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Interkulturelle Woche 2018

 

 

 

Auf Kennenlerntour in OSL: Ministerin Britta Ernst besuchte den Landkreis

Landkreis Oberspreewald-Lausitz, den 12.01.2018

Gymnasium, Sportverein, Schulzentrum, Kita: Ein volles, aber lohnenswertes Programm erwartete Brandenburgs Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Britta Ernst, bei ihrem ersten Besuch im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Gemeinsam mit Landrat Siegurd Heinze und weiteren Vertretern ging es am Mittwoch (10. Dezember 2018) auf Kennenlerntour. Hauptaugenmerk bildete der Norden des Landkreises, auch aus aktuellem Anlass.

 

Paul-Fahlisch-Gymnasium

 

Zum Auftakt der Kreisbereisung gab es ein Gespräch in der Aula des für knapp 6 Millionen Euro frisch sanierten Paul-Fahlisch-Gymnasiums in Lübbenau/Spreewald mit Landrat Siegurd Heinze, Gerald Boese vom Staatlichen Schulamt, Helga Schüler vom Schulverwaltungsamt und Schulleiter Matthias Lösche. Landrat Heinze nutzte die Gelegenheit, dem Gast einen Einblick in die hiesige Schullandschaft zu vermitteln: 24 Grundschulen, neun Oberschulen, drei Gymnasien, drei Schulen mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt Lernen, zwei mit dem Schwerpunkt „geistige Entwicklung“, ein OSZ: OSL ist gut aufgestellt. Spielten früher angesichts schwacher Geburtenjahrgänge Schulschließungen eine Rolle, so habe mittlerweile eine erfreuliche „Seitwärtsbewegung“ eingesetzt. Eine solche bestätigt auch das aktuelle Schulentwicklungskonzept bis 2022, das den Erhalt aller Schulen vorsieht.

Viel Geld ist in den letzten Jahren in die Schulen investiert worden. Investitionen, insbesondere in moderne Medien, seien auch ihr wichtig, machte die Ministerin in diesem Zusammenhang deutlich. Eine zukunftsgerechte Ausrichtung bringe viele Vorteile und Chancen mit sich.

TSG Lübbenau 63 e.V.

 

Im Anschluss führte der Weg gemeinsam mit Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel ins Vereinshaus des TSG Lübbenau 63 e.V.. 850 Mitglieder in 14 Sportarten, davon allein 400 Kinder, zählt der Verein derzeit. Ingesamt gäbe es in OSL 163 Vereine mit über 14.500 Mitgliedern, erklärte Holger Mudrick, Geschäftsführer des Kreissportbundes OSL. Statistisch gesehen seien über 10 % aller Bürger in OSL in einem Verein aktiv. In den Vereinen selbst werde eine super Arbeit geleistet, zahlreiche Spotveranstaltungen, die oft ihresgleichen suchen, werden auf die Beine gestellt. Es herrsche ein insgesamt hohes Leistungsniveau vor. Auch im landesweiten Vergleich müsse sich die Sportlandschaft in OSL keinesfalls verstecken. Sorgen gäbe es aber dennoch auch hier. So sitze das Geld bei den Vereinen aufgrund der laufenden, hohen Kosten oft knapp. Notwendige Investitionen sind schwer zu schultern, Nachwuchs für die Tätigkeit als Übungsleiter zu gewinnen falle zunehmend schwer, umständliche Antragsverfahren bringen ehrenamtliche Vereinsmitglieder beim Stellen von Fördermittelanträgen an ihre Grenzen. „Hier wünschen wir uns insgesamt mehr Unterstützung seitens der Politik“, brachten es die Anwesenden, darunter Bürgermeister Helmut Wenzel und der Vereinsvorsitzende Axel Kopsch, in Richtung der Ministerin auf den Punkt.

