Neuartiges Coronavirus: Entwicklungen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz



+++ Aktuelle Fallzahlen +++

 

In den vergangenen 7 Tagen hat sich im Landkreis Oberspreewald-Lausitz eine Person mit dem Coronavirus infiziert, was aktuell einer Inzidenz pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern von 0,9 entspricht. Eine Woche zuvor wies die Statistik den Wert 5,5 aus.

 

Der landesweite Durchschnitt der 7-Tage-Inzidenz ist ebenfalls erneut gesunken und liegt aktuell bei 2,8. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 5,2.

 

In den Nachbarlandkreisen gestaltet sich die Situation wie folgt: Elbe-Elster: 9,8; Spree-Neiße: 3,5; Dahme-Spreewald: 1,8. Stadt Cottbus: 3,0. Im sächsischen Landkreis Meißen: 1,2 und Bautzen: 4,7. Auch hier sind im Wochenvergleich die Werte größtenteils weiter gesunken.

 

Kumuliert liegt der Wert der seit Ausbruch des Virus im März 2020 registrierten Fälle im Landkreis OSL somit bei 7.201. Infiziert sind aktuell 10 Personen. Als genesen gelten 6.931 Personen. 260 Personen sind an oder mit COVID-19 verstorben. Derzeit befinden sich 10 Personen in amtlich verordneter häuslicher Quarantäne.

 

Weiterhin ist keine Kindertagesstätte, Schule oder Pflegeeinrichtung von Corona-Fällen betroffen.

 

+++ Bürgerbus nutzt freies Zeitfenster für Impfung in Unternehmen +++

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz und die IHK Cottbus nutzen freie Zeitfenster des Bürgerimpfbusses OSL, um Unternehmen gezielt ein zusätzliches Impfangebot zu unterbreiten. Am 5., 6. und 7. Juli gibt es Stopps im Senftenberger Gewerbegebiet Laugkfeld, beim Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg in Großkoschen und beim Lausitzer Stahlbau in Ruhland.

 

Insgesamt haben sich über 100 Beschäftigte aus verschiedenen Unternehmen für die drei verfügbaren Termine angemeldet.

 

Impfbuskoordinator Martin Höntsch: „Der Impfbus des Landkreises startete im April als zusätzliches Impfangebot für die Bürgerinnen und Bürger in OSL und wurde seitdem sehr gut angenommen. Es ist nur sinnvoll, die vorhandenen Kapazitäten auch bei einer derzeit niedrigen 7-Tage-Inzidenz nicht ungenutzt zu lassen und die Zeit zwischen den Touren ebenso im Rahmen der Möglichkeiten interessierten Unternehmen in OSL bereitzustellen.“

(Quelle: Auszüge aus Pressemitteilung Terminhinweis: Impfbus macht Stopp bei Unternehmen der IHK Cottbus vom 1. Juli 2021)

 

+++ Einsatz der Bundeswehrsoldaten im Gesundheitsamt beendet +++

Etwa 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Gesundheitsamt des Landkreises waren über Monate hinweg dauerhaft in das Pandemiegeschehen eingebunden. Zusätzlich unterstützten weitere Fachbereiche der Kreisverwaltung. Beispielsweise in der Corona-Bürgerhotline, aber auch „draußen“ bei Kontrollen der Quarantänen und der Corona-Regelungen.

 

Zwischenzeitlich konnte Ende 2020, als die Fallzahlen in OSL sich auf negativem Höchstniveau bewegten, in Summe auf bis zu 50 externe Helfer der Bundeswehr, des RKI, der Bundesbehörden, freier Träger der Jugendhilfe und weitere Ehrenamtliche zurückgegriffen werden, welche rotierend in verschiedenen Bereichen Unterstützung leisteten.

 

Abwechselnd bis zu 15 Soldaten der Bundeswehr waren seit Mitte Oktober 2020 im Gesundheitsamt des Landkreises im Einsatz und unterstützten bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen und der telefonischen Betreuung von in Quarantäne befindlichen Personen. Am Mittwoch, 30. Juni, endete nunmehr der Einsatzbefehl der zuletzt fünf im Gesundheitsamt tätigen Soldaten.

 

Die Soldaten wurden nach entsprechender Bedarfsmeldung in Form eines Amtshilfeersuchens durch den Landkreis an den Corona-Krisenstab des Landes Brandenburg über das Landeskommando Brandenburg für den Einsatz in den Gesundheitsämtern abgestellt.

