Christopher Street Day: Kreisverwaltung setzt Zeichen


Bild zur Meldung: Foto: Anlässlich des 13. Christopher Street Day Cottbus & Niederlausitz zeigt auch die Kreisverwaltung OSL Flagge und beteiligt sich an der Fahnenhiss-Aktion. Die typische Regenbogenfahne wird für mehrere Tage vor dem Landratsamt in Senftenberg und dem Außenstandort in Calau wehen. (Archivfoto: Landkreis/Werner)



In diesem Jahr findet vom 23. August bis 4. September der 13. Christopher Street Day (CSD) Cottbus & Niederlausitz unter dem Motto "Große Hürde Menschenwürde“ statt. Wie viele andere Einrichtungen in der Region setzt auch die Kreisverwaltung des Landkreises Oberspreewald-Lausitz ein Zeichen und beteiligt sich an der Fahnenhiss-Aktion.

 

Die typische Regenbogenfahne wird aus diesem Anlass mehrere Tage vor dem Landratsamt in Senftenberg (Dubinaweg 1) sowie dem Außenstandort in Calau (Joachim-Gottschalk-Straße 36) wehen.

 

Die Regenbogenfahne ist das Zeichen der Lesben- und Schwulenbewegung. Sie steht für Akzeptanz von Vielfalt. Entwickelt wurde sie 1978 vom amerikanischen Künstler Gilbert Baker. 1996 wurde erstmals die Regenbogenfahne an einem öffentlichen Gebäude gehisst.

 

Johanna Zabka, Behinderten- und Gleichstellungsbeauftragte der Kreisverwaltung OSL: „Auch unser Landkreis ist bunt, daher beteiligen wir uns erneut gern an der Aktion. Es ist wichtig, öffentlich wahrnehmbar ein Zeichen für unsere Haltung zu LSBTIQ-Menschen und zu Homo- und Transfeindlichkeit zu setzen. Wir alle sollten uns weiter engagieren und entschieden gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*- und Intergeschlechtlichen, sowie anderen queeren Menschen aussprechen.“

 

Im vorigen Jahr haben sich laut dem Organisator des CSD Cottbus & Niederlausitz, dem CSD Cottbus e.V., 285 Schulen, Jugendclubs, Vereine, Kitas, Betriebe, Verwaltungen und Firmen solidarisch gezeigt und symbolisch Regenbogenfahnen zu den CSD-Aktionswochen aufgehängt. Die Zahl der teilnehmenden Einrichtungen ist über die Jahre hinweg permanent gestiegen.

 

Christian Müller, Mitglied des Vorstandes des CSD Cottbus e.V.: „Voller Freude sehen wir, wie sich von Jahr zu Jahr mehr Organisationen beteiligen und in der CSD-Saison die Regenbogenfahne aufhängen. Damit wird unsere Region nicht nur bunt. Mit diesem öffentlichen Zeichen zeigen wir, wie unsere Haltung zu LSBTIQ*-Menschen und zu Homo- und Trans*feindlichkeit ist.“

 

Wie wichtig es ist, sich weiterhin aktiv einzusetzen und über Homo- und Trans*feindlichkeit nachzudenken und zu sprechen, zeige nicht zuletzt der Blick auf die Lage in anderen Ländern: In über 70 Ländern seien homosexuelle Handlungen illegal. In acht Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen werde die Todesstrafe für Homosexualität verhängt. Ein Drittel Polens habe sich zu "LGBT-freien" Zone erklärt. Städte und Gemeinden zeigten sich offen homo- und trans*feindlich.

 

Der 13. Christopher Street Day Cottbus & Niederlausitz:

Neben der Fahnenaktion wird es rund um den CSD Cottbus & Niederlausitz wieder verschiedene Aktionen für Vielfalt und Toleranz geben. Eine Übersicht über alle Veranstaltungen gibt es auf der Seite des CSD Cottbus e.V., unter www.csd-cottbus.info

 

Hier finden sich auch weitere Informationen zum Thema LSBTIQ sowie zum Regenbogenkombinat Cottbus. Dieses bildet seit 2014 eine Anlaufstelle für Menschen, die Kontakt, Austausch oder Beratung suchen z.B. zu Themen rund um das Coming-Out, sexuelle Gesundheit, vielfältige Lebensweisen und/oder Identität. Es bildet Treffpunkt für verschiedene Gruppen, Schulklassen und Fachkräfte für Netzwerktreffen, Workshops, Seminare oder Fortbildungen. In Zusammenarbeit mit dem AIDS-Hilfe Lausitz e.V., Landesverband AndersARTiG e.V. und weiteren Akteur*innen werden hier zudem regelmäßig Veranstaltungen umgesetzt.

 

 

 

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