1 Jahr Tiefbauarbeiten für schnelles Internet im Landkreis OSL: Projekt Glasfaseranschluss kommt gut voran


Bild zur Meldung: : Vor einem Jahr begannen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz die Tiefbauarbeiten zum kreisweiten Breitbandausbau in bislang unterversorgten Gebieten. Bis Ende 2023 erhalten rund 4.500 Haushalte, 240 Unternehmen und 34 Schulen kostenfreie Glasfaseranschlüsse. Die Arbeiten gehen gut voran. (Archivfoto: F.K., Baubegleiter Telekom).



Am 27. August vor einem Jahr begannen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz die Tiefbauarbeiten zum kreisweiten Breitbandausbau in bislang unterversorgten Gebieten. Bis Ende 2023 erhalten rund 4.500 Haushalte, 240 Unternehmen und 34 Schulen kostenfreie Glasfaseranschlüsse. Projektleiter Jörg Cronauge von der Kreisverwaltung erklärt, wie die Arbeiten vorankommen und wo zeitnah schneller gesurft werden kann.

 

„Die Tiefbauarbeiten als auch der Anschluss der einzelnen Häuser liegen im Zeitplan. Die Realisierung des Projektes befindet sich weiter in vollen Zügen.“ lautet das Fazit von Cronauge, der das Thema Breitbandausbau im Landkreis OSL von Beginn an - seit der Fördermittelbeantragung im Rahmen des Programmes „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ im Jahr 2016 - federführend begleitet. Einzelne pandemiebedingte Verzögerungen in den Genehmigungsverfahren habe es in den vergangenen Monaten gegeben, diese konnten jedoch schnell gelöst werden und führten in Summe nicht zu nennenswerten Verzögerungen.

 

28,4 Kilometer haben sich die Bagger seit dem Start der Tiefbauarbeiten im Vetschauer Ortsteil Missen vor einem Jahr bereits durch den Landkreis gegraben. 53,9 Kilometer Glasfaserkabel wurden hierbei in die Erde und die teilweise bereits bestehenden Leerrohrsysteme gebracht. 50 Netzverteiler befinden sich derzeit in der Produktion, 6 sind fertig montiert und im Einsatz. 605 Hausanschlüsse werden aktuell vorgerichtet, 21 sind bereits fertiggestellt.

 

Den eigentlichen Bauarbeiten vorausgegangen war eine mehrmonatige, intensive Planungsphase. „Diese umfasste zahlreiche Vorarbeiten, wie etwa das Einholen von Genehmigungen für die Bauarbeiten bei den zuständigen Baulastträgern, Eigentümern und Behörden. Das Anschreiben der Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer und die sich anschließende Anmeldephase konnte final Ende November 2020 abgeschlossen werden.“, erklärt Winnie Böttcher, Projektassistent der Deutschen Telekom Technik GmbH. 

 

Die Lindengrundschule im Vetschauer Ortsteil Missen war im August 2020 eines der ersten Objekte, das vom Glasfaserausbau profitierte. Seit November 2020 wird hier bereits schneller gesurft. Neben der Schule in Missen folgten weitere erste Ausbauarbeiten in Teilen von Senftenberg, Calau und dem Amt Altdöbern. Im Senftenberger Ortsteil Großkoschen sind die Bauarbeiten mittlerweile abgeschlossen. Cronauge: „Die Buchbarkeit der gewünschten Bandbreite wird nach der Einpflege aller Unterlagen bis Ende September gegeben sein.“  

 

Drei Firmen sind derzeit im Auftrag der Deutschen Telekom mit der Umsetzung des Breitbandausbaus im Landkreis betraut. Aktuell laufen umfangreiche Tiefbauarbeiten in den Ortschaften Kalkwitz, Sassleben, Cabel, Plieskendorf, Pritzen, Lubochow, Ressen, Neu-Seeland, Sorner-Buden, Dörrwolf, Calau, Kleinkoschen, Großkoschen, Schipkau, Senftenberg, Ruhland, Guteborn, Schwarzbach und Lübbenau/Spreewald. Das Verlegen des Hauptkabels bis vor die jeweilige Haustür soll hier bis Ende des Jahres abgeschlossen sein und anschließend in die finale Phase – den jeweiligen Hausanschluss in das Gebäude hinein - übergehen. 

