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Laufen für den guten Zweck: 68 Kinder und Jugendliche nahmen am Spendenlauf „WasserMarsch“ in Raddusch teil


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Seit sechs Jahren unterstützt der von Sozialarbeitern und Mitarbeitern der Jugendförderung des Jugendamtes OSL initiierte Spendenlauf „WasserMarsch“ Kinder in der Republik Tschad, einem der ärmsten Länder der Welt. Ende September haben 68 Kinder und Jugendliche aus OSL und Umgebung erneut die Wanderschuhe geschnürt und in kleinen Teams die „Wildnis“ Brandenburgs erlaufen. Insgesamt wurden in 10 Gruppen 1.732 Kilometer zurückgelegt und somit Spenden in Höhe von 3.556,10 Euro gesammelt werden. Dieses kommt dem Aufbau einer Schule in der Region Milakar zu Gute.

 

Das Konzept von WasserMarsch

 

Der 24-Stunden-Lauf findet jährlich statt. In diesem starteten die Kinder und Jugendlichen an der Kulturscheune in Raddusch/Spreewald. Eröffnet wurde die Spendenaktion durch Jugenddezernent Alexander Erbert.

„Mit 1.732 zurückgelegten Kilometern und den Spendenzusagen von knapp 3.500 Euro können im kommenden Jahr zwei weitere Klassenräume für den weiterführenden Teil der Schule im Tschad gebaut werden. Ich bin stolz auf die Leistung unserer teilnehmenden Kinder und Jugendlichen“, berichtet Steffen Lachmann aus dem Jugendamt.

In der Regel suchen sich die Jugendlichen einer Stadt oder Gemeinde ihren oder ihre Sponsoren selbstständig aus und gehen mit einer Spendenvereinbarung auf diese zu.

Diese können dann frei entscheiden, mit welchem Betrag sie das Projekt unterstützen möchten. In den vergangenen 6 Jahren nahmen insgesamt 469 Teilnehmer an den Spendenläufen teil. Zusammen wurde eine Wegstrecke von 11.729,3 Kilometer zurückgelegt und damit 23.057,60 EUR für das Projekt gesammelt.

 

Jugendliche laufen für einen guten Zweck

Das Spendengeld aus „WasserMarsch“ kommt dem Aufbau der Schule in Region Milakar in der Republik Tschad, etwa 100 Kilometer östlich von Moundou, zu Gute. In der Region gibt es kein funktionierendes staatliches Schulwesen. Die Mädchen müssen weit laufen, um Wasser für ihre Familien zu beschaffen. In der Trockenzeit sind das bis zu 20 Kilometer am Tag.

 

Mit dem „WasserMarsch“ sollen Jugendliche die Gelegenheit bekommen, den Alltag der Jugendlichen im Tschad nachzuempfinden. Parallel sammeln sie Geld, damit die Kinder im eigenen Dorf regelmäßig die Schule besuchen können.

Von dem Erlös der zurückliegenden Jahre konnten unter anderem erste Klassenräume und ein Sanitärtrakt gebaut werden. Ebenso erhielten die etwa 260 Kinder dringend benötigtes Schulmaterial, wie Tafeln und Schulhefte.

Partner für den Aufbau der Schule im Tschad und gleichzeitig Spendenverwalter vor Ort ist Simon Hocker aus Lauchhammer, hauptamtlicher Mitarbeiter des Christlichen Vereins Diguna e.V. aus Haiger. Hocker lebt und arbeitet seit mehreren Jahren im Tschad und begleitet dort als Techniker den Aufbau von Radiostationen. 

 

Die Republik Tschad

Die Republik Tschad ist ein Binnenstaat in Zentralafrika. Sie ist das fünftgrößte Land in Afrika und etwa 3,5 Mal so groß wie Deutschland. Das Land gilt als eines der ärmsten der Welt. Die Lebenserwartung der etwa 12,1 Millionen Einwohner liegt bei etwas über 50 Jahren. Die Alphabetisierungsrate beträgt 22,3 Prozent. Auf 1000 Einwohner kommen 0,04 Ärzte, die Kindersterblichkeitsrate beträgt 8,54 Prozent. Über 80 Prozent der Einwohner haben weniger als 2 Dollar pro Tag zur Verfügung. Nur 51 Prozent der Einwohner haben einen Zugang zu Trinkwasser. Die durchschnittliche Schulzeit beträgt 2,3 Jahre.

 

 

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Kinder und Jugendliche vor der Sport- und Kulturscheune in Raddusch- Startpunkt des diesjährigen 24-h-Laufes „WasserMarsch“ (Foto Fred Hocker)

 

 

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Kinder und Jugendliche unterwegs im Spreewald für den guten Zweck (Fotos Marc Räder)

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