Europäischer Tag des Notrufs 112 - Landkreis informiert zu Einsatzzahlen

Landkreis Oberspreewald-Lausitz, den 11. 02. 2020

Am heutigen Dienstag, 11. Februar, steht die Notrufnummer „112“ europaweit im Mittelpunkt. 2009 erklärten das Europäische Parlament, der Rat der Europäischen Union und die EU-Kommission den 11. Februar aufgrund der Zahlen im Datum zum Europäischen Tag des Notrufs 112. Auch in OSL wählten in 2019 zahlreiche Menschen die Notrufnummer 112. Zu den genauen Einsatzzahlen aus dem vergangenen Jahr informieren die Sachgebiete Brand- und Katastrophenschutz sowie Rettungsdienst des Landkreises Oberspreewald-Lausitz.

 

Demnach gab es im vergangenen Jahr in ganz OSL 19.325 Rettungsdiensteinsätze sowie 1.351 Feuerwehreinsätze. Die Feuerwehreinsätze unterteilen sich in 336 Brände sowie 774 Technische Hilfeleistungen, wie beispielsweise die Rettung von Menschen aus verunfallten Fahrzeugen. Hinzu kommen 241 Fehlalarmierungen.

 

Ähnlich wie im Jahr 2018 hatten wir aufgrund der langanhaltenden Trockenheit insbesondere mit vielen Wald- und Vegetationsbränden zu kämpfen. Auch überörtlich waren die Feuerwehren des Landkreises in der Lieberoser Heide sowie bei Jüterbog mehrfach im Einsatz. Trotz der hohen Anzahl von Einsätzen wurden die Übungen nicht vergessen, bspw. die Schulevakuierung am Gymnasium in Lübbenau, die Übung der Gefahrstoffeinheit im Kraftwerk Sonne im Gewerbegebiet Freienhufen oder ein Massenanfall von Verletzten bei einem simulierten Busunfall zwischen Klettwitz und Kostebrau“, erklärt Kreisbrandmeister Tobias Pelzer rückblickend.

 

Zur Notrufnummer 112

Der Europäische Tag des Notrufs 112 dient dazu, die europaweite Gültigkeit der Nummer bekannter zu machen. Der Notruf 112 kann aus allen Fest- und Mobilfunknetzen vorwahlfrei gewählt werden und ist in allen Staaten der EU und auch in etlichen Ländern darüber hinaus kostenlos verfügbar. Er verbindet Hilfesuchende automatisch mit der örtlichen 112-Notrufzentrale, über die sie die Feuerwehr oder medizinische oder polizeiliche Hilfe erhalten.

 

Wer die 112-Notrufzentralen betreut, ist in den Staaten der EU unterschiedlich geregelt. Dies können die Rettungsdienste, Feuerwehren oder auch die Polizei sein. Für den Landkreis OSL gehen die 112-Notrufe in der integrierten Regionalleitstelle Lausitz in Cottbus ein, die rund um die Uhr von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Feuerwehr und des Rettungsdienstes besetzt ist. Die Notrufe werden nach einem strukturierten Frageschema bearbeitet und die nach Einschätzung des Disponenten erforderlichen Hilfskräfte alarmiert. Während die Einsatzkräfte zum Ort des Geschehens fahren, kann der Mitarbeiter bei Bedarf Erste-Hilfe-Hinweise an den Anrufenden weitergeben.

 

Hintergrund

Am 29. Juli 1991 und damit vor knapp 19 Jahren entschieden die damals zwölf EU-Staaten, als gemeinsame europäische Notrufnummer die „112“ einzuführen. Deutschland wurde bei dieser Entscheidung durch Außenminister Genscher vertreten. Die Auswahl der 112 als Notrufnummer geht zurück auf eine Empfehlung der Europäischen Konferenz der Verwaltungen für Post- und Fernmeldewesen von 1976. In Deutschland wurde die 112 bereits 1954 als Feuerwehrnotruf in den ersten Großstädten eingeführt.

 

Foto: Foto: Auch in 2019 rückten Rettungsdienst und Feuerwehr in OSL regelmäßig aus. (Foto: Landkreis/Weser)