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Krieg in der Ukraine – Wohnungssituation und Ausstattung der Wohnungen im Landkreis


Bild zur Meldung: Ausstattung der Wohnungen für ukrainische Flüchtlinge durch das Bau- und Hauptamt des Landkreises. (Fotos: OSL \ Katja Stahn)



Die Anzahl der Ukraineflüchtlinge steigt weiter. Dies stellt neue Anforderungen an den Landkreis und die Kreisverwaltung. Wie erfolgt die Unterbringung der Flüchtlinge und wer stattet die Wohnungen aus?

 

Unterbringung der ukrainischen Kriegsflüchtlingen im Landkreis
Mit Beginn der Flüchtlingsbewegung aus der Ukraine ist es gelungen, neben den anfänglichen Zwischenunterkünften bisher mehr als 60 Wohnungen herzurichten, auszustatten und direkt an ukrainische Flüchtlinge zur Nutzung zu übergeben.

 

Derzeitig werden weitere Wohnungen hergerichtet und ausgestattet, so dass noch im Monat April in bis zu 50 weiteren Wohnungen ukrainische Flüchtlinge untergebracht werden können.
Dieses Vorhaben wird im Monat Mai weiter forciert, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. 

 

Die Unterbringung der Flüchtlinge erfolgte bisher an den Standorten Senftenberg, Schipkau, Lübbenau und Altdöbern. Bis Ende Mai werden Kapazitäten in Großräschen, Schwarzheide, Calau und Vetschau zur Verfügung stehen.

 

Eine bedarfsgerechte Erweiterung der Kapazitäten ist in Vorbereitung, um auf einen weiteren Anstieg der Flüchtlingszahlen vorbereitet zu sein.

 

Flüchtlingszahlen im Landkreis
Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sind in den vergangenen Wochen immer mehr Menschen angekommen, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Am Freitag, 08.04.2022 waren 614 Flüchtlinge im Landkreis gemeldet.

 

Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sind 1311 Personen mit polnischer Staatszugehörigkeit gemeldet. Die zweithäufigste vertretene Gruppe ist die der Ukrainer mit insgesamt 660 Personen. Mit syrischer Nationalität sind 558 Personen im Landkreis gemeldet. Insgesamt leben im Landkreis ca. 5.100 Personen, die nicht die deutsche Staatszugehörigkeit besitzen, aus insgesamt 104 verschiedenen Staaten.

 

Ausstattung der Wohnungen
Im laufenden Prozess der Wohnungsmeldungen und -belegungen sind mehr Wohnungen verfügbar, als zunächst belegt werden können. Die Differenz ergibt sich dadurch, dass Wohnungen erst ausgestattet werden müssen. Sobald die Ausstattung abgeschlossen ist, wird die Wohnung aufgrund des akuten Bedarfs sofort belegt.

 

Die Ausstattung der Wohnungen wird vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz koordiniert. Die Wohnungsbaugesellschaften und Vermieter unterstützen diesen Prozess.


Die weitere Ausstattung der Wohnungen erfolgt über die Schnittstelle zwischen mehreren Dezernaten und Ämtern des Landkreises.
Entsprechende Beschaffungen werden gemäß dem ermittelten Bedarf sowie orientiert an den Vorgaben des Landes Brandenburg (Mindestbedingungen) durch den Landkreis vorgenommen.

 

Vom Bau- und Hauptamt des Landkreises werden sogenannte Erstausstattungspakete zusammengestellt. Die bestellten Sachen werden dafür von den Mitarbeitenden der Kreisverwaltung bei der Anlieferung aus den Lkws entladen, sortiert, beschriftet und zu Paketen gebündelt und anschließend in einen Lkw geladen, welcher die Sachen zu den Wohnungen bringt. Dabei erfolgt eine enge Abstimmung mit den Kommunen und den Wohnungsbaugesellschaften, um die Anzahl der freien Wohnungen zu ermitteln und bedarfsgerecht die Ausstattung vorzubereiten.

 

Derzeit erfolgt die Wohnungsvergabe an ukrainische Kriegsflüchtlinge primär an die Personen, die sich im Landkreis Oberspreewald-Lausitz bei der Ausländerbehörde melden und ukrainische Kriegsflüchtlinge, die zunächst in privaten Wohnungsangeboten untergekommen waren.

 

Ausstattung der Wohnungen für ukrainische Flüchtlinge durch das Bau- und Hauptamt des Landkreises. (Fotos: OSL  Katja Stahn)

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