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Landkreis informiert über kurzfristige Möglichkeit der vorübergehenden Unterbringung von bis zu 70 Asylbewerbern


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Integrationswerkstätten Niederlausitz stellen Objekt in Senftenberg zur Verfügung

 

Erneut wurde dieser Tage die seitens des Landes vorgegebene Zahl der in 2014 durch den Landkreis aufzunehmenden Asylbewerber nach oben korrigiert. Da die vorhandenen Kapazitäten der Gemeinschaftsunterkünfte in Sedlitz und Lauchhammer erschöpft sind, jedoch noch Platz für etwa 120 weitere Personen vorgehalten werden muss, steht die Kreisverwaltung weiterhin vor einer schwierigen Aufgabe. Um das prognostizierte Aufnahmesoll erfüllen zu können, hat sich der Landkreis daher in Absprache mit den Kommunen auf die Suche nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten begeben. Eine kurzfristig realisierbare Interimslösung wurde am Mittwoch, den 8. Oktober 2014, durch den Landkreis gemeinsam mit der Stadt Senftenberg der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Stimmt der Kreistag dem Vorschlag der Verwaltung auf seiner bevorstehenden Sondersitzung am 6. November 2014 zu, könnte bereits ab Dezember 2014 eines der beiden Schullandheime der Integrationswerkstätten gGmbH Niederlausitz in Senftenberg vorübergehend für die Unterbringung von Asylbewerbern angemietet werden. Bis zu 70 Personen ließen sich auf dem unweit der Innenstadt befindlichen Objekt „Am alten Wehr“ zeitnah und ohne große bauliche Veränderungen unterbringen.

 

Die Anlage bietet gute Ausgangsbedingungen für die kurzfristige Umnutzung als Gemeinschaftsunterkunft. Vor Ort stehen sieben einfache Bungalows, ein Gebäude mit vier Zimmern und einem Schlafsaal, Sanitäranlagen, Gemeinschafts- und Verwaltungsräume sowie Spielanlagen für Kinder zur Verfügung. Durch Aufstockung gemäß den geltenden Mindestanforderungen an die Unterbringung könnte die momentane Kapazität von derzeit knapp 50 auf bis zu 70 Betten erhöht werden.

 

Von der kurzfristigen Lösung profitieren könnte neben der Kreisverwaltung auch der Vermieter, denn besonders in den kälteren Monaten könne in dem Schullandheim bislang keine hinreichende Auslastung und damit nur geringe Einnahmen erzielt werden. Wie lange die Unterbringung vor Ort erfolgen könnte, würde sich maßgeblich an der weiteren Entwicklung der Zuweisungszahlen durch das Land und den Ergebnissen der Suche nach weiteren Kapazitäten zur Unterbringung im gesamten Landkreis orientieren. Auszugehen sein dürfte in jedem Fall von einer mehrmonatigen Nutzung.

 

Hintergrund:

 

4,6 % aller dem Bundesland Brandenburg zugeteilten Asylbewerber werden dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz zugewiesen. Ging man Schätzungen zufolge noch Anfang des Jahres von 170 aufzunehmenden Personen für den Landkreis OSL aus, so sind es nach aktuellen Prognosen bereits 261.

Mit derzeitigem Stand haben in 2014 bislang knapp 140 Frauen, Männer und Kinder in den beiden Gemeinschaftsunterkünften in Sedlitz und Lauchhammer sowie in Wohnungen ein vorübergehendes Zuhause gefunden.

 

Um das mehrfach nach oben korrigierte Soll an aufzunehmenden Personen erfüllen zu können, prüft der Landkreis derzeit weitere verschiedene kurz- und langfristige Varianten der Unterbringung. Darüber hinaus sollen die Umbauarbeiten des 2. Bauabschnittes der Gemeinschaftsunterkunft in Lauchhammer-Ost  Anfang des Jahres 2015 beginnen.

 

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