Sonnenblumen
Landratsamt in Senftenberg
Senftenberger See - Luftaufnahme
 

Neues Bundesprogramm für Radfernwege



Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) startet ein neues Förderprogramm zur Weiterentwicklung des „Radnetzes Deutschland“. Bund und Länder haben hierzu eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet. Der Bund stellt bis 2023 45 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Verkehrsminister Guido Beermann: „Wir wollen den Radverkehr in Brandenburg weiter stärken, damit mehr Menschen umsteigen. Ob für den täglichen Weg zur Arbeit, den Einkauf oder für touristische Touren soll jeder Radfahrende gute Radwege vorfinden. Deshalb ist jede Investition in eine bessere Radinfrastruktur eine Investition für mehr umweltfreundlichen Verkehr. Ich freue mich, dass der Bund jetzt Fördermittel für den Ausbau der überregionalen Radfernwege des Radnetzes Deutschland bereitstellt. Eine gute Radverkehrsinfrastruktur erreichen wir mit einem Bündel verschiedener Förderprogramme. Bereits im vergangenen Jahr haben wir das Budget der Radverkehrsbeauftragten festgeschrieben sowie das Bewilligungsvolumen in den Förderprogrammen für kommunalen Radwegebau (KStB) und eine verbesserte Verknüpfung von Radverkehr und ÖPNV (ÖPNV Invest) aufgestockt. Über die verschiedenen Programme stehen uns in 2021 rund 30 Millionen Euro für den Radverkehr zur Verfügung. Auch die Förderung für Lastenfahrräder haben wir auf den Weg gebracht.“

 

Das neue Förderprogramm steht für den Ausbau der überregionalen Radfernwege des Radnetzes Deutschland zur Verfügung. Das Radnetz Deutschland besteht aus dem Radweg Deutsche Einheit, dem Iron Curtain Trail (Radweg „Eiserner Vorhang“) und den zwölf D-Routen – ein breites Netz an Radfernwegen, die durch ganz Deutschland führen. Entlang der Strecken sollen Lückenschlüsse, die Verbreiterung von Radwegen und bessere Oberflächen, aber auch moderne Raststätten oder Fahrradabstellanlagen gefördert werden. Außerdem soll das Radnetz digital werden und die Grundlage für eine Radnetzdatenbank gelegt werden. App-Entwickler können die Daten künftig für innovative Angebote nutzen. So können sich Radfahrende unter anderem in Zukunft jederzeit über die für sie beste Route informieren.

 

Auf Brandenburger Gebiet verlaufen in Teilen der Radweg Deutsche Einheit sowie verschiedene D-Routen, wie der D 3 (Europaradweg R 1 und gleichzeitig in Teilen RW Deutsche Einheit), der D 10 (Elberadweg), der D 11 (Radweg Ostsee – Oberbayern) sowie der D 12 (Oder-Neiße-Radweg).

 

Was wird gefördert?

 

Ziel des Förderprogramms ist es, die Radinfrastruktur im D-Netz gezielt zu verbessern und die Sicherheit und Attraktivität des Netzes zu erhöhen.

 

Förderfähig sind:

  • die Zustandserfassung der vorhandenen Infrastruktur,
  • das Marketing,
  • die Verbesserung der Oberflächenbeschaffenheit und der Ausbaubreite,
  • eine einheitliche Wegweisung,
  • erforderliche Streckenverlegungen,
  • die Beseitigung von Gefahrenstellen,
  • der Bau von Raststätten und
  • die Errichtung von Abstellanlagen.

 

Welche Förderhöhe gibt es?

 

  • bis 31.12.2021:                   80 % Grundförderung
    • 90 % für strukturschwache Regionen*
    • 100 % für finanzschwache Kommunen
  • ab 01.01.2022:                    75 % Grundförderung
    • 90 % für strukturschwache Regionen* und
    • finanzschwache Kommunen

 

* nach dem Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen vom 13. August 2020

 

Wo und bis wann können die Anträge gestellt werden?

 

Anträge können bei der Bewilligungsbehörde des Bundes, dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) für nicht infrastrukturelle Vorhaben bis 31.05.2021 und für infrastrukturelle Vorhaben bis 02.08.2021 eingereicht werden.

 

Die Antragsunterlagen sind unter nachfolgendem Link abrufbar:

 

https://www.bag.bund.de/DE/Navigation/Foerderprogramme/Radverkehr/Radnetz_Deutschland/Radnetz_Deutschland_node.html

 

Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg

Pressesprecherin: Katharina Burkardt

Henning-von-Tresckow-Str. 2-8, 14467 Potsdam

0331 866 8006

 

(Quelle: PM Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, 11.03.2021)