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Start für den Glasfaser-Ausbau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz


Bild zur Meldung: „Spleißen“ statt Spatenstich: Martina Gregor-Ness, Vorsitzende des Kreistages, verbindet beim Termin zum Auftakt des Breitbandausbaus im Landkreis OSL unter fachkundiger Anleitung zwei Glasfasern miteinander. Diese ermöglichen es der Lindengrundschule in Missen, bald schnelles Internet zu beziehen. Bis Ende 2023 soll der jetzt beginnende Breitbandausbau in OSL abgeschlossen sein. (Foto: Landkreis/Werner)



 

Über 1.100 Kilometer Glasfaser und 184 Verteiler für schnelleres Internet / maximales Tempo: 1 GBit/s / Schulen haben oberste Priorität

 

Das Internet in OSL wird vielerorts schneller. Im Oktober 2019 hat der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit der Telekom einen Ausbauvertrag für rund 23,5 Millionen Euro abgeschlossen, durch den ein neues Glasfasernetz für schnellsten Internetzugang errichtet werden soll. Rund 4.500 Haushalte, 240 Unternehmen und 34 Schulen erhalten hierbei kostenfreie Glasfaseranschlüsse. Am Donnerstag (27.08.) startete OSL als zweiter Landkreis in Brandenburg mit den Tiefbauarbeiten.

 

Begangen wurde dies mit einem öffentlichkeitswirksamen Termin in der Nähe der Lindengrundschule im Vetschauer Ortsteil Missen. Die Schule ist eines der ersten Objekte, das vom Glasfaserausbau profitieren wird. „Der Anschluss der Schulen hat beim Breitbandausbau oberste Priorität“, erklärte Steffen Hilbrich – Leiter Technikbereich 11 der Deutschen Telekom.

 

Rund 1.100 Kilometer Glasfaser und 184 Verteiler sorgen in OSL künftig für höhere Bandbreiten. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Damit haben die Nutzer den schnellsten Anschluss für gleichzeitiges Streaming, Gaming und Homeoffice. Neben der Schule in Missen folgen weitere erste Ausbauarbeiten in Teilen von Senftenberg, Calau und dem Amt Altdöbern. Der letzte Glasfaseranschluss in OSL soll bis Ende 2023 installiert sein. Der Anschluss ist für die Gebäudeeigentümer kostenfrei. Betroffen sind Immobilien, in denen bislang mit Übertragungsraten von weniger als 30 Mbit/s gesurft wird.

 

23,5 Millionen Euro nimmt der Landkreis in die Hand, um das Projekt zu realisieren. Das Geld stammt aus Bundes- und Landesmitteln zur Umsetzung des Programmes „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“.

 

„Wir freuen uns, dass wir die Digitalisierung im Landkreis OSL mit dem Glasfaser-Ausbau auf ein neues Niveau heben. Mit den damit verbundenen möglichen Übertragungsraten leisten wir einen wichtigen Beitrag, den Anforderungen an eine zunehmend digitale Gesellschaft nachzukommen. Eine gute Internetanbindung ist eine wichtige Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung und technologischen Fortschritt. Davon wiederum profitiert die gesamte Region“, sagte Landrat Siegurd Heinze während des Termins.

 

Bei dem offiziellen Startschuss zu den Tiefbauarbeiten wurde am Donnerstag neben dem „Spleißen“ – dem Verbinden zweier Glasfasern – durch die Kreistagsvorsitzende Martina Gregor-Ness auch ein sogenanntes Messfahrzeug Geotechnik gezeigt und dessen Funktionsweise erläutert. Das weiße Fahrzeug nimmt die Umgebung im Auftrag der Telekom mit einer 360-Grad-Kamera, ähnlich dem bekannten „Google-Auto“, für die interne Verwendung messtechnisch auf und speichert alle Daten zentimetergenau ab, so dass später während der Planungs- und Bauphase jederzeit darauf zugegriffen werden kann. Gesichter, Nummernschilder und Co. werden dabei nicht gespeichert.

 

Auch die Schülersprecherinnen und Schülersprecher der Lindengrundschule ließen es sich nicht nehmen und begleiteten den Termin gemeinsam mit Schulleiterin Petra Pietrus und einer weiteren Lehrkraft.

 

Glasfaser gibt es nur gemeinsam

Damit die Telekom zügig ausbauen kann, benötigt sie die Unterstützung der Eigentümer der Immobilien. „Glasfaser gibt es nur gemeinsam“, sagte Regionalmanager Sven Nitze. „Für den Anschluss an das schnelle Netz brauchen wir das schriftliche Einverständnis der 3.279 Eigentümer. Sonst dürfen wir das Gebäude nicht mit Glasfaser anschließen.“

 

Diese Eigentümer werden noch bis September 2020 weiter direkt vom Landkreis angeschrieben. Neben dem Anschreiben vom Landkreis finden die Kunden darin ein Formular, welches durch den Grundstückseigentümer mit wenigen Daten wie der Adresse des Grundstücks, Angaben zu Stockwerken u.a. auszufüllen ist. Dieses Formular sollte dann in dem portofreien Rückumschlag (keine Briefmarke nötig) innerhalb der angegeben Zeit an die aufgedruckte Adresse zurückgeschickt werden. Damit wird sichergestellt, dass diese Haushalte kostenfrei an das neue Glasfasernetz angeschlossen werden. Für später eingehende Rücksendungen wird eine einmalige Anschlusspauschale, wie bei einem Erstanschluss, von zurzeit rund 800€ berechnet.

 

Die Anschreiben erfolgen durch die Kreisverwaltung in insgesamt fünf Tranchen. Bisher wurden bereits etwa 2.500 der auszubauenden Adressen angeschrieben. Das Interesse ist groß – alleine der Rücklauf der ersten Tranche lag bei rund 83%.

 

Für Fragen zum Formular und dem Breitbandausbau allgemein hat der Landkreis auf seiner Internetseite ein ausgefülltes Musterformular, eine interaktive Karte sowie ein Video zur Erklärung:“ Wie kommt der Glasfaseranschluss direkt in mein Haus“ eingefügt. Auch telefonische Anfragen hierzu sind möglich.

 

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