 

Soldaten unterstützten brandenburgweit zu Beginn des Jahres zudem zeitweilig als Testhelfer in einzelnen Pflegeeinrichtungen. Von Januar bis Mitte Februar waren Soldaten auch in fünf Einrichtungen im Landkreis OSL im Einsatz. Mit den Testhelfern sollte das Pflegepersonal, welches im Tagesgeschäft die Testungen von Bewohnern, Personal und Besuchern leistet, entlastet werden.

 

Amtsärztin Dr. Susanne Rosenthal: „Die Kameraden leisteten mit Blick auf die extreme Zahl an Corona-Neuinfektionen in OSL eine wertvolle Unterstützung. Ohne den Einsatz der Soldaten hätten wir die Kontaktpersonennachverfolgung zeitweise schlichtweg nicht mehr gewährleisten können. Zum Höhepunkt der Pandemie befanden sich etwa 2.000 Menschen in Quarantäne, die es galt, zu betreuen. Die Zusammenarbeit war dabei stets professionell und wertschätzend. Das Team des Gesundheitsamtes möchte sich für die nun endende wertvolle Unterstützung bei allen Soldaten, die für den Landkreis tätig waren, in aller Form bedanken.“ 

 

Weiterhin unterstützen nunmehr noch zwei Mitarbeiterinnen der Verwaltung des Kreises und neun Containment-Scouts tatkräftig bei den anstehenden Aufgaben, wie etwa der Archivierung, dem Ausstellen von Genesenennachweisen, der Kontaktpersonennachverfolgung und der Beantwortung von Bürgeranfragen.

 

+++ Kreisverwaltung wieder geöffnet +++

Die Kreisverwaltung öffnete aufgrund der stark rückläufigen Entwicklung des Infektionsgeschehens am 1. Juli im Rahmen der bekannten Sprechtage wieder für den persönlichen Bürgerverkehr.

 

Auch das Gesundheitsamt des Landkreises in der Großenhainer Straße 62 in Senftenberg steht an den Sprechtagen Dienstag und Donnerstag somit wieder für Besuche von Bürgerinnen und Bürgern bereit. Auch hier wird möglichst um vorherige Terminreservierung gebeten. Aufgrund der weiteren Aufgaben rund um die Pandemiebewältigung wird in diesem Jahr durch den Bereich Hygiene keine Impfberatung für Reisende angeboten.

 

Auch Besuche im Straßenverkehrsamt in Calau sind mit der Öffnung der Kreisverwaltung wieder möglich. Hierfür ist aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten vor Ort jedoch eine vorherige Terminvereinbarung über das Online-Terminvergabesystem Voraussetzung. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, möglichst weiterhin die kontaktfreien Wege der Bearbeitung zu nutzen. Alle Informationen hierzu: www.osl-online.de und www.osl-online.de/kfz-zulassung.

 

+++ Urlaubszeit, Reisezeit: Quarantäneregeln für Auslandsreisende +++

Nicht nur der Inlandstourismus erfreut sich aktuell großer Beliebtheit. Immer mehr Deutsche zieht es für einen Urlaub auch wieder ins Ausland. Die Bundesregierung rät seit dem 1. Juli mittlerweile nicht mehr pauschal von touristischen Reisen ins Ausland ab.

 

„Die Verbesserung der epidemiologischen Lage in Deutschland und weiten Teilen Europas, die voranschreitenden Impfungen und die Einführung des Digital COVID-Certificates (DCC) zum 1. Juli 2021 erleichtern Reisen. Daher werden auch die Reisewarnungen ab dem 1. Juli angepasst“, heißt es auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

 

Bestehen bleibt etwa die Reisewarnung für touristische Reisen für Länder, die von der Bundesregierung als Hochinzidenzgebiet und Virusvariantengebiet eingestuft sind. Für Risikogebiete wird von nicht notwendigen Reisen abgeraten.

 

Die aktuellen Risikogebiete, Hochinzidenzgebiete und Virusvariantengebiete können  auf der Webseite des RKI nachgelesen werden.

 

Die angepassten Reisewarnungen sowie die für das jeweilige beabsichtigte  Reiseland geltenden Reise- und Sicherheitshinweise können auf der Seite des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de nachgelesen werden. Hier finden sich auch nützliche Punkte, die Reisende während der Pandemie beachten sollten. Dazu gehören auch Informationen zu Einreise-Beschränkungen, Test- und Quarantänepflicht bei Einreise.

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