 

Im Anschluss werden die umfangreichen Ausbauarbeiten kreisweit auch in den weiteren Kommunen fortgesetzt.

 

Rund 1.100 Kilometer Glasfaser und 184 Verteiler werden bis zum Abschluss des Projektes in knapp zwei Jahren verbaut – und werden über die dann 2.727 vorgerichteten Hausanschlüsse für höhere Bandbreiten sorgen. Der letzte Glasfaseranschluss in OSL soll bis Ende 2023 installiert sein.

 

Interesse am kreisweiten Glasfaserausbau war und ist groß

Alle betreffenden, bislang als unterversorgt geltenden, 3.279 Eigentümerinnen und Eigentümer im Landkreis wurden in mehreren Tranchen bis September 2020 durch den Landkreis angeschrieben. 76 % erteilten im Ergebnis ihr schriftliches Einverständnis für den kostenfreien Anschluss ihres Gebäudes an das Glasfasernetz.

 

„Die Rücklaufqoute ist derzeit laut Aussage der Telekom der höchste Wert im ganzen Land Brandenburg. Die Hauseigentümerinnen und -eigentümer blicken ihren Anschlüssen mit Vorfreude entgegen. Es gibt regelmäßige Anfragen, ob das eigene Haus beim Ausblauplan dabei ist und wann man endlich buchen könnte. Das Interesse am Glasfaserausbau war und ist groß“, fasst Cronauge ein Jahr nach dem Start der Tiefbauarbeiten zusammen.

 

Auch Winnie Böttcher zeigt sich zufrieden: „Die Bauarbeiten gehen gut vorwärts, besonders möchte ich die gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren und Genehmigungsbehörden loben. Hier wird enorm viel im Hintergrund geleistet. Auch sehr viele Bürgerinnen und Bürger kommen uns entgegen, indem sie den Leitungsweg vorbereiten, uns Probleme aufzeigen oder einfach gemeinsam mit uns an einem Strang ziehen. Hierfür gilt allen ein herzliches Dankeschön!“

 

23,5 Millionen Euro für schnelleres Internet im Landkreis

23,5 Millionen Euro nimmt der Landkreis in die Hand, um das Projekt zu realisieren. Das Geld stammt aus Bundes- und Landesmitteln zur Umsetzung des Programmes „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“.

 

Profitieren sollen Immobilien, in denen bislang mit Übertragungsraten von weniger als 30 Mbit/s gesurft wird und die somit als unterversorgt gelten. Cronauge: „Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde.“

 

Das neue Glasfasernetz wird im Auftrag des Landkreises durch die Deutsche Telekom ausgebaut. Ein entsprechender Ausbauvertrag wurde im Oktober 2019 abgeschlossen. Dem vorausgegangen war ein umfassendes europaweites Ausschreibungsverfahren.

 

Nähere Informationen zum Breitbandausbau

Wer wissen möchte, wie ein Hausanschluss realisiert wird, kann sich auf der Internetseite der Kreisverwaltung, www.osl-online.de/breitbandausbau, informieren. Hier ist zum Thema ein entsprechendes Video verlinkt. Ebenso befindet sich dort neben weiterführenden Informationen eine Übersichtskarte zum Breitbandausbau im Landkreis.

 

Bei Fragen steht Projektleiter Jörg Cronauge von der Kreisverwaltung bereit unter: Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Büro Landrat, SG Wirtschaft und Förderung, Knappenstraße 1, 01968 Senftenberg, Telefon: 03573 / 870 – 5123; E-Mail:

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