 

Schulzentrum „Dr. Albert Schweitzer“

 

Mit Spannung erwartet wurde der Termin im Schulzentrum „Dr. Albert-Schweitzer“ in Vetschau/Spreewald. Erst kürzlich hatte der ablehnende Bescheid der Ministerin zu der im Nachbarlandkreis im nur wenige Kilometer entfernten Kolkwitz geplanten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe hier, aber auch bei der Stadt und dem Landkreis, für Erleichterung gesorgt. „Eine solche Entscheidung hätte negative Auswirkungen auf den Schulstandort in Vetschau gehabt und nicht zuletzt die gesamte Schullandschaft der Region erschüttert und durcheinander gebracht“, machte Vetschaus Bürgermeister Bengt Kanzler in einem Gespräch im Anschluss an den Rundgang deutlich. Das Vetschauer Schulzentrum genieße einen guten Ruf, es werde gut angenommen und blicke auf stabile Schülerzahlen. Anstatt über neue Schulen nachzudenken sei es sinnvoller, bestehende Schulen angesichts tendenziell weniger werdender Schüler zu stärken und auszubauen, damit diese langfristig Bestand haben, lautete die Botschaft. Immerhin liegen die letzten Schulschließungen erst wenige Jahre zurück. Auch Landrat Heinze und die weiteren Anwesenden, darunter Kreistags- und Landtagsabgeordnete und Schulleiter Steffen Bretschneider, bekräftigten die Ausführungen des Bürgermeisters.

 

Wie die Schule für die Zukunft noch besser aufgestellt werden könnte, dafür existieren in Vetschau bereits konkrete Vorstellungen. So soll es möglichst zeitnah Verbesserungen der baulichen Situation geben. Ein neu zu errichtendes Mehrzweckgebäude soll den dringend benötigten Platz für die Schülerspeisung, eine kombinierte Schul- und Stadtbibliiothek, für öffentliche Veranstaltungen und die Musikklassen, zusätzliche Sanitäranlagen und einladende Lese- und Arbeitsbereiche schaffen. Den Traum vom Neubau unsersetzt eine durchgeführte Machbarkeitsstudie und ein entsprechender Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Derzeit suche man nach Wegen für die Finanzierung, etwa durch entsprechende Förderprogramme, erklärte Bürgermeister Kanzler.

 

Bezüglich der kontrovers diskutierten Entscheidung zur Schule in Kolkwitz fand auch die Ministerin klare Worte. Ziel sei es nicht, bestehende Standorte zu gefährden, machte sie den Anwesenden deutlich. Insgesamt messe sie den Schulzentren eine hohe Beduetung zu. Dies spiegele sich auch in der jüngst getroffenen Entscheidung wieder. „Eine genehmigte Schule, die nicht funktioniert, macht mehr Schaden als eine, die nicht genehmigt wurde“, brachte sie es auf den Punkt.

 

Naturkita Sonnenblume

Mit einem Besuch in der Naturkita Sonnenblume im Calauer Ortsteil Werchow und einem anschließenden kurzen Rundgang durch die Stadt Calau mit Bürgermeister Werner Suchner endete die Kreisbereisung der Ministerin. Seit 1985 werden in dem 1905 errichteten Klinkerbau in Werchow Kinder in familiärer Atmosphäre betreut. 40 Jungen und Mädchen sind es derzeit. Sieben Erzieher und eine Köchin gehören zum Team, erkläre Leiterin Silke Dorn-Lehmann. Über die Jahre wurde die Einrichtung mit Hilfe der Stadt liebevoll saniert. Der Umgang mit der Natur und das situative Lernen spielen im Kitaalltag eine wichtige Rolle. Weniger Plastik, mehr Holz, lautet die Devise. An manchen Tagen werden die Außenspielsachen bewusst weggeschlossen, um das freie Spiel anzuregen, gekocht wird täglich frisch. Ein Konzept, dass auch bei den Eltern auf Zustimmung trifft. Mittlerweile gebe es auch hier bereits Wartelisten für die Neuaufnahme. Auf den „Babyboom“ reagiere die Stadt mit dem Vorrichten einer neuen Kita, erklärte der Bürgermeister. Glücklich über ihre Einrichtung zeigten sich auch die 11 Jungs und drei Mädchen der Gruppe „Sonnenblume“, die ihrem Besuch eigens ein Lied vortrugen und selbstgebastelte Schneeflocken überreichten.

 

Bei der Ministerin kam der Termin gut an. Ohnehin habe sie einen schönen Tag in OSL verbracht und einiges über die Region und ihre Besonderheiten erfahren können, bedankte sich die Ministerin zum Abschluss der Kreisbereisung bei Landrat Siegurd Heinze. Dieser gab den Dank gern zurück. Als Gast sei sie jederzeit gern willkommen, bekräftigte der Verwaltungschef.

 

Hier eine Auswahl an Bildern (Reihenfolge chronologisch, Fotos Landkreis):

 

 

Foto: Auf Kennenlerntour in OSL: Ministerin Britta Ernst besuchte den Landkreis