Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz

 

Allgemeine Vorstellung

 
 


In einer reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft im Süden des Landes Brandenburg liegt der Landkreis Oberspreewald-Lausitz. In sieben Städten, drei Ämtern und einer Großgemeinde leben etwa 124 000 Einwohner. Kreisstadt ist die See- und Hochschulstadt Senftenberg. Die Stadt und ihre Ortsteile umschließt den größten künstlich angelegten See Europas und gab ihm ihren Namen.

Der Landkreis umfasst eine Fläche von 1217 km² und tangiert die Landkreise Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster sowie die nördliche Landesgrenze zum Freistaat Sachsen. Die günstige Lage südlich der Bundeshauptstadt Berlin und nördlich der Kulturstadt Dresden sowie die optimale verkehrstechnische Anbindung bieten gute Potentiale für wirtschaftliche Entwicklung und Ansiedlung.

Die Ausdehnung des Landkreises erstreckt sich im Norden bis zu einem Teil des Fließgewässernetzes des Spreewaldes, einem Biosphärenreservat mit einmaliger Kulturlandschaft, und im Süden bis zu den Kmehlener Bergen und der höchsten Erhebung des Landes Brandenburg, dem 201 m über NN liegendem Kutschenberg bei Ortrand.

Die Spreewald-Städte Lübbenau/Spreewald und Vetschau/Spreewald profitieren von der einzigartigen Umgebung der Naturlandschaft des Spreewaldes. Im Einklang mit dem Menschen gedeiht im Spreewald eine mannigfache Fauna und Flora. Hier kann man noch Bauern beobachten, die ihre kleinen Flächen zwischen den Spreearmen bewirtschaften und den Spreewald damit zu dem machen, was er den vielen Touristen bedeutet – eine Kulturlandschaft, die weit und breit ihresgleichen sucht.
Im Süden des Landkreises bieten Senftenberger See und Grünewalder Lauch einerseits Möglichkeiten für aktive Freizeitgestaltung, andererseits aber auch Ruhe und Erholung. Hier sind Zeugnisse einer ausgebauten Bergbaufolgelandschaft erlebbar. Ausgestattet mit modernen Campingplätzen und Ferienhäusern sind sie seit vielen Jahren Anziehungspunkte für Urlauber.

In den Städten und Dörfern lässt es sich gut leben. Einheimische und Gäste können auf verschiedene Kultur-, Sport- und Freizeitangebote zurückgreifen, so z.B. gibt es ein Theater, Amphitheater, Erlebnisbäder, eine Skihalle, Museen wie das Spreewaldmuseum Lübbenau/ Lehde, die Festungsanlage Senftenberg, die Slawenburg Raddusch und das Kunstgussmuseum Lauchhammer. Aber auch Schlösser und Parks, Bowlingzentren und ein Planetarium laden zum Verweilen ein.

Ein Muss für Natur und Wanderfreunde sind die Wandergebiete „Calauer Schweiz“, „Buck`sche Schweiz“ und die Kmehlener Berge. Ein ausgebautes und gut beschildertes Rad- und Wanderwegenetz verbindet die attraktiven Ausflugsziele der gesamten Region.
Zahlreiche Motorsportfans zieht der EuroSpeedway Lausitz, die größte und modernste Motorsportanlage in Europa, jedes Jahr an. Die multifunktionale Anlage bietet eine erstaunliche Rennstreckenvielfalt, Events und zugleich umfangreichste Veranstaltungsflächen.

Kennzeichnend für die Zukunft der Region sind die Veränderungen der Bergbaufolgelandschaft mit dem entstehenden Lausitzer Seenland als neue Urlaubsregion. Mit dem Ende des Braunkohleabbaus und der sich anschließenden Rekultivierung entwickelte sich in der Region die größte Landschaftsbaustelle Europas. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land wird die einmalige Chance wahrgenommen, neue Landschaften für Einwohner und Besucher zu gestalten.

Überzeugen Sie sich von der Schönheit des Landkreises und entdecken Sie, wie er sich mit seinen Menschen auf einen viel versprechenden Weg in die Zukunft begibt.

 

 
 

Ein Blick in die Geschichte des Landkreises

 
 


Das Territorium des Landkreises Oberspreewald-Lausitz gehört größtenteils zum historischen Gebiet der Niederlausitz, deren geschichtliche Zuordnung sehr wechselvoll war. So erfuhr die Region besonders seit dem 14. Jahrhundert einen ständigen Wechsel der Landesherren, die zugleich auch die Herren des Markgrafentums Niederlausitz waren.
Die Geschichte lässt sich von der brandenburgischen Herrschaft über teilweise böhmischen Besitz bis hin zum Wettiner Haus verfolgen, aus dem die sächsischen Herrscher hervorgingen. Diese wiederum verloren mit dem Wiener Frieden den Herrschaftsbereich der Niederlausitz an Preußen.

Beziehungen von Ober- und Niederlausitz entwickelten sich im 15. Jahrhundert im südlichen Raum des Landkreises, im Gebiet um Ruhland, das in grauer Vorzeit zum sorbischen Gau Milska, dem späteren Bautzener Herrschaftsbereich zählte. Das Gebiet um Ortrand gehörte zum Feudalstaat Meißen, was sich noch heute im Stadtwappen nachweisen lässt.
Der ehemalige Kreis Calau und ein großer Teil des Kreises Senftenberg einschließlich der Kreisstadt gehörten zu dem bis 1950 bestehenden Kreis Calau. Mit in den Kreis Senftenberg einbezogen wurden 1952 Teile des alten Kreises Hoyerswerda, die Gebiete um Ruhland und Hohenbocka sowie Teile des Kreises Bad Liebenwerda, nämlich Lauchhammer und Ortrand. Jeder dieser einstigen Kreise ist in dem Wappen des heutigen Landkreises OSL verankert und zeigt die historischen Wurzeln. Mit der Kreisgebietsreform 1993 entstand schließlich der Landkreis in seiner heutigen Form aus den Altkreisen Calau und Senftenberg.

Der Landkreis wird außerdem geprägt durch die Sorben und Wenden, eine hier lebende nationale Minderheit, die die Region einst besiedelten. Deren Bräuche wurden über Jahrhunderte erhalten und spiegeln sich in Kultur, Tradition und Lebensweise der Menschen wider.