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Spendenwanderung „WasserMarsch 2021“ startet am 27. und 28. August


Bild zur Meldung: Spendenrekord 2020: 90 Kinder und Jugendliche wanderten gemeinsam mit den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in 15 Teams. Über 6 bzw. 24 Stunden erliefen sie 3.191 Kilometer und sammelten damit 5.200 Euro. (Archivfoto aus 2020: Marc Räder)



Kinder und Jugendliche laufen für Schule im Tschad / Interessierte und Sponsoren können sich weiterhin melden 

 

Die Republik Tschad gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Fast 20 Kilometer legen Mädchen im Süden des Landes in der Trockenzeit zurück, um Wasser für ihre Familie zu beschaffen. Beim Spendenlauf „WasserMarsch“ am 27. und 28. August können Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL) diesen Alltag nachempfinden. Jeder zurückgelegte Kilometer bringt dabei Geld ein. Die Spenden kommen einer kleinen Schule in dem Dorf Saar-Goyen zugute. Interessierte können sich noch kurzfristig in ihrem örtlichen Jugendtreff oder bei der Schulsozialarbeit ihrer Schule für die Teilnahme anmelden.

 

Startschuss für 24-Stunden-Wanderung am Freitagnachmittag

Beginn für die 24-Stunden-Tour ist Freitag, der 27. August, 17 Uhr. Am Samstag, 28. August, folgen ab 11 Uhr die 6-Stunden-Läuferinnen und Läufer. Ausgangspunkt ist jeweils der Marktplatz in Lauchhammer im Süden des Landkreises. Die Verabschiedung am Freitag wird mit einem Grußwort von Alexander Erbert, Dezernent für Gesundheit, Jugend und Soziales der Kreisverwaltung OSL, begleitet.

 

Mitmachen können Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis OSL und darüber hinaus. Die bislang jüngsten Läuferinnen und Läufer waren zehn Jahre alt und kamen in Begleitung ihrer Hort-Erzieherin. Nach oben hin gibt es keine Altersgrenze.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer starten in Gruppen von mindestens 3 Personen. Ziel ist es, innerhalb der verfügbaren Zeit zu Fuß gemeinsam möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Die Strecke wählen die Teams eigenständig aus. Die Betreuung der Läuferinnen und Läufer erfolgt durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter aus dem Landkreis. „Mitgebracht werden sollte alles, was es benötigt, um 6 bzw. 24 Stunden in der „Wildnis“ von Brandenburg zu überleben. Einen kleinen Proviantbeutel zum Start und ein Basislager mit Möglichkeit zur Verpflegung werden gestellt“, erklärt Steffen Lachmann vom Bereich Jugendförderung des Kreisjugendamtes OSL.

 

In der Regel suchen sich die Jugendlichen einer Stadt oder Gemeinde ihren oder ihre Sponsoren selbstständig aus und gehen mit einer Spendenvereinbarung auf diese zu.

Diese können dann frei entscheiden, mit welchem Betrag sie das Projekt unterstützen möchten. Pro Kilometer wird in der Regel ein vereinbarter Geldbetrag gespendet. „Bei einem etwaigen Spendenbeitrag von einem Euro pro Kilometer ergäbe sich bei zurückgelegten 50 Kilometern eine maximale Spende in Höhe von 50 Euro – je nachdem, wie viele Kilometer die Jugendlichen in ihrer Gruppe erlaufen“, rechnet Lachmann vor. Auch ein Pauschalbetrag kann vorab vereinbart werden. In 2020 liefen die 24-Stunden-Gruppen im Durchschnitt beispielsweise zwischen 35 und 50 Kilometer. 

 

Der Zieleinlauf der Gruppen erfolgt ab dem frühen Samstagabend. Die ersten Rückkehrer werden ab 17.30 Uhr erwartet. Ziel ist der Garten des Pfarrhauses der evangelischen Kirchengemeinde in Lauchhammer-Mitte. Lachmann: „Hier wartet als Anerkennung für die erbrachte Leistung eine kleine Abschluss-Veranstaltung auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bei der wir uns gemeinsam über die Touren austauschen.“

 

Jugendliche laufen für einen guten Zweck

Das fünfte Jahr in Folge unterstützt der Spendenlauf „WasserMarsch“ Kinder in dem Dorf Saar-Goyen im Süden der Republik Tschad. Die Gegend ist von bitterer Armut geprägt. Es gibt kein funktionierendes Schulsystem. 95 Prozent der Dorfbewohnerinnen und -bewohner sind Analphabeten.

 

Von dem Spendenerlös der zurückliegenden Jahre konnte den Menschen im Dorf ein Traum erfüllt werden: So entstand eine Grundschule mit mittlerweile vier Klassenräumen sowie einem Sanitärtrakt. Die etwa 60 Kinder erhielten dringend benötigtes Schulmaterial, wie Tafeln und Schulhefte. Auch ein Brunnen konnte gebohrt werden, um in der Trockenzeit die Versorgung mit sauberem Trinkwasser zu gewährleisten. So entfallen die täglichen Wege zum Wasserholen. Zudem konnte auch das Schulgeld für Mädchen verringert werden. Mittlerweile kommen Schülerinnen und Schüler auch aus weiter entfernten Dörfern, um zu lernen.

 

Das in diesem Jahr „erlaufene“ Geld kommt dem weiteren Aufbau der Schule und dem Betrieb der Einrichtung zu Gute. Von dem Erlös soll ein weiterer Klassenraum für die Kinder im Dorf entstehen. Ebenso sind der Kauf neuer Unterrichts- und Schulmaterialien sowie die Finanzierung einer Weiterbildung für die Lehrkräfte angedacht.

 

Der „WasserMarsch“ ist ein Projekt der in der Jugend(sozial-)arbeit und Sozialarbeit tätigen Frauen und Männer im Landkreis. Die Begleitung des Projektes erfolgt durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendförderung des Jugendamtes OSL.

 

Partner für den Aufbau der Schule im Tschad und gleichzeitig Spendenverwalter ist Simon Hocker aus Lauchhammer, hauptamtlicher Mitarbeiter des Christlichen Vereins Diguana e.V. aus Haiger. Hocker lebt und arbeitet seit mehreren Jahren im Tschad und begleitet dort als Techniker den Aufbau von Radiostationen. 

 

Im vergangenen Jahr erzielte die Veranstaltung einen neuen Teilnehmerrekord:  90 Kinder und Jugendliche aus OSL und Umgebung wanderten gemeinsam mit den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in 15 Teams. Über 6 bzw. 24 Stunden erliefen sie 3.191 Kilometer und sammelten damit einen neuen Spendenrekord: Beachtliche 5.200 Euro kamen zusammen.

 

Ansprechpartner bei Fragen und für Spendenwillige:    

Fragen zum Thema beantwortet Steffen Lachmann von der Jugendförderung des Jugendamtes OSL unter: ; Telefon 03573 870-4264. An ihn können sich auch Unternehmen und Privatpersonen wenden, die den Lauf mit einer Spende unterstützen wollen. Für weitere Infos zum Wassermarsch siehe auch  www.instagram.com/wassermarsch.osl.

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