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Einmal zu Fuß bis in den Tschad: Spendenwanderung „WasserMarsch“ für junge OSL’er auch im 5. Jahr ein Erfolg


Bild zur Meldung: Foto 1 & 2: 86 Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz haben beim mittlerweile 5. Spendenlauf „WasserMarsch“ erneut gezeigt, was in ihnen steckt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer legten während ihrer 24- und 6-Stunden-Wanderungen in Summe 1.553 Kilometer Fußmarsch zurück. Damit sammelten sie 3.700 Euro Spenden ein. Das Geld kommt einer Schule in dem Dorf Saar-Goyen in der Republik Tschad, einem der ärmsten Länder der Welt, zu Gute. (Fotos: Liane Lenzig)



Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz haben am letzten Augustwochenende beim mittlerweile 5. Spendenlauf „WasserMarsch“ erneut gezeigt, was in ihnen steckt: 86 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter ab 7 Jahren legten während ihrer 24- und 6-Stunden-Wanderungen in Summe 1.553 Kilometer Fußmarsch zurück. Damit sammelten sie 3.700 Euro Spenden ein. Das Geld kommt einer Schule in dem Dorf Saar-Goyen in der Republik Tschad, einem der ärmsten Länder der Welt, zu Gute.

 

Start und Ziel des diesjährigen „WasserMarsch“ bildete am 27. und 28. August die Stadt Lauchhammer im Süden des Kreisgebietes. Am Samstagabend erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss an ihre Touren, die teilweise auch von Regenschauern geprägt waren, im Garten des Pfarrhauses der evangelischen Kirchengemeinde in Lauchhammer-Mitte eine kleine Abschlussveranstaltung.

 

„Die Teams konnten trotz des teilweise schlechten Wetters einige Kilometer zu Fuß zurücklegen und dadurch erneut eine beachtliche Summe an Spenden einlaufen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – alle Teams können sehr stolz auf sich sein“, fasst Steffen Lachmann vom Bereich Jugendförderung der Kreisverwaltung Oberspreewald-Lausitz stellvertretend für alle Organisatoren der Aktion zusammen.

 

5-Jahres-Bilanz: Einmal zu Fuß bis in den Tschad

Der Spendenlauf „WasserMarsch“ findet seit 2017 jeweils einmal im Jahr statt. Über die letzten fünf Jahre hinweg haben sich 401 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem Spendenlauf beteiligt. Die dabei von ihnen zurückgelegte Strecke beträgt 9.997,3 Kilometer – und ist damit länger als die Entfernung zwischen der Kreisstadt Senftenberg im Süden von OSL und der Stadt Moundou im Süden des Tschad, in deren Nähe das Dorf Saar-Goyen liegt.

 

20.001 Euro konnten im Ergebnis der Benefizmärsche zusammengetragen werden.

 

Von den Spendenerlösen entstand eine Grundschule mit mittlerweile vier Klassenräumen sowie einem Sanitärtrakt. Die ca. 60 Kinder erhielten dringend benötigtes Schulmaterial, wie Tafeln und Schulhefte. Auch ein Brunnen konnte gebohrt werden, um in der Trockenzeit die Versorgung mit sauberem Trinkwasser zu gewährleisten. So entfallen die täglichen Wege zum Wasserholen. Zudem konnte auch das Schulgeld für Mädchen verringert werden. Mittlerweile kommen Schülerinnen und Schüler auch aus weiter entfernten Dörfern, um zu lernen.

 

Das in diesem Jahr erlaufene Geld fließt in den weiteren Aufbau der Schule und den Betrieb der Einrichtung. „Von dem Erlös soll ein weiterer Klassenraum für die Kinder im Dorf entstehen. Ebenso sind der Kauf neuer Unterrichts- und Schulmaterialien sowie die Finanzierung einer Weiterbildung für die Lehrkräfte angedacht“, stellt Lachmann in Aussicht. 

 

Partner für den Aufbau der Schule im Tschad und gleichzeitig Spendenverwalter ist Simon Hocker aus Lauchhammer, hauptamtlicher Mitarbeiter des Christlichen Vereins Diguana e.V. aus Haiger. Hocker lebt und arbeitet seit mehreren Jahren im Tschad und begleitet dort als Techniker den Aufbau von Radiostationen. 

 

Projekt der Jugendarbeit

Der „WasserMarsch“ ist ein Projekt der in der Jugendarbeit tätigen Frauen und Männer im Landkreis, in Zusammenarbeit mit dem Bereich Jugendförderung der Kreisverwaltung OSL. Die Aktion richtet sich an interessierte Kinder und Jugendliche im Landkreis und zielt darauf ab, den Lebensalltag von Kindern in einem der ärmsten Länder der Welt nachzuempfinden. Produktives für die Ärmsten der Armen zu leisten, Hilfe direkt vor Ort zu „erarbeiten“, Solidarität zu üben, Beziehungen herzustellen und Zusammenhänge zu erkennen sind nur einige der Werte, die den Jugendlichen vermittelt werden sollen. Nicht zuletzt geht es auch darum, den Teamgeist zu stärken und Durchhaltevermögen zu zeigen.

 

Die Aufgabe besteht darin, innerhalb der verfügbaren Zeit – je nach Wahl 24 oder 6 Stunden – zu Fuß gemeinsam möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Die jeweilige Strecke durch den Landkreis wählen die Teams eigenständig aus. Vor dem Lauf gehen die Jugendlichen einer Stadt oder Gemeinde mit einer Spendenvereinbarung auf potenzielle Sponsoren zu. Diese können dann frei entscheiden, mit welchem Betrag sie das Projekt unterstützen möchten.

 

Auch im kommenden Jahr soll es wieder einen „WasserMarsch“ geben. Interessierte können sich an ihren örtlichen Jugendtreff oder den Bereich Schulsozialarbeit ihrer Schule wenden. Gruppen oder interessierte Unterstützer melden sich bei Steffen Lachmann vom Jugendamt: , 03573-870 4264.

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