Jeder einzelne der zwölf Sterne in der Flagge zeigt mit einer Spitze nach oben und zwei Spitzen müssen nach unten zeigen.

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