Beschäftigungspakt „ALTERnativen in der Lausitz“

 

 

 
 
 
     
 

Beschäftigungspakt „ALTERnativen in der Lausitz“

 


„ALTERnativen in der Lausitz“ ist eins von 62 prämierten bundesweiten Projekten des in der Phase 2 befindlichen Ideenwettbewerbes „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Bereits in den zurückliegenden 5 Jahren konnte für zahlreiche Langzeitarbeitslose des Job Centers Oberspreewald-Lausitz (OSL) und des Eigenbetriebes Grundsicherung für Arbeitssuchende des Landkreises Spree-Neiße (SPN) und für wenige Nichtleistungsbeziehende der Agentur für Arbeit ab 48 Jahren in einer Gemeinschaftsaktion mit dem Landkreis und beteiligten Dritten eine Perspektive auf dem 1. Arbeitsmarkt geschaffen werden.

Neben dem Partnerkreis SPN ab Januar 2008 sind wie in den vergangenen 5 Jahren die Unternehmen TÜV Rheinland Akademie GmbH Lauchhammer, EUROPANORAT Wirtschaftsakademie GmbH Senftenberg, WEQUA mbH Lauchhammer und Arbeitsförderungsgesellschaft mbH Calau beteiligt. 

Seit Juli 2009 ist mit dem Job Center der kreisfreien Stadt Cottbus ein weiterer Partner hinzu gekommen. Der Projektname „ALTERnativen in der Lausitz“ hat damit seine volle Gültigkeit.

Die Träger, die das Programm nach Auswahl über einen Wettbewerbsaufruf für das JC Cottbus umsetzen sind die bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH Cottbus und die Wirtschafts- und Sprachenschule R. Welling Cottbus GmbH.

Etwa 363.000 Menschen wohnen in der Region, in der die Arbeitslosenquote stets zu den höchsten im Land zählt und bei ca. 19 000 ALG II Beziehenden etwa  5 500 Personen aus diesem Rechtskreis über 50 Jahre sind.

Für die Umsetzung des Programms von 2008 bis 2010 stehen zusätzlich etwa 4,2 Mio € Bundesmittel zur Verfügung. Die Mittel des BMAS werden mit Eigenmitteln der Grundsicherungsträger kombiniert um für die Betroffenen eine größere Chance auf Integration zu erreichen.

In der 1. Phase des Programms wurden von Oktober 2005 bis Ende 2007 fast 1200 Menschen, davon über 500 Frauen,  vorwiegend im ALG II-Bezug in die Aktivierung einbezogen. Sie nahmen an Profilings, Assessments, Weiterbildungen, individuellen Schulungen und Coachingmaßnahmen teil um die Vermittlungshemmnisse, die in einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeitsdauer von ca. 9 Jahren entstanden sind, abzubauen und die fachliche und auch soziale Kompetenz zu stärken. Durch diese Maßnahmen wurde die Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet, die bei 436 Personen erreicht werden konnte. 

Neben den erprobten Instrumenten im LK OSL zum Erreichen eines Integrationsfortschrittes sowie zzgl. bei Bedarf auch Maßnahmen zur sozial-integrativen Eingliederung (evt. psycho-logische Betreuung, Schuldnerberatung, Suchtberatung…) wird in der Phase 2 erstmalig auf die Selbstaktivierungskräfte der Langzeitarbeitslosen gesetzt und dafür ein Selbstvermittlungsbonus in Höhe von 500 € aus Projektmitteln in 2 Stufen gewährt.

Seit dem Beginn der 2. Phase im Januar 2008 wurden wiederum mehr als 1700 Personen in die Aktivierungsphase einbezogen und  330 Menschen fanden bisher eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Gesundheitsförderung, Kompetenzentwicklung und Erhöhung der Mobilität der Langzeitarbeitslosen sind als Themen stärker in den Mittelpunkt getreten. Die freiwillige Teilnahme der älteren Langzeitarbeitslosen wird in einer Eingliederungsvereinbarung aufgenommen und die Aktivierungs- und Integrationsfortschritte werden beim jeweiligen Job Center Standort halbjährlich dokumentiert. Jeder TN erhält einen auf seine Bedürfnisse abgestimmten Integrationsplan, der Teilziele und Indikatoren enthält.

Die  Partner setzen mit einer beim Landkreis OSL, Amt für Planung und Wirtschaft,  angesiedelten Koordinierungsstelle die Teilprojekte um. Eine aus allen Beteiligten bestehende Lenkungsgruppe koordiniert quartalsweise den Verlauf, entscheidet unbürokratisch gemeinsam und treibt die Umsetzung des Beschäftigungspaktes voran.

Dabei spielt der bereits begonnene Bewusstseinswandel bei den Unternehmen bzgl. der Potentiale der Älteren in der Erwerbsarbeit, wie Erfahrungswissen, Qualitätsbewusstsein und Identifikation mit ihrer Arbeitsaufgabe sowie ihrer Firma, weiterhin eine wichtige Rolle. 

Weitere Informationen zum Bundesprogramm unter www.perspektive50plus.de